Herr Heiko Thiem täuscht sich in seiner Rezension gleich mehrfach.
"Völkermord" ist nach der "Legaldefinition des Völkerrechts" keineswegs eine "Absicht", sondern die teilweise oder vollständige tatsächliche bzw. historisch nachweisbare Vernichtung einer nationalen, ethnischen, rassischen oder religiösen Gruppe. Diese Vernichtung hat sich im Fall der vorliegenden muslimischen Sklavenhandels in der Größenordnung von Millionen von Menschen und über viele Jahrhunderte hinweg ereignet und lässt sich nicht leugnen. Die Leugnung dieses Genozids ist genauso wenig legitim wie die Leugnung des Holocaust oder des Völkermords der Türkei an den Armeniern.
Nächster Irrtum: Das Buch enthält tatsächlich keine Tiraden gegen den Islam, sondern gegen kriminelle Praktiken von Moslems. Der Autor ist selbst bekennender Vertreter des Islams im Range eines Sheikhs, der Regierungspositionen in seinem islamischen Heimatland bekleidet hat.
Einem Buch, das derart wichtig für die Aufarbeitung eines dunklen Kapitels der Menschheit ist (denn die Täter sind auch hier zuerst menschliche Individuen, und nicht Vertreter einer Religion), Plattheit vorzuwerfen, ist geradezu atemberaubend geschmacklos.
Sie sollten sich für diese Rezension wirklich schämen, Herr Thiem.