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Der verschollene Liebhaber: Roman
 
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Der verschollene Liebhaber: Roman [Gebundene Ausgabe]

Kim Echlin , Claudia Feldmann
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 263 Seiten
  • Verlag: Gustav Kiepenheuer; Auflage: 1 (27. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3378011041
  • ISBN-13: 978-3378011045
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 427.034 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kim Echlin
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"30 Jahre sind vergangen. Noch immer höre ich deine Stimme." Die Zeit heilt nicht alle Wunden Wie kann eine Frau weiterleben, wenn ihr Geliebter verschollen ist? Nach über 30 Jahren bricht Anne Greves ihr Schweigen und erzählt vom Mann ihres Lebens. Mit poetischer Kraft öffnet Kim Echlin die Augen und die Herzen ihrer Leser, für ein vergessenes Land und unvergessliches Leid. Ihr Roman, der zeitgleich in 15 Ländern erscheint, setzt der Ewigkeit der Liebe und der tröstenden Kraft der Erinnerung ein Denkmal. Mit 16 Seiten Bonusmaterial 30 Jahre mussten vergehen, bis sich Anne Greves der Vergangenheit stellen kann. Sie erinnert sich an ihre Jugend im Montreal der 1970er Jahre und an Serey. Gegen den Widerstand ihres Vaters verliebt sie sich leidenschaftlich in den sanften Rebell und Musiker. Doch es bleiben ihr nur wenige Monate, bevor Serey in sein Heimatland zurückkehrt, das vom Krieg gepeinigte Kambodscha. Zehn Jahre verrinnen ohne ein Wort von ihm, dann folgt sie dem Ruf ihres Herzens. Wie durch ein Wunder finden sich die Liebenden ein zweites Mal. Doch Serey ist nicht mehr derselbe. Tod, Verwüstung und ein gefährliches Geheimnis lasten schwer auf seiner Seele. ¬¬– Mit poetischer Erzählkraft öffnet Kim Echlin die Augen und die Herzen ihrer Leser, für ein vergessenes Land, unvergessliches Leid und eine große Liebe.

Über den Autor

Kim Echlin ist eine der renommiertesten Autorinnen Kanadas. Sie lebte u.a. in Paris und bereiste China, Frankreich und Zimbabwe; in Kanada arbeitete sie als Fernsehproduzentin und Journalistin. "Der verlorene Liebhaber" ist ihr sechstes Buch und ihr erstes auf deutsch. Kim Echlin lebt mit ihrem Ehemann und ihren Kindern in Toronto; an der dortigen Universität unterrichtet sie seit 1997 Kreatives Schreiben.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wie überall in den großen Städten der westlichen Welt war Montreal zu Ende der siebziger Jahre erfüllt von Lebenslust, Musik und den ungebundenen und fröhlichen Klängen einer Jugend, die sich frei und unbeschwert amüsierte.

Anne Greves ist sechzehn Jahre alt und macht erste Erfahrungen in den Clubs und Musikkneipen der Stadt. Blues und Rock sind die Musikströmungen, denen sie anhängt. Ihr Vater ist ein eigenbrötlerischer Sonderling, Prothesenbauer von Beruf und Professor an der Universität. Nach dem frühen Tod von Annes Mutter lebt sie mit ihrem Vater alleine. Als sie mit ihrem ersten Freund, einem Kambodschaner, bei ihrem Vater erscheint, ist er nicht gerade beigeistert und hält ihr immer wieder vor, dass sie ihr Leben mit diesem Freund ruinieren wird.

Die Liebesgeschichte von Anne und Serey steht am Beginn einer Erzählung, die uns später nach Kambodscha führt, wo wir uns mit Land und Leuten und den Folgen des unsäglichen Krieges unter der Gewaltherrschaft Pol Pots konfrontiert sehen. Von 1975 -1979 haben bekanntlich die marodierenden Truppen der Roten Khmer grausamen Völkermord an den Kambodschanern begangen.

Serey ist vor den Roten Khmer aus Kambodscha geflohen. Als Musiker, Student und Tutor an der Universität schlägt er sich wacker durch. Anne verliebt sich tief und ernst in den aparten und ungewöhnlichen Exilanten. Zart und warmherzig leben sie ihre Liebe, die sie unzertrennlich macht. Doch Sereys Heimweh ist größer als seine Liebe. Als er eine Möglichkeit sieht, in das vom Krieg zerstörte Land seiner Vorfahren zurückzukehren, verlässt er Anne,--und zehn Jahre hört sie nichts mehr von ihm.
Abenteuerlich und irrwitzig macht Anne sich nach langer Zeit Anfang der neunziger Jahre auf, um Serey in Phnom Penh zu suchen. Sie findet ihn tatsächlich, und für eine kurze Weile leben sie wieder zusammen.

Anne besteht in der Folgezeit zahlreiche Irritationen und berichtet rückblickend nach dreißig Jahren von ihrem und dem Schicksal ihres geliebten Serey.

Die Autorin nutzt die Liebesgeschichte, die von besonderer Nähe und Innigkeit ist, um das Leid der Menschen in einem vom Terror geplagten Land krass herauszustellen. Anne stößt bei ihrer Suche nach Serey, der eines Tages wieder verschollen ist, weit in das Landesinnere Kambodschas vor. Sie findet neben der Verwüstung des Landes und den vielfach traumatisierten Menschen eine liebenswerte Gesellschaft, gastfreundlich und aufgeschlossen, die jedoch in erbärmlichen Unterkünften haust. Fast alle haben Familienmitglieder oder sogar die ganze Familien durch den Krieg verloren. Angst begleitet beinahe alle Kontakte, so dass man sich einem verschüchterten und resignierten Volk gegenüber sieht.

In fazettenreichen und eindrucksvollen Bildern zeigt uns die Autorin das Bild der bunten und asiatisch- exotischen Stadt Phnom Penh. Diese bietet in einem Land von einzigartiger Naturschönheit ein Bild der Zerstörung, der Armut, mangelnder Hygiene und des Untergangs.

Anregende Unterhaltung bietet der Roman, der nebenbei auch noch ein Stück Zeitgeschichte beinhaltet.

Auf Deutsch ist diesem ersten Roman von Kim Echlin in der guten Übersetzung von Claudia Feldmann hoffentlich ein ausgezeichneter Erfolg beschieden.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Werner TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Es gibt Bücher, die auch nach dem Lesen lange nachklingen, die sprachlos zurücklassen und über die man trotzdem unendlich reden möchte und sie zu Hunderten verschenken - dieser Roman von Kim Echlin gehört dazu.

Die erzählte Geschichte beginnt Ende der 70er Jahre in Montreal:
Die 16jährige Anne begegnet in einem Club dem in Kanada im Exil lebenden kambodschanischen Studenten Serey und sie verlieben sich ineinander. Und während Anne in den folgenden Monaten einfach nur glücklich ist und gegen den Widerstand ihres Vaters ihre Liebe lebt und die Zeit mit Serey geniesst, ist das Glück für den Kambodschaner trotz seiner Gefühle für Anne nicht so allumfassend.
Seit Jahren wartet er auf Nachricht seiner Familie aus seiner Heimat, seit der Zeit, als die Roten Khmer die Macht übernahmen, die Grenzen geschlossen und die Telefonleitungen gekappt wurden. Und so bleiben Anne und Serey nur wenige Monate, denn 1979 - nach erneuter Öffnung der Grenzen - packt Serey seine Sachen und begibt sich auf die Suche nach seiner Familie.
Für Anne vergehen 10 lange Jahre ohne Nachricht von ihm, bis sie ihn in einer Nachrichtensendung über Kambodscha zu sehen glaubt und ihm in seine - von Völkermord und Kriegswirren gezeichnete - Heimat folgt...

Kim Echlin war selber in Kambodscha, hat das Land bereist und mit Überlebenden gesprochen. Und sie bettet in ihrem Roman die fiktive Liebesgeschichte von Anne und Serey in die realen Ereignisse in einem Land, dass sich bis heute noch nicht von dem Trauma dieser Zeit erholen konnte.
Sehr empfehlenswert - lest es...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hedwig
Format:Gebundene Ausgabe
Ich kann mir gut vorstellen, dass es ziemlich schwierig war, für diesen Roman einen Buchtitel und ein geeignetes Buchcover zu finden. Beides ist dem Verlag hervorragend in der Kombination Bild und Titel gelungen. Die obere Hälfte des Coverbildes wird von wunderschönen Blättern eingenommen, die zart und dunkelrot sind und an Lippen erinnern.
Darunter ein idyllisches Bild von Fischern auf einem Fluß oder auf dem Meer. Lediglich der Titel weist darauf hin, dass mehr kommt als nur eine romantische Liebesgeschichte...und es kommt sehr viel mehr.

Das Buch handelt von der einzigartigen, sehr stark unter die Haut gehenden Liebes- und Leidensgeschichte zweier Menschen, die zwar Fiktion ist, aber deren Geschichte sich genau so in unserer zerrissenen, kranken Welt zugetragen haben könnte, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Und es sei gewarnt: wer dieses Buch liest, wird es nicht mehr aus der Hand legen können, so sehr schafft es diese Ausnahme-Autorin, den Leser zu fesseln und durch ihre einzigartige Schreibweise bis ins Mark zu erschüttern. Mir jedenfalls wird sie noch lange in Erinnerung bleiben und ich kann mir absolut niemanden vorstellen, dem bei diesem Roman nicht das Herz bricht.

Meinen zutiefst empfundenen Respekt vor dieser Autorin. Kim Echlin ist eine wirkliche Künstlerin.

Zum Inhalt gibt es kaum etwas zu sagen, ohne dass man zuviel vorweg nehmen würde, was man sich besser erlesen sollte:

Anne Greves, Highschool-Schülerin und wohnhaft in Montreal, verliebt sich zum Entsetzen und Unwillen ihres Vaters in Serey, einen um einiges älteren Studenten und Tutor der Mathematik an der UNI ihres Vaters. Serey ist außerdem Bluesmusiker und stammt aus Kambodscha. Die Liebe zur Musik und ihre Aufgeschlossenheit und Neugierde auf alles im Leben verbindet die beiden auf Anhieb. Und sie lassen sich beide nicht nur aufeinander rückhaltlos ein, sondern erleben einige Monate zutiefst erfüllender Liebe und Leidenschaft und auch die Leichtigkeit einer wirklich guten Beziehung.

Doch dann holt die raue Wirklichkeit die beiden ein: Die Grenzen von diesem vom Krieg und unendlicher Grausamkeit und Hass gebeutelten Land Kambodscha werden geöffnet und Serey möchte herausfinden, ob seine Familie noch lebt und was ihr zugestoßen ist. Er möchte zu diesem Zweck nach Kambodscha zurück und Gewissheit bekommen. Geplant ist diese gefährliche Reise aus nachvollziehbaren Gründen ohne Anne, denn Serey weiß nicht, was ihn erwarten wird.
Zehn Jahre hört und liest Anne nichts von Serey, versucht, so gut es geht, ohne ihn zu leben und es wird doch jedem klar, dass das nicht geht. In einer Fernsehreportage über eine Versammlung irgendwo in Kambodscha meint sie Serey in der Menschenmenge zu sehen und reist ihm auch sofort ohne zu Zögern hinterher. Das Unwahrscheinliche geschieht: die Liebenden finden wieder zueinander, klären, wieso sie unverschuldet nichts voneinander hören und lesen konnten und versuchen, in dem immer noch zerrissenen, geschundenen und zermürbten Land einfach nur zusammen glücklich zu sein.
Doch erneut schlägt die harte Wirklichkeit zu. Der Krieg und das Leiden haben in Serey ihre Spuren hinterlassen und er hat eine lebensgefährliche Entscheidung getroffen.

Mehr sei nicht zum Inhalt verraten, außer, dass es wirklich kein leichter Stoff ist, den Kim Echlin uns da zu schlucken gibt. Das Buch, die Geschichte, die sie erzählt und ihr Schreibstil ist eine ganz besondere Erfahrung, über die ich glücklich und dankbar bin, dass ich sie machen durfte, so hammerhart sie einen auch angeht.
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