Diese 7. Derrick-Box bietet wie zu erwarten wieder durchgehend gute Episoden, was vor allem an den hervorragenden Gast-Darstellern liegt (Heinz Bennent, Karl Lieffen, Wolfgang Reichmann, Peter Pasetti, Claus Biederstaedt, Klaus Behrendt, Wolf Roth, Horst Frank, Horst Buchholz, Paul Dahlke, Ernst Fritz Fürbringer, Hans Caninenberg, Martin Benrath u.a.). Auch die erstklassigen Drehbücher von Herbert Reinecker sind im Vergleich mit anderen Krimi-Serien wie z.B. 'Der Alte' nicht zu schlagen.
Aber: Im Gegensatz zu den bisherigen - vor allem den ersten beiden - Boxen entdecke ich nur wenige echte Höhepunkte. Die Serie ist hier (1982/83) an einem Punkt angelangt, wo das Konzept feststeht und Experimente wie zu Anfang - bei der auch mal eine Folge mißlang, macht nichts! - kaum noch stattfinden. Eine gewisse Gleichförmigkeit der Folgen macht sich deutlich bemerkbar.
Anders gesagt: Eine Folge ist zwar so gut wie die andere, was aber wesentlich seltener geworden ist, sind die herausragenden Höhepunkte früherer Boxen. Nur die 'Dostojewski-Folgen' 104 und 105 kann ich hier als klar überdurchschnittlich hervorheben.
Daß dies die bisher beste Box sein woll, wie andere Rezensenten schreiben, möchte ich deshalb nicht bestätigen, eher das Gegenteil. Die Frische der frühen Folgen ist zumeist verblasst, und auch die Drehbücher wiederholen sich oft in ganz ähnlicher Weise.
Dennoch ein lohnenswerter Kauf für alle, denen schauspielerische Glanzleistungen etwas bedeuten.