Anfangs störte es mich schon, dass man abrupt von einer Tiergeschichte zur nächsten wechselte und ich den Faden für einen kurzen Moment verlor, wie beispielsweise von den Eisbären zu den Robben, von diesen zu den Karibus und wieder zurück zu den Eisbären. Schließlich sah ich aber ein, dass die Erzählweise der Dokumentation doch mehr Sinn ergab, denn es wurde nach dem Verlauf der Jahreszeiten erzählt und somit erkannte ich auch viel besser die Veränderungen, was das Leben und vor allem Überleben der Tiere, ob nun am Nordpol, in Sibirien oder Grönland, betrifft.
Für die passende Stimmung sorgte Komponist Bruno Coulais, denn diese Dokumentation schrie geradewegs nach seinen Kompositionen. Sie begleiteten den Film fast die ganze Zeit, wirkten auf mich sehr beruhigend und waren nie übertrieben. Auch Ben als Erzähler trug seinen Teil mit seiner sanften Stimme dazu bei. Doch das Beste war, er sprach überhaupt nicht so viel, wie es in Dokumentarfilmen üblich ist, sondern nur ein paar Sätze. Die Dokumentation ließ mehr die Bilder sprechen als alles andere.
Fakt ist, diese Welt wird sich in den nächsten Jahren sehr verändern. Wenn es schlimmer kommt, verschwindet sie, was mich sehr beunruhigt. Man weiß es im Prinzip nicht, niemand weiß es. Deshalb sitzt man nach dem Ende des Dokumentarfilmes mit einem sehr bedrückten Gefühl da und weiß nicht, was man denken soll. Diese Dokumentation vermittelt eine Mahnung, erinnert gleichzeitig an den Klimawandel, der, ob wir es nun wollen oder nicht, stattfindet.
"Der weiße Planet" ist eine sehr beeindruckende Dokumentation, die dem Zuschauer eine unbekannte und geheimnisvolle Welt zeigt, mit der man sich unbedingt auseinandersetzen sollte.