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Desert Fury - Liebe gewinnt

Lizabeth Scott , Burt Lancaster , Lewis Allen    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,11 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Lizabeth Scott, Burt Lancaster, John Hodiak
  • Regisseur(e): Lewis Allen
  • Komponist: Miklós Rózsa
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Koch Media GmbH - DVD
  • Erscheinungstermin: 4. Dezember 2009
  • Produktionsjahr: 1947
  • Spieldauer: 92 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002R9ESWI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 53.107 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Fritzi Haller betreibt mit harter Hand ein Spielcasino in dem Wüstenkaff Chuckawalla. Gerade als ihre heranwachsende Tochter Paula die Schule schmeißt und nach Chuckawalla zurückkehrt, trifft auch der Spieler Eddie Bentix mit seinem Kumpel Johnny in der Stadt ein. Eddie, seines Zeichens auch früherer Geliebter von Fritzi, wird nachgesagt, seine Frau ermordet zu haben. Als sich Paula in Eddie verliebt, versucht Fritzi, sie davon abzubringen. Unterstützt wird sie dabei vom Hilfssheriff Tom, der in Paula verliebt ist. Und auch Johnny ist über die Entwicklung keineswegs erfreut...

Produktbeschreibungen

Fritzi Haller betreibt mit harter Hand ein Spielcasino in dem Wüstenkaff Chuckawalla. Gerade als ihre heranwachsende Tochter Paula die Schuleschmeißt und nach Chuckawalla zurückkehrt, trifft auch der Spieler Eddie Bentix mit seinem Kumpel Johnny in der Stadt ein. Eddie, seinesZeichens auch früherer Geliebter von Fritzi, wird nachgesagt, seine Frau ermordet zu haben. Als sich Paula in Eddie verliebt, versucht Fritzi,sie davon abzubringen. Unterstützt wird sie dabei vom Hilfssheriff Tom,der in Paula verliebt ist. Und auch Johnny ist über die

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ergänzung 21. Januar 2010
Von Mischka
Zum Inhalt wurde alles Wichtige schon erwähnt. Bleibt noch hinzuzufügen, daß nur in der Originalfassung die richtige Musik von Miklós Rózsa zu hören ist. Auf der (neu synchronisierten) deutschen Tonspur wurden in den Dialogszenen falsche Musiken (z.B. aus ICH KÄMPFE UM DICH und QUO VADIS(!)) unterlegt - die immerhin auch von Rózsa sind.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich bin der Andere 1. Januar 2010
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Von Amazon bestätigter Kauf
"Die Dinge sehen anders aus, je nachdem, auf welcher Seite man steht." So gibt uns "Desert Fury" bereits zu Beginn einen leitmotivischen Hinweis: Trotz Technicolor (und zwar einem etwas zu verschwenderisch überbordenden Technicolor), trotz Wüstengegend statt Großstadtschluchten ist dies ein film noir. Es wird gehen um Spiegelungen, Seiten- bzw. Betrachtungswechsel, Widerspiegelungen in der Zeit (Mutter-Tochter-Verhältnis, dunkle Geheimnisse der Vergangenheit), und am Ende deutlich um eine der interessantesten Persönlichkeitsspaltungen im psychologischen film noir, wie er ab 1945 so sehr in Mode war.

In Chuckawalla (chuck-a-luck ist übrigens ein bekanntes amerikanisches Glücksspiel) brennt die Wüstensonne heiß, sind die Ranches schön und für manche unerreichbar - stattdessen gibt es ein paar Häuser und Menschen in der Innenstadt, die gleich wenig attraktiv wirken. Ein paar korrupte Spießer incl. der Polizei, ein paar bigotte Damen, und über alle hat "Fritzi" (Mary Astor) das Sagen. Diese tough lady hat einen Spielsalon und im Grunde alle Menschen des Ortes zu eigen. Nur bei der neunzehnjährigen Tochter Paula scheint das nicht so einfach zu sein. Die Newcomerin Lizabeth Scott gibt sie mit blond gewelltem Haar und wirklich sehr roten Lippen wie eine typische Ausgabe ihrer schwarzweißen Noir-Verwandten. Doch fatale ist diese femme nicht, eher zerrissen zwischen Aufmüpfigkeit, Anlehnungsbedürfnis, aber auch der Angst, genauso zu werden wie ihre Mutter. Der Hilfssheriff Tom, der sie von allem Bösen fernhalten will und von einer Ranch in der Nähe träumt, geht Paula in seinem eindimensionalen Beschützerinstinkt, wiewohl gutwillig, schon beinahe auf die Nerven (und uns auch, wenngleich Burt Lancaster immerhin in einer Rodeo-Szene seine artistischen Fähigkeiten bzw. körperliche Präsenz unter Beweis stellen kann). Attraktiver scheint der Spieler (und wir vermuten gleich: Ganove) Eddie (John Hodiak) zu sein. Dieser und sein ihm nie von der Seite weichender Begleiter Johnny (Wendell Corey) sind die interessantesten Figuren dieses Streifens. Sie kommen aus der Großstadt, die wir zwar nie sehen, aber mit noir-typischen Verlockungen und Abgründen in Verbindung bringen. Eddie und Johnny stehen für diese Verlockungen; die Abgründe kommen hier aber aus der Wüste, das heißt aus der Vergangenheit, die die beiden nicht loslässt. Sie kehren an den Ort ihres Ursprungs zurück und werden dem Strudel der vergangenen Ereignisse kaum entrinnen können, denn ausgerechnet auf einer Brücke (die metaphorisch gesprochen einen Ausweg böte) hat sich Dramatisches ereignet. Eddies schöne Frau war hier durch einen Unfall ums Leben gekommen; wir mutmaßen sofort, dass irgendjemand etwas nachgeholfen haben könnte...

Soweit die ziemlich interessante Konstellation dieses Filmes, der lange Zeit solide mit ein paar kleinen Schwächen und gegen Ende herausragend ist - das gibt vier Sterne insgesamt. Scott und Astor machen ihre Sache äußerst gut als zwei zerrissene Charaktere, die ob ihrer Ähnlichkeit erschrecken, stets das Gute wollen und stets das Böse zu schaffen befürchten. Wie beispielsweise Paula bei einer Konfrontation Fritzis mit Eddie mitansehen muss, wie Fritzi zittert, und wie Paula in Gesicht und Körperhaltung dann anscheinend erfolgreich triumphierend sagt: "Ich bin nicht so wie Du", aber minimale Irritationen in ihrem Spiel eben doch Zweifel aufkommen lassen (und zwar so, dass wir wissen, dass Paula das weiß) - das haben Astor und Scott meisterhaft ausgespielt. Lancasters Rolle hingegen ist wie gesagt etwas eindimensional und enervierend geraten. Auch die Inszenierung ist eine Weile nicht ganz aus einem Guß. So übertreibt sie es ein wenig mit den Oberflächenreizen: Es ist zwar immer wieder schön, einen Technicolorfilm aus den Vierzigern in gut restaurierter Bildqualität zu sehen, und kein Farbverfahren kann rote Lippen so intensiv wie Technicolor auf die Leinwand zaubern, aber ein bißchen bewusster und weniger verschwenderisch hätte die Farbgestaltung sein dürfen. Lizabeth Scott gelingen nicht nur ein paar der üblichen Verdächtigen bei den Kleiderfarben (das noch unschuldige Weiß, das sündige Rot etc.), sondern sie trägt so häufig wechselnde Primär- und Bonbonfarben in allen erdenklichen und gelegentlich schrägen Kombinationen, dass es irgendwann zufällig und vordergründig auf Schauwerte abzielend wirkt. Am originellsten ist noch, als sie völlig derangiert ist, ein quietschbunter Rock mit vertikalen Streifen in ich weiß nicht wie vielen knalligen Farben - Douglas Sirk und Vincente Minnelli hat's sicher gefallen. Aber unter dem Strich ist das genauso überflüssig überbordend wie die Musik von Miklos Rosza, der viel zu sehr forciert und viel zu oft auf große Geste setzt, statt nur zu unterstützen (was gelegentlich auch mal mit Stille am besten funktioniert).

Doch nun kommt's: Eddie und Johnny sind ungemein interessante Charaktere, die diesen Film gerade in der Schlussphase stärken. Sie werden zwar von Anfang an als zwielichtige Unsympathen gezeigt, die aus einer anderen Stadt, einer anderen Welt kommen (einer Scheinwelt? einem Reich des Todes? Schließlich hat es in Verbindung mit ihnen schon einmal einen Todesfall gegeben). Doch bei Eddie kommen ab und an Zweifel auf. Johnny hingegen scheint fast eine homoerotische Anspielung zu werden, wie es das in dem seltsamen film noir "Moontide" gab. Johnny war schon mit Eddie "zusammen", bevor Eddie erstmals verheiratet war, und er werde es auch sein, falls Eddie Paula heirate - und noch NACH dieser Ehe... Ohne die Krimi-Auflösung preiszugeben, sei verraten, dass sich für das Verhältnis von Johnny und Eddie eine interessante und am Ende sehr konsequent ausgespielte psychologische Deutung anbietet. Persönlichkeitsspaltung ist immer ein beliebtes Noir-Thema - wir können uns bereits fragen, ob nicht Paula die Wiederkehr von Fritzi ist, aber Eddie und Johnny sind definitiv eine Person. Es gibt keinen Anderen, "ich bin Eddie", sagt Johnny in einer markanten Szene kurz vor Schluss. Johnny ist die dunkle Seite von Eddie dem Zauderer, Johnny ist die Skrupellosigkeit, die Eddie bislang aus allen Schwierigkeiten mit dem Gesetz herausgehalten hat, aber um den Preis einer schicksalhaften Abhängigkeit. Johnny ist der Trieb, der Impuls, und zwar in einer konsequent bösen Variante. Eddies Kampf gegen Johnny ist ein leidenschaftliches Plädoyer für einen freien Willen und eine drastische Zurschaustellung der Gefahren, wenn man sich diesen nicht zu bewahren weiß. In der Analyse dieses schwierigen Verhältnisses von (eher schwachem) Willen und (eher starkem) Trieb ist der Film beeindruckend klug und stringent. Was bedeutet es eigentlich, wenn Eddie gegen seine dunkle Seite revoltiert? Kann er das überhaupt, und kann er ohne sie sein? Sehen Sie selbst!

Die DVD hat eine gute Qualität, den deutschen und englischen Ton, aber keine Untertitel, kaum Extras, aber ein lesenswertes Booklet.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwarze Herzen, Weites Land.... 3. Januar 2010
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Was wäre aus "Desert Fury" (Deutscher Kinotitel: Liebe gewinnt) wohl geworden, wenn Produzent und Hollywoodtycoon Hal B. Wallis nicht diesen Hays Code im Rücken gehabt hätte, der die Darstellung von Kriminalität und sexuellen Inhalten regelte und den Filmemachern nur vage Andeutungen oder ominöse Anspielungen blieben, um die Zuschauer mit versteckten Botschaften dennoch ein bisschen Ahnung zu vermitteln, was sich in den finsteren Herzen der Figuren wohl abspielt ? Vielleicht hätte "Desert Fury" dann tatsächlich das Potential eines grossen Klassikers gehabt, aber so bleibt dem 1947 entstandenen Technicolor-Noir lediglich der Status ein solider, aber dennoch weitestgehend unbekannter und ungewöhnlicher Genrebeitrag zu sein. Den Regiestuhl übernahm der professionelle Techniker Lewis Allen. Die Romanvorlage war das Debüt der Journalistentochter Ramona Stewart. Das deutlich entschärfte Drehbuch schrieben Albert Isaac Bezzerides (Rattennest) und Robert Rossen (Der Mann, der herrschen wollte). Im Roman selbst ist die ehemalige Femme Fatale der Story, die Casinobesitzerin Fritzi Haller auch Betreiberin eines kommerziell erfolgreichen Wüstenkaff-Bordells. Auch die ambivalenten homosexuelle Beziehung der beiden Männer Eddie und Johnny wird offen behandelt. Im Film selbst wird sie unter der brodelnden Oberfläche nur angedeutet.
Diese Tatsachen hätten den Film vielleicht wesentlich markanter und auch skandalträchtiger gemacht. Obgleich die Filmemacher von damals erfolgreich die Not zur Tugend machten und diese unterdrückten, niemals offengelegten Obsessionen oder Tatsachen - auch die Abhängigkeit zwischen Mutter und Tochter - im Lauf der Handlung zu einer entscheidenden Stärke des Films heranwächst.
Denn diese düsteren Geheimnisse, die die fünf Protagonisten steuert, sind optimal gemacht für dieses Wüstenkaff Chuckawalla in Nevada.
Die knallharte, alleinstehende Geschäftsfrau Fritzi Haller (Mary Astor) ist nicht nur Eigentümerin eines Spielcasinos, sondern hat grossen Einfluss in der Stadt durch ihre (Geschäfts)Beziehungen mit den wichtigsten Männern dieser Kleinstadt. Bei deren Frauen ist sie nicht sonderlich angesehen. Als ihre rebellische und labilie Tochter Paula (Lizabeth Scott) zum fünften Mal die Schule geschmissen hat und mit neuen vagen Zukunftsplänen zu ihrer starken Mom, die Sicherheit bietet, zurückkehrt, kommt zeitgleich der zwielichtige Spieler Eddie Bendix (John Hodiak) mit seinem zynischen Freund und Geschäftspartner Johnny Ryan (Wendell Corey) nach langer Abwesenheit wieder in die Stadt. An der Brücke,wo vor Jahren Eddies Frau tödlich verunglückte, treffen Paula und Eddie zum ersten aufeinander. Der Bulle im Örtchen Tom Hanson (Burt Lancaster) leitete damals die Ermittlungen und wurde den Verdacht nie los, dass die Frau ermordet wurde. Aber beweisen liess sich das nie.
Tom träumt den alten Zeiten als Rodeoreiter nach, eine Leidenschaft, die er seit einem Unfall nicht mehr ausüben kann. Er hat Augen für die wankelmütige Paula und bekommt ab sofort einen Konkurrenten mit Bendix, bei dem die Blondine auch gleich Gefühle auslöst. Hört sich nach schicksalhafter Dreierkombi an, wird aber auf Fünf erweitert, da der eifersüchtige Freund und die Mutter auch noch ein Wörtchen mitreden werden...
Im Booklet des Films erfährt der Filmfan, dass Hal B. Wallis mit diesem Neo-Noir Western vor allem neue Stars etablieren wollte. Bekannt war damals nur Mary Astor als grosser Name. Der Film hatte die Funktion drei neue Stars beim Publikum wirksam zu etablieren: Burt Lancaster, Lizabeth Scott und Wendell Corey.
Burt wurde tatsächlich zu dieser Zeit zum echten Star, aber ausschlaggebend war seine überraschende Verpflichtung für die Hauptrolle des Schweden in Siodmaks Welterfolg "The Killers".
Lizabeth Scott wurde nie Star, obwohl es vorrangiges Ziel der Paramount Studios war, sie als Konkurrenz zu Lauren Bacall aufzubauen, einer ihrer bekanntesten Filme ist auch gemeinsam mit Bogey in "Späte Sühne". Die spröde Schöne mit den Schlafzimmeraugen wurde gerne im Noir Film eingesetzt. Der Karriereknick kam in den 50er Jahren weil sie als unverheiratete, zurückgezogene und unnahbare Frau verdächtigt wurde, lesbisch zu sein.
Wendell Corey blieb bis zu seinem frühen Tod im Alter von 54 Jahren immer im Nebenrollenfach stecken.
"Desert Fury" hat in der Noir Edition von Koch Media so ein bisschen den Status eine Veröffentlichung zu sein, die speziell nur Noir Fans begeistern könnte. Der Film ist nicht besonders bekannt und wird auch in den wenigsten Nachschlagewerken des Genres lobend erwähnt.
Somit hatte ich keine überzogenen Erwartungen - ich würde aber positiv überrascht von diesem Film. Er ist ziemlich gut fotographiert, ein echter Tenchnicolor-Knaller und wartet mit fünf interessanten Filmfiguren auf, die langsam aber sicher ihre dunklen Seiten ahnen lassen.
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