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Der verratene Sport
 
 
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Der verratene Sport [Gebundene Ausgabe]

Werner W. Franke , Udo Ludwig
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 268 Seiten
  • Verlag: Zabert Sandmann, München; Auflage: N. A. (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389883185X
  • ISBN-13: 978-3898831857
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 15 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 432.074 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de Redaktion

Der Sport ist seit jeher Arena für große Dramen: gefeierte Sieger, tragische Verlierer, verbissene Wettkämpfe. Mit den Dopingfällen, an die sich das geneigte Publikum langsam gewöhnt hat, hat die Dramatik sogar noch zugenommen. Die Fallhöhe mancher Heroen ist beträchtlich, wie man am einst gefeierten Volkshelden Jan Ulrich sehen kann. Der verratene Sport erzählt die Geschichten solcher gefallener Helden. Wie zum Beispiel der tiefe Fall des goldenen Leichtathletikstars Marion Jones. Oder wie eben jenes Jan Ulrich, dem man immer sein unglaubliches Naturtalent bescheinigte und der am Ende doch nur ein weiteres Rädchen im Dopingsystem war.

Diesem System halten Arzt und Doping-Aufklärer Werner Franke und Journalist Udo Ludwig schonungslos einen Spiegel vor: Es geht um Dopingnetzwerke und ihr perfides Funktionieren, um die Verantwortung der Hintermänner und die halbherzigen Gegenmaßnahmen der Sportfunktionäre. Das Fazit der beiden Autoren ist hart, aber nachvollziehbar: „Der Sport, so wie er heute betrieben wird, ist am Ende angelangt.“ Das System müsste von Grund auf saniert werden. Ob und vor allem wie der verratene Sport noch zu retten wäre, damit beschäftigt sich das letzte Kapitel dieses lesenswerten Buches, inklusive eines „15-Punkte-Rettungskatalogs für einen dopingfreien Sport“.

Der Leser ist dankbar für die klaren Worte, die er bei so mancher Sportberichterstattung im Fernsehen lange vermisst hat. Dankbar auch für die komplexen Zusammenhänge und Hintergründe, die Franke und Ludwig aufzeigen. Das einzige, was vielleicht noch stärker betont werden müsste in der ganzen Dopingdiskussion: die Mitschuld des Publikums. Weil wir doch alle nach wie vor der Faszination erliegen und nicht genug bekommen können: von Höchstleistungen, Rekorden und strahlenden Siegern. Auch hier müsste sich auf dem Weg zu einem Sport ohne Doping noch einiges ändern. --Christian Stahl

Kurzbeschreibung

Lügen haben schnelle Beine -

Faszinierende Sportduelle und großartige Sieger: Unsere Vorbilder sollen sie sein, doch sind sie das? Wir lassen sie hochleben und Millionen verdienen. Wir leiden mit ihnen, aber was können wir noch glauben?

Spitzenstars wie Jan Ullrich oder Marion Jones, Trainer wie Thomas Springstein, Ärzte wie Eufemanio Fuentes, Pharmaforscher und -unternehmen, Sponsoren, Veranstalter, Medien, Verbände, Staat, Justiz und Politik: Sie alle sind Teil eines gigantischen, teils offen, teils verdeckt operierenden Netzwerkes, gesteuert von Ruhmsucht und Profitgier.

Werner Franke und Udo Ludwig enthüllen erstmals, wie diese internationalen Netzwerke funktionieren. Wer ist Täter, wer ist Opfer, wer verdient, wer deckt wen, wer ist wie und von wem abhängig? Dabei wird deutlich: Wir werden nicht nur beim Spitzensport systematisch betrogen, auch beim Breitensport ist Doping längst gang und gäbe. Am schlimmsten: Es macht vor Kinder und Jugendlichen nicht halt. Fairness, echte Leistung, Gesundheit, ist uns das nicht mehr wichtig? Haben wir die falschen Helden?

Mithilfe bislang unveröffentlichter Fakten zeigen Franke und Ludwig spannend wie in einem Thriller die ungeschminkte Wahrheit eines Systems, das wir ändern müssen und können um unsretwillen und für unsere Kinder.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine Schreckensbilanz 31. Oktober 2007
Dass viele Sportarten ein Dopingproblem haben, ist hinlänglich bekannt. Wie organisiert, flächendeckend und kriminell die Strukturen hinter der unerlaubten Medikamenteneinnahme in den Augen der Autoren sind, überrascht den Leser aber doch - und desillusioniert ihn. Wer "Der verratene Sport" gelesen hat, kann am Konsum von Spitzensportveranstaltungen wohl keine rechte Freude mehr haben. Werner Franke und Udo Ludwig machen das an zahlreichen im Detail beschriebenen Fällen deutlich: Vom im DDR-System groß gewordenen Leichtathletik- und Triathlon-Lauftrainer Thomas Springstein über die Posse um Jan Ullrich und die Balco-Affäre in den USA, die nach dem Redaktionsschluss des Buchs durch das späte Geständnis von Marion Jones noch eine neue Dimension erhalten hat, führen die Autoren zum finalen Höhepunkt: Dem 15-Punkte-Rettungskatalog für einen dopingfreien Sport, der eine Illusion bleiben wird. Es gibt motivierendere Bücher für Sportler - aber wenige, die besser unterhalten als diese Generalabrechnung.
Frank Wechsel, Herausgeber Zeitschrift "triathlon"
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hintergründe zum Dopingsumpf 30. Dezember 2007
Von Matze R.
Für mich die beste Dokumentation des Problems Dopings von zwei der herausragendsten Personen auf diesem Gebiet. Udo Ludwig (Autor der Dopingartikel im Spiegel u.a. Dickes Blut") und Dr. Werner Franke (Molekularbiologe und seit Jahren stärkster Kritiker des Dopings) bündeln in diesem erstklassigen Buch ihr Wissen und beschreiben ausführlich und sehr anschaulich die Hintergründe der Dopingproblematik.

Dabei beleuchten Sie zuerst anhand des Beispiels Springstein das Doping Problem in der DDR und wie dieses anschließend in die BRD übersiedeln konnte. Anschließen wird die aktuelle Puerto Affäre um Jan Ullrich und Jörg Jaschke behandelt. Auch der zu Tage gekommene Fall des Dopingnetzwerks der amerikanischen Firma Balco in das wichtige Leichathletik Stars (u.a. Marion Jones, Tim Montgomery) involviert sind werden von den Autoren analysiert. Zum Schluss werden die Folgen des Dopings im Bodybuilding am Fall Andreas Münzer verdeutlicht und Handlungsempfehlung gegeben um den Sport vom Problem des Dopings zu befreien.

Herauszustellen ist noch, dass die Autoren die sehr komplexen Netzwerke des Dopings, zu dem neben den Athleten, die Trainer, das Betreuerteam, die Funktionäre, Politiker und nicht zuletzt die Medien gehören, sehr detailliert erklären und analysieren. Dabei werden die dopenden Sportler zwar nicht ganz von ihrer Schuld freigesprochen, jedoch werden als Hauptprobleme die Hintermänner des Netzwerkes herausgearbeitet.

Der Leser wird verstehen, dass die Athleten nur noch ein kleines Rädchen im großen Spiel der Funktionäre, Trainer, Politiker und Medien sind und es zu leicht ist Ullrich & Co. die alleinige Schuld für den Dopingsumpf im Sport zu geben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Benny
Mit dem Molekularbiologen Prof. Dr. Werner Franke und dem Journalisten Udo Ludwig haben zwei ausgewiesene Fachleute ein informatives und anregendes Buch zum Thema Doping vorgelegt.

Begonnen wird mit einer kleinen Chronologie des Dopings, die bei den Olympischen Spielen 1968 ansetzt, wo der Anabolikamissbrauch bei einigen Teilnehmerinnen der leichtathletischen Wurfdisziplinen sichtbar wurde. Die Autoren schildern kurz, wie sich das zielgerichtete Hormondoping im DDR-Sportsystem entwickelte, und geben in diesem Zusammenhang einer wichtigen Erkenntnis Gestalt: dass nämlich Doping keine Verfehlung einzelner Überehrgeiziger ist, sondern ein strukturelles Problem mit drei Dimensionen - einer medizinischen, einer wirtschaftlichen, einer soziologischen.

Anschaulich und umfassend werden dann mehrere Dopingskandale der vergangenen Jahre abgehandelt: die Vorkommnisse um den offenbar unverbesserlichen Sprinttrainer Thomas Springstein und dessen Schützlinge; der tiefe Fall des einstigen Radsportidols Jan Ullrich im Zuge der Fuentes-Affäre; die Entdeckung und Zerschlagung des Dopingrings um die US-amerikanische Firma Balco; der frühe Tod des Bodybuilders Andreas Münzer, der wohl seinem aberwitzigen Medikamentenmissbrauch zum Opfer gefallen war. Franke und Ludwig beschränken sich aber nicht auf Details dieser Geschichten, sondern betten ihre Erzählungen immer wieder in den großen Themenkomplex Doping ein. Sie erläutern Wirkung und Gefahren der gängigen Dopingmittel, skizzieren die Abhängigkeiten im Leistungssport und erklären die lächerlich geringe Durchschlagskraft des Dopingkontrollsystems.

Die zahlreichen Informationen des Buches fügen sich zu einem Mosaik des Schreckens zusammen: Der internationale Berufssport - vor allem wenn er im Fokus der Medien steht und hohe Umsätze verbucht - ist von Doping durchsetzt. Wer sich der pharmakologischen Unterstützung verweigert, ist gegen die Scharen seiner gedopten Gegner chancenlos. Das gilt insbesondere für Einzelsportarten, in denen Kraft und Ausdauer gefragt sind. Wer als Athlet öffentlich über Dopingpraktiken spricht, gilt als Nestbeschmutzer. Funktionäre, Sponsoren und Journalisten sind Teil des Problems: Sie kultivieren den Heldenzirkus des modernen Spitzensports; weil der aber nur lukrativ bleibt, solange dem Zuschauer ein "sauberer Wettkampf" verkauft wird, schweigt man sich über die Besorgnis erregenden Dopingpraktiken eisern aus. Unter diesen heutigen Gegebenheiten ist die Idee des Sports mausetot.

Wer sich einen reichhaltigen Überblick zum Thema Doping, zu seinen Hintergründen, seinem Ausmaß und seinen Gefahren verschaffen möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
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