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Des Kaisers kleine Leute - Deutschland vor dem ersten Weltkrieg
 
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Des Kaisers kleine Leute - Deutschland vor dem ersten Weltkrieg

Jost von Morr    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Regisseur(e): Jost von Morr
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: GVK
  • Erscheinungstermin: 22. Juni 2004
  • Spieldauer: 45 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00025LQTC
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 38.451 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Des Kaisers kleine Leute - Deutschland vor dem ersten Weltkrieg"

- Wie lebten unsere Grosseltern?
Die Wilhelminische Epoche war geprägt durch Umbrüche in allen Lebensbereichen. Die Großstädte wuchseln, neue technische Entwicklungen und Industrialisierung veränderten das Leben von Arbeitern und Bürgern nachhaltig. Einerseits neue Freiheiten und Möglichkeiten, andererseits Verelendung und katastrophaler Zustände prägten den Alltag der Kaiserzeit.
Filmaufnahmen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen der Ära Wilhelm II. veranschaulichen das Leben der Menschen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind Aufnahmen vom Alltag, der Arbeitswelt, der Industrie, des Sozialwesens, der Emanzipation sowie des Verkehrs, des Sports, der Unterhaltung, der Politik und des Militärs und der Aufrüstung.

- Bonusfilm: Seine Majestät Wilhelm II. - Der Mann in seiner Epoche
Das Leben Kaiser Wilhelm II. prägte und verkörperte das feudal militärische Preußen gleichermaßen. Wilhelms Technikbegeisterung machten das Deutsche Reich zu einem fortschrittlichen Industriestaat.
Die Dokumentation verfolgt sein Leben von der Geburt, über die Höhepunkte seiner kaiserlichen Karriere bis zu seinem Lebensende im holländischen Exil.

Produktbeschreibungen

Die Wilhelminische Epoche war geprägt durch Umbrüche in allen Lebensbereichen. Die Großstädte wuchsen, neue technische Entwicklungen und Industrialisierung veränderten das Leben von Arbeitern und Bürgern nachhaltig. Einerseits neue Freiheiten und Möglichkeiten, andererseits Verelendung und katastrophale Zustände prägten den Alltag der Kaiserzeit. Filmaufnahmen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen der Ära Wilhelm II. veranschaulichen das Leben der Menschen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind Aufnahmen vom Alltag - Arbeitswelt - Industrie - Sozialwesen - der Emanzipation - Verkehr - Sport -Unterhaltung - Politik - Militär und Aufrüstung.

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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sunblade
Mittlerweile besitze ich zwar schon einige Filme über das deutsche Kaiserreich, aber der Titel "Des Kaisers kleine Leute" und auch der Untertitel "Wie lebten unsere Großeltern?" machten mich neugierig. Insgesamt ist die DVD eine recht solide Dokumentation über das tägliche Leben der Arbeiter und Kleinbürger im Kaiserreich.

Eines vorweg: Die vorliegende Dokumentation ist schon mindestens 18 Jahre alt, was man zum einen an der Art der Präsentation merkt. Zum anderen verrät sie sich selbst durch einen Vergleich mit der (noch bestehenden) DDR. Leider findet sich aber weder auf der DVD, noch auf der Hülle ein entsprechender Hinweis, der dort unbedingt angebracht hätte sein müssen! Außerdem passt der Untertitel nicht mehr zur heutigen Jugend, deren Großeltern während der Zeit des Nationalsozialismus, allenfalls in den zwanziger Jahren lebten. Der Film erinnert mich außerdem an einen Schulfilm, worin aber auch seine Stärke liegt. Denn die Texte des Sprechers sind recht informativ und gehen etwas tiefer, d.h. sie stellen auch kompliziertere Sachverhalte dar. Nur versteht man den Sprecher an sich nicht immer optimal, was auch an den eingespielten Hintergrundtönen zu den Stummfilmaufnahmen liegt (Die ersten Tonfilmaufnahmen gab es erst Ende der 20er Jahre). Es sind ausschließlich historische Aufnahmen zu sehen.

Der Film erzählt von den Arbeitern und ihren Arbeitsbedingungen, von der sozialen Stellung der Frau, von den damaligen Wohnverhältnissen. Aber auch das Leben der Kinder, ihre Erziehung und ihre oft auch harte Arbeit in den Fabriken, trotz Einschränkung der Kinderarbeit, wird näher beleuchtet. Dabei wäre es auch schön gewesen, den ursprünglichen Grund für jene Einschränkung zu erfahren (sofern er damals, in den 80ern, schon bekannt war): Ein Jugendlicher, der schon früh hart gearbeitet hat, ist zum Militärdienst meist nicht mehr geeignet, was wiederum wunderbar die damalige Mentalität zeigt.
Weitere Themen sind der sich ausbreitende Sport, der zunehmende Verkehr, sowie das angesehene Militär. Im Bereich der Politik heißt es der Arbeiter an sich sei "politisch entmündigt". Ich kann diese These nicht ganz teilen. Zwar wird die Möglichkeit zur Wahl auf Bundesebene genannt und auch der Aufstieg der SPD wird erwähnt, deren Einfluss aber letztlich heruntergespielt wird. Hinsichtlich der Länder heißt es, dass in DEN Einzelstaaten das Wahlrecht nach Einkommen (z.B. Dreiklassenwahlrecht) gegolten hätte. Das trifft sicherlich für die große Mehrheit der Länder auch zu, allerdings gibt es einige wenige Ausnahmen. Ein Beispiel stellt der damalige liberale Musterstaat Baden dar, in dem alle männlichen Badener ab 25 zur Wahl berechtigt waren, unabhängig von Besitz und Einkommen (!). Mit dem Kriegsbeginn 1914 endet der Film schließlich. Um das Leben der unteren Schichten des Kaiserreiches zu portraitieren, hätte man allerdings noch unbedingt auf Heinrich Zille eingehen müssen, dessen Name nur einmal kurz Beachtung findet.

Der fast 30minütige Bonusfilm dokumentiert das Leben des zweiten deutschen Kaisers Wilhelm II. Dessen schwere Kindheit und Jugend wird zunächst angesprochen. Seine Idee eines "sozialen Kaisertums", seine Abneigung gegenüber der SPD, seine Technikbegeisterung, sowie die Liebe zu "seiner" Flotte und die vielen unternommenen Reisen bieten einen guten Einblick in Wilhelms Leben. Weitere Stationen des Films sind Wilhelms Rolle im ersten Weltkrieg, seine Flucht und die Exilszeit. Die Rolle, die er in der Außenpolitik gespielt hat, belegen u.a. die Daily-Telegraph-Affäre und seine positive Intervention beim Bau der Bagdadbahn. Hier hätte man aber noch unbedingt seine berühmt-berüchtigte "Hunnenrede" und die "Krüger-Depesche" nennen müssen. Auch findet sich ein Fehler: Über die Beilegung der ersten Marokkokrise (1905/06) wird behauptet, dass Deutschland eine kleine Kolonie in Zentralafrika erhält und über Marokko fortan die Trikolore weht. Das waren allerdings erst die Ergebnisse der zweiten Marokkokrise von 1911, die mit ihrem "Panthersprung" leider völlig unerwähnt bleibt.
Desweiteren heißt es, Wilhelm II. habe zu den Juden ein gutes Verhältnis gehabt. Das stimmt nur zum Teil. Er hatte zwar einige jüdische Freunde, so z.B. den späteren Weimarer Außenminister Walter Rathenau. Dennoch kamen auch antisemitisch klingende Töne von ihm, Ausdruck der Gesellschaft jener Zeit, die er repräsentierte, und die mitunter latent antisemitisch eingestellt war. Die Forschung ist in dieser Frage gespalten, ein "echter" Antisemit war er jedenfalls sicher nicht.
Im Übrigen enthält der Bonusfilm natürlich das bekannteste O-Ton Dokument vom Kriegsbeginn 1914, in dem er sich mit einer "Welt von Feinden" konfrontiert sieht (im Gegensatz zu der Aussage eines Vorrezensenten!). Es gäbe hier noch mindestens eine weitere Aufnahme (von 1904), die man hier verwenden hätte können, was aber nicht unbedingt notwendig ist. Was aber leider viel zu kurz kommt, ist sein Sturz 1918, den man schon etwas ausführlicher darlegen hätte müssen.

Fazit: Wer sich für das Leben Kaiser Wilhelms und seiner "Untertanen", der kleinen Leute im deutschen Kaiserreich interessiert, kann hier zugreifen. Nur schade, dass die zwei Dokus nicht ganz fehlerfrei sind!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Demal
Ohne Zweifel, dieser Dokumentationsfilm ist sehenswert, da er interessante Einblicke und Inforamtionen über das (späte) Kaiserreich liefert und mittels des Filmmaterials anschaulich macht. Dabei liegt der Fokus eindeutig - dem Titel entsprechend - auf den "kleinen Leuten". Für meinen Geschmack wäre es aber noch interessanter, wenn die Dokumentation auch Bild- und Tondokumente zu historischen Persönlichkeiten und Ereignissen aus dieser Zeit enthalten würde.
Ist dieses Manko hinsichtlich des Hauptfilm als Teil des Konzepts des Films zu sehen, so ist es aber hinsichtlich der als Bonusfilm mit enthaltenen Dokumentation über Wilhelm II. als handfester handwerklicher Mangel zu bezeichnen: eine Dokumentation über den Kaiser ohne ein einziges O-Ton-Dokument der Titelfigur - nein, da fehlt wirklich etwas!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von xelchts
Der Film ist gut dazu geeignet, den Alltag in der Kaiserzeit etwas näher zu beleuchten.

Die Originalszenen folgen teilweise zwar schnell aufeinander, trotzdem denke ich, dass er gut gelungen ist.
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