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Der wiedergefundene Freund
 
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Der wiedergefundene Freund [Hörbuch-Download]

von Fred Uhlman (Autor), Hans Korte (Erzähler)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 2 Stunden und 11 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Diogenes Verlag AG
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 26. März 2010
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B003E6TM0Q
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

Die Geschichte spielt in Deutschland. Wir schreiben das Jahr 1933... Zwei 16-jährige Jungen besuchen die gleiche exklusive Schule. Der eine, Hans Schwarz, ist der Sohn eines Arztes, der andere, Konradin von Hohenfels, entstammt einer reichen Adelsfamilie. Zwischen den beiden entspinnt sich eine innige Freundschaft, die auf einem tiefen, magischen Einverständnis beruht. Bis ein Jahr später die Beziehung zerbricht.
(c)+(p) 2009 Diogenes

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Von Franz Kafka stammt der Satz: "Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns", an den ich während der Lektüre dieses sehr eindringlichen Buches von Fred Uhlman fortwährend denken musste.

Es ist ein Text von ungeheurer Sprengkraft, ähnlich wie "Adressat unbekannt" von Kressman Taylor. Auch hier geht es um das Zerbrechen einer Freundschaft zwischen zwei Gymnasiasten im "Dritten Reich", die sich sechzehnjährig kennen lernen und deren blindes Verstehen eigentlich eine Angelegenheit für die Ewigkeit ist.

Der Sohn eines jüdischen Arztes, beliebt, aber doch ohne feste Bezugspersonen in seiner Klasse, fühlt sich von einem später hinzu gekommenen Schüler magisch angezogen. Konradin von Hohenfels, ein sehr gebildeter, freundlicher und kameradschaftlicher Junge, kann sich die Freunde aussuchen. Er wird umschwärmt und der Ich-Erzähler kann kaum fassen, dass er sich gerade ihn zum Freund nimmt. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander, wandern und lesen die gleichen Bücher. Als Hitler die Macht ergreift, denkt Konradins Freund lange Zeit, dass sich für ihn nichts ändern wird. Sein Vater, aufrechter Patriot, angesehener Mediziner und Kämpfer im ersten Weltkrieg, bestärkt ihn darin, die neuen politischen Verhältnisse als eine Übergangserscheinung zu sehen. Doch allmählich wird es immer schwieriger, die Repressalien in der Schule nehmen zu.

Konradin ist begeisterter Anhänger des Nationalsozialismus, seine Familie begrüßt die neuen Verhältnisse. Lange Zeit gelingt es den beiden Jugendlichen, die politischen Verhältnisse nicht zum Gegenstand ihrer Beziehung werden zu lassen.

Doch wie ein Gift schleicht sich das Misstrauen in den Freundschaftsbund.

Der Erzähler verlässt Deutschland rechtzeitig und blickt nach vielen Jahren auf seine Schulzeit zurück.

Er wirkt distanziert, abgeklärt und doch bedauernd.

Da erreicht ihn ein Brief seiner alten Schule mit einer Einladung zu einem Klassentreffen. Er kann nicht widerstehen und schaut in die Teilnehmerliste. Was er dann erfährt, lässt ihm - und dem Leser - den Atem stocken...

Fred Uhlmans Erzählung ist erstmals bereits in den Achtziger Jahren erschienen und erlebte seither viele Neuauflagen. Es ist immer wieder spektuliert worden, ob mit Konradin von Hohenfels Stauffenberg gemeint gewesen ist.

Es ist eine seltene Leseperle, die man nicht mehr vergessen kann.

Ein Buch, dass sich auch für sehr junge Leser eignet. Denn es vermittelt seine Botschaft gegen das Vergessen tatsächlich wie die sprichwörtliche Axt!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr lesenswert 14. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Hier wird eine tragische Zeit sehr einfühlsam geschildert, was nichts Neues ist in der Literatur, aber selten in so kompakter Form geschieht. Mittelpunkt dieser Geschichte sind zwei ungleiche Freunde, bei denen, wie so oft im Leben, der Eine - wegen der Hingabe zu dem Freund - die treibende Kraft der Freundschaft ist. Als die Freundschaft zunehmend fester wird und keineswegs mehr einseitig ist, nimmt die Handlung von außen her einen dramatischen Verlauf. Der plötzliche Umschwung in den Verhaltensweisen der Menschen gegenüber einer Minderheit (zu der auch sein Freund gehört), sowie von der Haltung seiner eigenen Familie, wird der Eine bald unsicher in seinen freundschaftlichen Gefühlen. Vom überzähligen Umfeld gedrängt, sondert auch er sich zunehmend von dem Freund ab, was das Leben dieses Ausgestoßenen, sowie seiner Leidensgenossen, im Alltag erschwert, ja bald lebensgefährlich werden lässt, und er somit gezwungen ist, das Heimatland zu verlassen.
Die Geschichte zeigt die traurigen und typischen Auswirkungen der Mitläuferschaft.
Insgesamt ist es ein sehr wertvolles Buch, das zum Nachdenken anregt.
Neben der liebevollen und bildhaften Beschreibung der Charaktere der beiden Freunde, die an Thomas Manns „Tonio Kröger" erinnern, ist es die wunderschöne melancholische Landschaftsbeschreibung, die den Autor auszeichnet. Inzwischen habe ich das Buch mehrmals weiterempfohlen, nachdem es mir ebenfalls von einem Freund empfohlen wurde, dem ich sehr dankbar bin.

Petra, Köthen

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ergreifende Novelle 6. Januar 2006
Von Frodo
Format:Taschenbuch
Hans Schwarz, der Sohn eines jüdischen Arztes, findet nach langer Zeit endlich einen Freund: Konradin von Hohenfels, der einer reichen Adelsfamilie entstammt, darum aber keinen Hehl macht. Die beiden werden die dicksten Freunde, bis sie vor die Auswirkungen der Machtergreifung Hitlers gestellt werden: Konradins Familie, vor allem seine Mutter, hasst Juden. Hans Schwarz begreift nicht, was der Hass auf die Juden soll, er versteht nicht, warum sein Vater auf einmal keine Patienten mehr hat. Die Freundschaft zwischen den beiden zerbricht – Hans flieht zu Verwandten nach Amerika, Konradin wird bald in den Krieg ziehen. Jahre danach holt Hans die Vergangenheit aber wieder ein....

Mag eine Jugendfreundschaft im schwäbischen Stuttgart und ihre Wandlung im Krieg vor dem Ausmaß des Zweiten Weltkriegs klein und unbedeutend erscheinen, so ist diese Novelle von Fred Uhlman ergreifend und zeigt einmal mehr die Schrecken und absurden Folgen des Krieges auf. Hier werden die Dinge und Geheimnisse einer Freundschaft erforscht und erzählt, die Trennung, Enttäuschung und sogar den Tod überdauern. Sehr zu empfehlen, eignet sich auch als Klassenlektüre.

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Eine starke, wertvolle Erzählung als Hörerlebnis mit Hans...
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Wunderschön gelungen
Ein kleines Meisterwerk wie es schon in dem Vorwort heißt.
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Am 14. Juni 2004 veröffentlicht
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