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Der zweite Engel Taschenbuch – 1. Juni 2001

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 135 S. (1. Juni 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499230003
  • ISBN-13: 978-3499230004
  • Originaltitel: The Second Angel
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2,7 x 18,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 268.790 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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2069, die Welt wird heimgesucht von einem Virus. Einzige Rettung: ein komplette Bluttransfusion. Aber gesundes Blut ist knapp und teuer, nur wer 1,5 Millionen Dollar pro Liter locker machen kann, hat eine Chance zu überleben. Was so wertvoll ist, muss gut geschützt werden. Die Blutbanken verfügen über komplizierte Sicherheitssysteme, einzig getoppt durch das raffinierteste Sicherheitssystem der wichtigsten Blutbank auf dem Mond -- entwickelt von einem Mann, der zum größten Risiko wird, als seine Tochter an einer Entwicklungsstörung erkrankt, die nur durch wiederholte Transfusionen in den Griff zu bekommen ist.

Philip Kerr-Fans aufgepasst: Nach weniger gelungenen Versuchen wie Der Plan liefert Kerr mit Der zweite Engel spannende Unterhaltung für schlaflose Nächte. Ein Mix aus Quantenphysik, Computertechnologie, Medizin und Philosophie fordert den Leser dieses SF-Thrillers heraus. Wer einfach nur Spannung und Nervenkitzel sucht, liest den Roman und bekommt, was er will -- der "fortgeschrittene" SF-Leser jedoch wird es sich kaum nehmen lassen, ganz in die Vision des Autors einzutauchen und die teils recht langen Fußnoten zu verschlingen. Hier zeigt sich, dass Philip Kerr eine ausserordentliche Vorstellungskraft besitzt -- schlüssig und glaubwürdig beschreibt er die Entwicklung der Menschheit und sämtlicher Technologien bis in das Jahr 2069. Kerr ist ein Verschwender seiner Fantasie, hoffentlich reicht sie noch aus für das eine oder andere Schmankerl wie Game over, Das Wittgenstein-Programm oder eben dieser Zweite Engel. --Anna Rupaski -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Kerrs neuer Roman ist ein wahres Vergnügen für anspruchsvolle Leser (New York Times)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Alexander Ourth am 24. Oktober 2005
Format: Taschenbuch
Schon auf den ersten Seiten des Buches macht Kerr klar: die Apokalypse ist bereits geschehen. Anders als in den geläufigen Dystopien und Endzeit-Geschichten, gab es nicht ein auslösendes Ereignis, sondern schlichtweg eine Reihe von Katastrophen: Kriege, Umwelt- und Naturkatastrophen. Letztendlich wurde die Gesellschaft in zwei Klassen unterteilt: Der Abschaum und breite Masse der P2-Infizierten und die stinkreichen Nicht-Infinizierten.
P2 ist ein Virus, das nur durch eine komplette Bluttransfusion geheilt werden kann. In dieser Welt ist Blut gleichbedeutend mit Kapital und Macht, was dem Begriff "Blutbank" neue Dimensionen beschert.
Das aber ist lediglich das Setting von Kerrs Geschichte, von der an dieser Stelle nicht viel verraten werden soll, denn ich fand sie außerordentlich spannend.
Nahezu jede Seite des Buches bietet gut recherchiertes Wissen - zumindest wirkt es so auf mich -, das ich des öfteren nicht nachvollziehen konnte. Dennoch hatte ich damit überhaupt keine Probleme, denn jede kompliziertere Aussage in dem Buch, wird infolge verständlich erklärt, oder mit einer erläuternden Fußnote versehen. Mich riss das nicht aus dem Lesefluss, im Gegenteil, für mich entwickelte diese Sprache einen starken Sog.
Ideenlosigkeit kann man Kerr beileibe nicht vorwerfen. Das Buch ist gefüllt mit ausgezeichneten unerwarteten Ereignissen, und vielen kleinen Details - vorallem wissenschaftliche - die ungewöhnlich und spannend sind.
Gegen Schluss hin wird Kerr metaphysischer und philosophischer. Auch wenn ich da seine Ansichten nicht teilen kann, halte ich die Auflösung der Geschichte fast für einen Geniestreich. Ich kann dieses Buch besten Gewissens weiterempfehlen, vor allem für Leute die das Genre mögen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von bücherwurm am 19. September 2004
Format: Taschenbuch
Ich habe "Der zweite Engel" gern gelesen, wenn auch die Details nicht immer ganz einfach zu verstehen sind. Die Sperrigkeit des Buchs liegt einerseits am Übermaß an Fußnoten, die den Lesefluss doch erheblich hemmen, andererseits aber auch an der Vielzahl technischer, medizinischer und philosophischer Ausführungen. Wer sich davon aber nicht schrecken lässt, den erwartet ein spannender Sci-Fi-Thriller, der eine beklemmend realistische Zukunftsvision erschafft.
Ende des 21. Jahrhunderts ist gesundes Blut die wertvollste Ressource, denn fast die gesamte Weltbevölkerung ist von einem heimtückischen Virus befallen. Dana Dallas gehört zu einer kleinen Schicht Priviligierter. Er ist reich, gesund und genialer Chefkonstrukteur der weltgrößten Firma für Sicherheitstechnik. Er entwirft ausgeklügelte Sicherheitssysteme unter anderem für die mächtigen Blutbanken. Wegen der rätselhaften Krankheit seiner kleinen Tochter wird er selbst zum Sicherheitsrisiko. Sein Familie wird ermordet, er selbst kann untertauchen. Nun hat er nichts mehr zu verlieren und will aus Rache die größte Blutbank auf dem Mond ausrauben. Ein riskantes Unternehmen, das jedoch die Zukunft der Menschheit von Grund auf verändert.
Die Charaktere des Romans sind sehr einfach gestrickt und die Handlung selbst ist sicher nicht allzu originell - selbst wenn Philip Kerr dem Thema immer wieder überraschende Wendungen abgewinnen kann. Unglaublich spannend ist es vielmehr, sich in diese durchaus realistisch anmutende, futuristische Welt entführen zu lassen. Wer dann noch ein Faible für Quantenphysik und Relativitätstheorie hat, dem ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 2. April 2000
Format: Gebundene Ausgabe
Nach dem ziemlich schwachen und langweiligen "Der Plan" war ich skeptisch, zumal auch "Esau" nicht das Niveau vom "Wittgensteinprogramm" bzw. "Game over" erreicht hatte. Aber: Philip Kerr kann es noch. Er variierte zwar bei genauem Hinsehen sein Thema aus "Game over", das stört den Leser allerdings kaum. Geschickt verbindet er eine klassische Rache-Story (mit zugegebermaßen recht einfach gestrickten Charakteren) mit technischem Hintergrund und erklärt nebenbei Probleme der Quantenphysik oder Medizinisches zum Blutkreislauf. Dabei beweist er eine ziemlich beachtliche Erfindungsgabe, was Entwicklungen auf technischen Gebieten bis zum Jahr 2069 angeht. Auch für Menschen, die eigentlich keine Science-Fiction-Fans sind (wie ich), zu empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von L. Noack am 2. April 2002
Format: Taschenbuch
Ich habe bereits mehrere Bücher von Phillip Kerr gelesen, jedes einzelne hat mich auf seine Art überzeugt. Bei "Der zweite Engel" hat mir besonders die Wiederauffrischung von wissenschaftlichen Eckdaten durch die Fußnoten gefallen, dadurch wird die Geschichte glaubwürdiger und plastischer. Anfangs mag dies manchen stören, doch Der Autor begründet diese Art der Aufklärung am Ende des Buches plausibel.
Die Geschichte ist durchweg spannend und trotz des Erzählens in der Zukunft erscheint sie weitgehend realistisch. Auch gut gelungen ist der Schluß, denn er ist, wie bei allen Phillip Kerr Büchern, unerwartet.
Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch, jedoch vielleicht für manchen durch zu viel technisches Wissen geschmackssache.
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