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Der weite Weg der Hoffnung [Taschenbuch]

Loung Ung , Deutsch von Astrid Becker
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 6 (12. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596152879
  • ISBN-13: 978-3596152872
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.291 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Nach einunddreißigstündigem Flug über den Pazifik sieht die Besucherin aus Amerika endlich ihre Heimat unter sich auftauchen. Es herrscht Regenzeit in Kambodscha, große Teile des Landes sind von silbrig schimmernden Wasserflächen bedeckt. Voll schwerer Gedanken reist Loung Ung noch einmal zurück in die Schreckenstage ihrer Kindheit.

Eine Kindheit, die für das damals fünfjährige Mädchen eine einzige, nicht enden wollende Fahrt mitten ins Herz der Finsternis bedeutete. Phom Penh, April 1975: Einmarsch der Roten Khmer in die Hauptstadt. Pol Pots Maßnahmen zur Schaffung einer klassenlosen Agrargesellschaft werden brutal in die Tat umgesetzt. Unter dem Vorwand, amerikanische Bombenangriffe stünden bevor, treiben die Truppen die Einwohner Phnom Penhs gnadenlos aufs Land. Der wahre Grund: Pol Pots Befehl zur Ausradierung der Metropolen!

Im beschaulichen Leben der Ungs ist plötzlich nichts mehr wie es war. Eben noch zur gehobenen Mittelschicht Pnomh Penhs zählend, befindet sich die Großfamilie unversehens zusammengepfercht in einem klapprigen Wagen auf der Flucht zu Verwandten auf dem Land. Der kleinen Loung wird eingetrichtert, kein Wort über den privilegierten Stand ihrer Familie zu verlieren, da dies einem Todesurteil gleich käme.

Was nun folgt, ist ein Kriegsalbtraum, der einem die Tränen in die Augen treibt. Loung Ungs lange Flucht, ihre Ausbildung zum Kindersoldaten, der Überlebenskampf der Brüder und Schwestern in den Arbeitslagern, der mörderische Marsch durch die berüchtigten Killing Fields -- schließlich der Verlust der Eltern, ein Horror, der eine Kindheit schlagartig beendet. Allein die Schilderung der "Hinrichtung" eines Khmers nach der Befreiung durch die Vietnamesen (eine wütende Frau schlägt den ehemaligen Peiniger mit einem Hammer tot wie einen Hund), dürfte jedes Kind auf immer traumatisieren.

Die Autorin Loung Ung lebt heute in den USA und ist Sprecherin der Kampagne für eine Welt ohne Landminen. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Loung Ung wurde 1970 in Kambodscha geboren. 1975 begann ihre Flucht vor dem Regime der Roten Khmer. Sie entkam dem Inferno und lebt seit 1980 in den USA. Loung Ung ist Sprecherin der Kampagne gegen Landminen, die 1997 den Friedensnobelpreis erhielt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen Sie dieses Buch 17. August 2003
Format:Taschenbuch
Als Loung Ung im Alter von fünf Jahren im April 1975 aus Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, vor den Roten Khmer flüchten muss, ahnt sie nicht im Ansatz den Verlauf der folgenden fünf Jahre, die an Angst und Schrecken nicht zu überbieten sind. Die Roten Khmer unter Führung von Pol Pot planen die Schaffung eines auf reiner Agrarwirtschaft basierenden Kommunismus, wo Bildung und Fortschritt höchste Tabus sind. Ziel ist die Schaffung eines autarken Zustandes. Die Roten Khmer setzen ihr Weltbild in einzigartiger Konsequenz und Brutalität um: Familien sind unerwünscht, es gibt keine Schulen. Sie töten die Wissenschaftler, Ärzte, Lehrer, Beamten, Geschäftsleute, auch deren Angehörige, selbst wenn diese noch Kleinkinder sind. Manche werden getötet, weil sie eine Brille tragen. Die Exekutionen erfolgen teilweise durch Hammerschläge, dann durch Äxte, manchmal durch Kopfschuss. Am Ende der Herrschaft der Roten Khmer werden 2 Mio. von insgesamt 7 Mio. Einwohner Kambodschas nicht überlebt haben.
Loung Ung wächst in diesem Umfeld auf, lebt in verschiedenen Lagern und muss den Tod ihres Vaters, ihrer Mutter, ihrer älteren und ihrer jüngeren Schwester zur Kenntnis nehmen. Sie schildert ihre Auseinandersetzung mit Kambodscha zur Zeit der Roten Khmer und zieht den Leser mit jeder weiteren Buchseite in einen Strudel von Wahnsinn, Konsequenz, Gewalt, Elend und Verderben. Mit teilweise überraschender Abgeklärtheit verarbeitet sie ihre Eindrücke aus ihrer Kindheit, in der sie manchmal wie eine Erwachsene scheint.
Nachdem man das Buch zu Ende gelesen hat, legt man es mit ungeahnter Betroffenheit beiseite und wird die Bilder, die im Buch geschildert sind, nicht mehr los. Der Wunsch, die Beweggründe der Roten Khmer zu verstehen, stößt sich am Gedanken, welches Leid und welcher Wahnsinn mit diesem Regime verbunden ist. Dieser Konflikt ist das eigentlich Beklemmende in Der weite Weg zur Hoffnung - er verleiht dem Buch aber auch seine hohe Qualität.
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89 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ambivalente Gefühle 26. August 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Vorab: Ich habe dieses Jahr Kambodscha besucht und das Buch in der englischen Originalfassung gelesen. --
Wie vermutlich alle Leser bin ich betroffen und bestürzt über den Terror und den Schrecken, den das Pol Pot-Regime verbreitet hat, und es gibt dabei nichts zu beschönigen oder gar noch zu entschuldigen.
Gleichwohl, es bleibt nach der Lektüre ein schaler Nachgeschmack, denn so schwarz/weiss wars damals eben nicht, wenn man sich die Geschichte in Erinnerung ruft. Lon Nol, unter dessen Regime Loung Ungs Vater eine hohe Position bekleidete, war einer der schlimmsten Diktatoren im Land und ein Bandit, dessen Sturz das ganze Volk ersehnte. Das wird im Buch ganz verschwiegen. Der sich so liebevoll um seine Kinder kümmernde Mustervater hatte möglicherweise kein Blut an den Händen, aber mit Sicherheit beträchtlichen Dreck am Stecken.
Es ist weiter völlig daneben, wenn Luong Ung ihre Herkunft als mittelständisch beschreibt. Es gab damals in Kambodscha gar keinen Mittelstand. Wer zu jener Zeit in Phnom Penh mit seinen Kindern im Pool schwamm, zum teuren Kleider- und Schmuckeinkauf ging und Dienstboten beschäftigte, gehörte zur kleinen Oberschicht, welche das geknechtete Volk ausbeutete. Das entschuldigt keinen Mord des Pol Pot-Regimes, macht aber verständlich, dass Familie Ung bei der Revolution "an die Kasse" gekommen ist.
Würde man nichts vom brutalen Ausgang der Herrschaft der roten Khmer wissen, hätte man bei der Lektüre anfänglich durchaus Verständnis dafür, dass auch Familie Ung und besonders die dem Hedonismus und dem Müssiggang verfallene, eitle Mutter (vgl. die Bilder), mal etwas zur harten Arbeit gezwungen wurden. Einer Arbeit, wohlgemerkt, die für das augebeutete, Hunger leidende und in bitterer Armut versunkene Volk der Khmer Alltag war. Geschadet hätte es den Ungs nicht, mal zu erleben, wie ihr Volk zur überwiegenden Mehrheit darbte, während sie in Phnom Penh in Saus und Braus lebten.
Die Wirklichkeit war schon ein bisschen komplexer, als uns Loung Ung erzählt. --
Schliesslich glaube ich nicht, dass sich die Autorin an all die beeindruckenden Einzelheiten zu erinnern vermag, welche sie als fünfjähriges Mädchen erlebt haben will. Non-fiction und fiction werden im Buch verwischt. Ohne der Autorin unterstellen zu wollen, sie habe den Schrecken erfunden - die Gräuel der Khmer rouge sind belegt -, bleibt deshalb ein ungutes Gefühl, das einem bei der Lektüre beschleicht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ergreifende Lebensgeschichte eines kleinen Mädchens, die in den Kriegswirren Kambodschas gross wurde. Durch den fantastischen Erzählstil fühlt man sich mitten ins Geschehen versetzt und leidet mit Loung Ung und ihrer Familie. Die Greueltaten, die in diesem Buch beschrieben sind, lassen nur erahnen, was sich in der Zeit unter dem Regime der Roten Khmer tatsächlich abgespielt hat.
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2.0 von 5 Sternen Langweilig
Trotz des heiklen Themas langweilig geschrieben.Ich bin jetzt auf Seite 191 und musste viele Seiten überfliegen. Im Gegensatz zu: "Feder im Sturm" von Emily Wu. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von mausi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ergreifend und auch literarisch überzeugend
1975 übernehmen die roten Khmer die Macht in Kambodscha. Bei ihrem Versuch einen egalitären Agrarkommunismus durchzusetzen vertreiben sie die Bevölkerung aus den... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von schmechi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der weite Weg der Hoffnung
Nachdem ich im März in Kambodscha war und dieses Buch von Straßenhändlern angeboten wurde, war ich neugierig und bestellte das Buch über Amazon. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Christine veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Grandioses Buch
Ich habe dieses Buch verschlungen, weil mich die Zeit im damaligem Kampuchea interessiert. Dieses Buch bitete einen guten Gesamtüberblick über eine der schlimmsten Taten... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Tribalistas veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Lob und Kritik
Das Buch war erschütternd, doch die kritischen Kommentare einiger Rezensenten werden auch von Kambodschanern geteilt (siehe http://www.khmerinstitute.org/articles/art04.html). Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Selberdenker veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen wahnsinnig bewegender Bericht
Ich habe dieses Buch als Vorbereitung für meinen Kambodscha-Urlaub gekauft. Es gibt einen direkten Blick in die Arbeitslager der Roten Khmer und die unmenschlichen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2010 von db.mueller
5.0 von 5 Sternen unglaublich fesselnd
Ich muss sagen, dass ich über den Krieg in Kambodscha nichts wusste bis ich dieses Buch zufällig in der Hand hielt und der Titel Neugier weckte(im Englischen: at first... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2010 von Idefix
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Das Buch beschreibt, "relativ nüchtern", aus der Sicht eines Kindes, ein tragisches Schicksal, welches leider sehr, sehr viele Menschen auf dieser Welt teilen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. August 2010 von Möbius
2.0 von 5 Sternen ncht überzeugend
Das Buch bezieht sich zwar auf selbst erlebte Geschichte, ist aber weitgehend unglaubwürdig, was die exakte Erinnerung eines 5 jährigen Mädchens betrifft. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Januar 2010 von Edgeware
5.0 von 5 Sternen Loung Ung
Sehr mitnehmend aus der Sicht eines kleinen Mädchens. Das Buch beschäftigt mich auch nach einem Jahr noch.
Veröffentlicht am 3. Januar 2010 von Del Barba Minerva
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