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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Dem Körper - Geist Dualismus die Stirn bieten.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Descartes' Irrtum: Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn (Taschenbuch)
Antonio R. Damasio stört die Spaltung der Psyche von der Physis. Er führt den Leser zu Beginn des Buches behutsam zum Thema, so, als wüsste er von vornherein, dass er es mit Skeptikern zu tun hat. Er schildert eindrucksvolll den Fall des Bahnarbeiters Phineas Gage, der für ihn eine Art Brückenschlag zur Gegenwart ist. Eine makabere Verletzung des Gehirns führt bei Phineas zu einer speziellen Schädigung im ventromedialen Präfrontallappen und anliegenden Gebieten. Die Folge daraus ist eine Veränderung des Wesens dieses Menschen die sich im Laufe der Forschung als charakteristisch für eine Beeinträchtigung dieser Gehirnareale herrausstellt. Gage kann keine Entscheidungen mehr treffen ist aber völlig bei Verstand. Damasio entwirft den Begriff der Somatischen Marker, unbewußter und teils bewußter "Meldungen" des Körpers bei der Entscheidungsfindung. Diese Fehlen Gage und den Patienten von Damasio aufgrund von spezifischen Gehirnschädigungen. Der Mensch ist eine komplexe Funktion aus Körper und Geist. Damasio führt Desacartes "cogito ergo sum" ad absurdum, ja er parangert diese Aussage an als falsch und irreführend an.Das Buch ist an manchen Stellen schwirig zu lesen. Manche Aussagen von Damasio haben eine tiefgründigen philosophischen Charakter andere sind hochwissenschaftlich. Einige male stört das im Lesefluss, schmälert aber insgesamt den Wert dieses Buches nicht. Es öffnet die Türen zum Verständnis, wie wichtig unser Körper im Zusammenspiel mit dem Gehirn ist und wie wenig wir das schätzen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mäßig interessant,
Rezension bezieht sich auf: Descartes' Irrtum: Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn (Taschenbuch)
Damasio legt hier seine Theorie von der untrennbaren Verbundenheit von Gefühl & Denken, die ich bis zu einem gewissen Grad teile, in aller Ausführlichkeit dar. Trotz des hochspannenden Themas tue ich mich schwer damit, das Buch bis zum Ende durchzulesen. Die ersten 100 Seiten hat man in ebenso wenigen Minuten durch, schließlich beschreibt der Autor höchst plastisch einige interessante und zum Umdenken anregende medizinische Fälle. Doch dann lässt das Buch rapide nach: Abwechselnd reihen sich neurologische "Exkurse", kurze Fallbeispiele und verzweifelte Versuche, philosophisch zu sein, aneinander. Bei letzteren merkt man ganz deutlich, dass Damasio doch eher Empiriker als Theoretiker ist, zwar zitiert er z.B. Daniel Dennett und die Churchlands, aber wirklich verstanden, woran deren Theorien kranken, hat er wohl nicht.Der Stil wird an manchen Stellen sehr ausschweifend und der Autor wiederholt sich oft, während er an vielen Punkten, die interessant wären, abbricht und sich einem anderen Bereich zuwendet. Teilweise wirkt das Buch gegen Ende wie eine Ansammlung von Aphorismen, der jedoch der rote Faden fehlt. Nach 230 Seiten kann ich schon sagen: Halbwegs interessant, aber weder zum Einstieg in die Neurologie(da kaum erklärt) noch zum Einstieg in die Philosophie des Geistes(da nicht verstanden) geeignet. Eine Theorie des Bewusstseins, wie ich sie in einer Rezension erwähnt gesehen habe, war bisher ebenfalls völlig unauffindbar. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
52 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr spezifisch, aber packend und gut lesbar.,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Descartes' Irrtum. Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn. (Taschenbuch)
Damasio ist einer der führenden Forscher der Neurowissenschaften. Entsprechend spezifisch ist sein Buch. Aber keine Angst: beim Schreiben dieses Buches hat sich der Autor einen imaginären, wissbegierigen Freund vorgestellt, der noch wenig über Neurowissenschaften weiß und dem er nun Einsicht in dieses faszinierende, aber auch sehr komplexe Feld vermitteln möchte. Und das ist ihm auch sehr gut gelungen. Der Leser erfährt alles darüber, wie Gefühle und Empfindungen entstehen, und wie sie sich auf Denkprozesse auswirken. Und das alles nicht im Stil eines Lehrbuches, sondern eher mit spürbarer Begeisterung, in sehr lockerer Art und Weise, beinahe erzählerisch, aber doch immer auf dem augenblicklichen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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