Was Arto Paasilinna betrifft bin ich absoluter Erstleser. Angelockt von dem provokanten Titel habe ich mir eine ulkige und spaßige Geschichte versprochen. Statt dessen liefert der Autor eine wirklich (finnisch) trockene Geschichte, deren humoristische Stärke in den Feinheiten liegt.
Der Schreibstil kam mir zeitweilig etwas zu trocken vor, konnte sich dann aber immer wieder derart steigern, dass ein Weiterlesen problemlos möglich war. Auch wenn das Ende der Geschichte in etwa vorhersehbar war, macht es zum Schluß hin Spaß zu erfahren, wie das Ende gestrickt ist.
Ein wenig nervig empfand ich die starke Nutzung von Klischees. Wenn die Busreise der Massenselbstmörder in Deutschland auf eine Gruppe von glatzköpfigen, bayerischen Hooligans trifft, ist das eine übertrieben klischeehafte Besetzung des "Deutschen". Aber andere Nationen kommen auch nicht besser davon.
Ich gebe diesem Buch bewußt 3 Sterne, weil es für ein nettes literarisches Intermezzo gut genug war. Es hat mich aber nicht vom Hocker gehauen, weshalb eine bessere Wertung übertrieben gewesen wäre.