Wenn Barbara Gowdy sich darauf beschraenkt haette, eine gut erzaehlte Tiergeschichte zu schreiben, so waere dies schon mehr gewesen, als man im heutigen Einerlei erwarten wuerde. Dies soll nicht heissen, dass man "Der Weisse Knochen" nicht als eine solche lesen kann - aber dieser Roman geht viel weiter: Mit den Mitteln einer fremdartig und gleichzeitig hoch suggestiv wirkenden Sprache werden wir in die Welt der Elefanten versetzt und erleben mit, wie sie versuchen, ihrer Welt einen Sinn zu geben. Dass sie dabei letztendlich scheitern, legt die Frage nahe, ob nicht auch unser Lebensentwurf auf aehnlich Weise zu kurz greift und verfehlt ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)