Meriet Aspley, zweitgeborener Sohn des Grundbesitzers Leoric Aspley, will ins Kloster eintreten. Sein Vater liefert ihn dort ab, und daß zwischen den beiden etwas nicht stimmt, ist jedem sorgfältigen Beobachter klar. Schnell stellt sich außerdem heraus, daß Meriets Beteuerungen, er wolle auf jeden Fall Mönch werden, und das so schnell wie möglich und aus freiem Willen, ganz und gar nicht seinem Charakter entspricht. Außerdem wird der neue Novize von Alpträumen geplagt, die das Leben der Klostergemeinschaft erschüttern, und als ob das alles noch nicht genug wäre, wird der Gesandte des Bischofs Henry vermisst, den dieser in diplomatischer Mission zu zwei Warlords geschickt hatte und der irgendwo in der Gegend um Shrewsbury zuletzt gesehen worden war. Meriet, so viel ist sicher, weiß von der Sache viel mehr als er zugibt...
"Des Teufels Novize" ist schon der achte Band der Serie, und er ist einer von den sehr guten (nicht, daß es schlechte gäbe, aber es gibt Nuancen). Psychologische Feinfühligkeit und ein gekonntes Spiel mit den Schwächen menschlicher Wahrnehmung sind in diesem Band fein verwoben.
Als wohltuend empfinde ich in allen Bänden Ellis' Peters Menschenliebe. Obwohl sie nahezu ausschließlich über Gewalt und Mordfälle schreibt, ist ihr grundsätzlicher Glaube an das Gute im Menschen unverbrüchlich (ich will damit nicht sagen, daß ich diese Haltung vollends teile, aber es ist eine sehr entspannte und entspannende Haltung!). Das schließt viele (aber beileibe nicht alle!) ihrer Täter ein, die selten kalte Bestien sind, aber sehr oft (und in diesem Band besonders) Konflikttäter, die einen anderen Ausweg nicht sehen.