Schon ihren ersten Roman "Im Eishaus" habe ich geradezu verschlungen und mit jedem neuen Roman, den Minette Walters veröffentlicht, geht es mir wieder so. Tolle Plots, ausgereifte Geschichten und Charaktere schaffen es immer wieder, dass ich begeistert ihre Titel lese. Auch "Des Teufels Werk" hat mich nicht losgelassen. Ein sadistischer Killer hat die Journalistin Connie Burns für 3 Tage im Irak in seiner Hand. Als sie wieder freigelassen wird, flüchtet sie nach England und versteckt sich in einem alten Gemäuer. Was genau der Sadist mit ihr angestellt hat, erfährt man erst nach und nach im weiteren Verlauf des Romans. Connie ist von Angst getrieben, sie schläft keine Nacht mehr durch, isst kaum noch was und rechnet damit, dass der Sadist ihre Spur verfolgt und sie auch in England belästigt. Einzig ihrer neuen, robusten Nachbarin Jess vertraut sie sich an und gemeinsam überlegen sie was zu tun ist, falls der Killer auftauchen sollte und wie sie ihre Angst überwinden kann. Neben Connie hat Minette Walters vor allem mit Jess einen tollen Charakter gezeichnet und auch die weiteren Figuren im Roman sind interessant, auch das Haus in dem der grösste Teil des Romans spielt, Barton House, ist toll beschrieben. Und was ich an vielen ihrer Bücher so liebe, ist die Tatsache, dass man auch bei diesem Buch am Schluss nicht wirklich sicher ist ob nicht doch einiges im Dunklen blieb. Das macht den Roman umso interessanter, da man darüber grübelt wie es gewesen sein könnte. Klasse!