Ich hatte Umberto Eco bisher ausschließlich als Romanautor von "Der Name der Rose" und dem "Foucaultschen Pendel" kennen und schätzen gelernt. Doch auch als Kommentator und Satiriker ist Eco unsagbar gut.
Ob er nun über Derrick, seinen ersten Teddybär, den Kosovo-Krieg, Bossi, MS-DOS oder den Tod schreibt, er trifft zumeist den Nagel auf den Kopf. Seine Artikel sind teils witzig, teils ironisch, zuweilen belehrend und hilfreich, niemals aber uninteressant.
Der einzige Nachteil ist, dass die meisten Artikel zu Beginn der 90er Jahre verfasst wurden und somit leider nicht mehr ganz zeitgemäß sind. Doch vielleicht ist ja auch das Zurückerinnern an Fragen, die uns vor 10 Jahren beschäftigt haben eine sinnvolle Betätigung. Wenn man sich mit Umberto Eco zurück erinnert, ist es zumindest eines garantiert: Es wird unterhaltsam.