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Der wiedergefundene Freund
 
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Der wiedergefundene Freund [Taschenbuch]

Fred Uhlman
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Diogenes (Dezember 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257231016
  • ISBN-13: 978-3257231014
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 26.224 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Fred Uhlman
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die kurze Erzählung von Fred Uhlmann wurde bereits 1985 in Deutschland veröffentlicht. Jetzt hat Diogenes das Kleinod neu aufgelegt.

In Stuttgart treffen 1932 zwei 16-jährige Jungen im Gymnasium aufeinander: Der eine ist der Sohn eines jüdischen Arztes, der andere ist Konradin, Graf von Hohenfels. Die beiden freunden sich miteinander an, doch ihre anregenden Gespräche über Hölderlin und ihre Vertiefung in ihre archäologischen Sammlungen werden zunehmend vom Lauf der Geschichte gestört. Auf Dauer können sie die Politik nicht ignorieren und ihre Freundschaft wird zerstört. Viele Jahre später, Fred ist ein erfolgreicher Anwalt in Amerika, seine Eltern sind tot, hält er eine Liste in der Hand, mit den Namen seiner ehemaligen Klassenkameraden, die im Krieg gefallen sind. Es dauert lange, bis er unter H wie Hohenfels nachschaut. --Manuela Haselberger

Pressestimmen

"1971 erschien in London eine kleine Erzählung mit dem Titel Reunion und wurde ein sensationeller Erfolg. Arthur Koestler bekam sie in die Hände, wertete sie als kleines Meisterwerk und schrieb später ein Vorwort dazu. Der Autor hieß Fred Uhlman und war ein deutsch-jüdischer Emigrant, der seit 1936 in Deutschland lebte." (Tages-Anzeiger)

"Ein wichtiges und unvergeßliches Buch." (Westdeutscher Rundfunk)

"Ein Kleinod ... eine meisterhafte Erzählung." (The Sunday Express)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Von Franz Kafka stammt der Satz: "Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns", an den ich während der Lektüre dieses sehr eindringlichen Buches von Fred Uhlman fortwährend denken musste.

Es ist ein Text von ungeheurer Sprengkraft, ähnlich wie "Adressat unbekannt" von Kressman Taylor. Auch hier geht es um das Zerbrechen einer Freundschaft zwischen zwei Gymnasiasten im "Dritten Reich", die sich sechzehnjährig kennen lernen und deren blindes Verstehen eigentlich eine Angelegenheit für die Ewigkeit ist.

Der Sohn eines jüdischen Arztes, beliebt, aber doch ohne feste Bezugspersonen in seiner Klasse, fühlt sich von einem später hinzu gekommenen Schüler magisch angezogen. Konradin von Hohenfels, ein sehr gebildeter, freundlicher und kameradschaftlicher Junge, kann sich die Freunde aussuchen. Er wird umschwärmt und der Ich-Erzähler kann kaum fassen, dass er sich gerade ihn zum Freund nimmt. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander, wandern und lesen die gleichen Bücher. Als Hitler die Macht ergreift, denkt Konradins Freund lange Zeit, dass sich für ihn nichts ändern wird. Sein Vater, aufrechter Patriot, angesehener Mediziner und Kämpfer im ersten Weltkrieg, bestärkt ihn darin, die neuen politischen Verhältnisse als eine Übergangserscheinung zu sehen. Doch allmählich wird es immer schwieriger, die Repressalien in der Schule nehmen zu.

Konradin ist begeisterter Anhänger des Nationalsozialismus, seine Familie begrüßt die neuen Verhältnisse. Lange Zeit gelingt es den beiden Jugendlichen, die politischen Verhältnisse nicht zum Gegenstand ihrer Beziehung werden zu lassen.

Doch wie ein Gift schleicht sich das Misstrauen in den Freundschaftsbund.

Der Erzähler verlässt Deutschland rechtzeitig und blickt nach vielen Jahren auf seine Schulzeit zurück.

Er wirkt distanziert, abgeklärt und doch bedauernd.

Da erreicht ihn ein Brief seiner alten Schule mit einer Einladung zu einem Klassentreffen. Er kann nicht widerstehen und schaut in die Teilnehmerliste. Was er dann erfährt, lässt ihm - und dem Leser - den Atem stocken...

Fred Uhlmans Erzählung ist erstmals bereits in den Achtziger Jahren erschienen und erlebte seither viele Neuauflagen. Es ist immer wieder spektuliert worden, ob mit Konradin von Hohenfels Stauffenberg gemeint gewesen ist.

Es ist eine seltene Leseperle, die man nicht mehr vergessen kann.

Ein Buch, dass sich auch für sehr junge Leser eignet. Denn es vermittelt seine Botschaft gegen das Vergessen tatsächlich wie die sprichwörtliche Axt!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr lesenswert 14. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Hier wird eine tragische Zeit sehr einfühlsam geschildert, was nichts Neues ist in der Literatur, aber selten in so kompakter Form geschieht. Mittelpunkt dieser Geschichte sind zwei ungleiche Freunde, bei denen, wie so oft im Leben, der Eine - wegen der Hingabe zu dem Freund - die treibende Kraft der Freundschaft ist. Als die Freundschaft zunehmend fester wird und keineswegs mehr einseitig ist, nimmt die Handlung von außen her einen dramatischen Verlauf. Der plötzliche Umschwung in den Verhaltensweisen der Menschen gegenüber einer Minderheit (zu der auch sein Freund gehört), sowie von der Haltung seiner eigenen Familie, wird der Eine bald unsicher in seinen freundschaftlichen Gefühlen. Vom überzähligen Umfeld gedrängt, sondert auch er sich zunehmend von dem Freund ab, was das Leben dieses Ausgestoßenen, sowie seiner Leidensgenossen, im Alltag erschwert, ja bald lebensgefährlich werden lässt, und er somit gezwungen ist, das Heimatland zu verlassen.
Die Geschichte zeigt die traurigen und typischen Auswirkungen der Mitläuferschaft.
Insgesamt ist es ein sehr wertvolles Buch, das zum Nachdenken anregt.
Neben der liebevollen und bildhaften Beschreibung der Charaktere der beiden Freunde, die an Thomas Manns „Tonio Kröger" erinnern, ist es die wunderschöne melancholische Landschaftsbeschreibung, die den Autor auszeichnet. Inzwischen habe ich das Buch mehrmals weiterempfohlen, nachdem es mir ebenfalls von einem Freund empfohlen wurde, dem ich sehr dankbar bin.

Petra, Köthen

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ergreifende Novelle 6. Januar 2006
Von Frodo
Format:Taschenbuch
Hans Schwarz, der Sohn eines jüdischen Arztes, findet nach langer Zeit endlich einen Freund: Konradin von Hohenfels, der einer reichen Adelsfamilie entstammt, darum aber keinen Hehl macht. Die beiden werden die dicksten Freunde, bis sie vor die Auswirkungen der Machtergreifung Hitlers gestellt werden: Konradins Familie, vor allem seine Mutter, hasst Juden. Hans Schwarz begreift nicht, was der Hass auf die Juden soll, er versteht nicht, warum sein Vater auf einmal keine Patienten mehr hat. Die Freundschaft zwischen den beiden zerbricht – Hans flieht zu Verwandten nach Amerika, Konradin wird bald in den Krieg ziehen. Jahre danach holt Hans die Vergangenheit aber wieder ein....

Mag eine Jugendfreundschaft im schwäbischen Stuttgart und ihre Wandlung im Krieg vor dem Ausmaß des Zweiten Weltkriegs klein und unbedeutend erscheinen, so ist diese Novelle von Fred Uhlman ergreifend und zeigt einmal mehr die Schrecken und absurden Folgen des Krieges auf. Hier werden die Dinge und Geheimnisse einer Freundschaft erforscht und erzählt, die Trennung, Enttäuschung und sogar den Tod überdauern. Sehr zu empfehlen, eignet sich auch als Klassenlektüre.

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