Geht mal in den Plattenladen Eures Vertrauens und bestellt ein Pfund Gehacktes. Zu 90%iger Sicherheit wird Euch der gute Verkäufer/in eine Dying Fetus in die Hand drücken, wenn Ihr Glück habt sogar die neue. Das infernalische Trio aus Anapolis latscht bei ihrem siebten Output Descend into depravity" mal wieder mächtig aufs Gaspedal und lässt heruntergeklappte Kinnladen zurück.
John Gallagher und sein kongenialer Partner Sean Beasley ballern erneut 8 Hy-perspeed-Granaten ins Volk, die vor Technik und Spielfreude nur so strotzen. Den-noch würde mich mal interessieren, wo die Jungs nur immer die Drummer finden, die diesem Massaker gewachsen sind, denn nach dem Vorgänger War of attrition" strich Duane Timlin die Segel und wurde von Trey Williams ersetzt, der seinen Vorgängern jederzeit das Wasser reichen kann. Überrascht hat mich der Opener Your treachery will die with you", der mit flotten Tempiwechseln aufwartet und für Dying Fetus Ver-hältnisse äußerst abwechslungsreich geraten ist. Das Highlight gleich zu Beginn, klasse. Der Rest ist erneut Gebolze pur, wo hingegen At what expense" anfänglich fast wie eine Ballade anmutet, sich aber wie seine Kollegen ebenfalls schnell zu ei-nem Nackenkiller entwickelt. Neben der wieder einmal saufetten Produktion begeis-terte mich das Coverartwork, welches wie eine Zeichnung von Frank Miller aus Sin city" anmutet und perfekt zur Band passt.
Descend into depravity" ist wieder einmal der Beweis, dass Geschwindigkeit gepaart mit Technik keine Hexerei ist. Dieses Scheibchen wir Dying Fetus einen erneuten Schub geben und ist der perfekte Soundtrack zum Rasenmähen. Ehrlich, habe ich ausprobiert, ging diesmal ganz fix. Schade nur, dass ich die Jungs auf ihrer Tour mit Cannibal Corpse im Oktober nicht sehen kann, da ich im Urlaub verweile. Selbst hartnäckige Versuche bei den Plattenlabels der Band, die Tournee um 2 Wochen zu verschieben, stieß auf taube Ohren. So ein Schei...