Und diesmal kommt es ziemlich hart für ihn! Nicht nur das seine Schwester, die seit langem in einem sehr strengen Kloster lebt, stirbt, muß Detective William Murdoch auch noch erfahren, dass sein Vater, den er vor vielen Jahren nach einem schlimmen Streit verlassen hatte, im Gefängnis sitzt und auf seine Hinrichtung wartet. Harry Murdoch soll einen Mann erschlagen haben, von dem er sich beim Hundekampf betrogen fühlte. Doch Harry kann sich an nichts erinnern, er war zu betrunken. Dennoch behauptet er unschuldig zu sein und erhofft sich von William, dies zu beweisen. Eine schwere Situation für William Murdoch, der seinem Vater die Quälereien in seiner Kindheit und den Tod von Mutter und Bruder immer noch nicht verzeihen kann. Aber er beginnt zu ermitteln und entdeckt schnell, dass das Opfer nicht so rechtschaffend war, wie es scheint, und das einige Leute etwas zu verbergen haben.
Dieser neue Roman von Maureen Jennings ist wiederum sehr spannend und gut konstruiert. Besonders interessant fand ich den (leider zu kurzen) Teil, in dem man etwas über die Möglichkeiten der Gerichtsmedizin zum Ende des 19. Jahrhunderts erfährt. Etwas störend war allerdings die sich mit einem Mal sehr stürmisch entwickelnde Romanze zwischen William Murdoch und Enid Jones, die etwas sehr unglaubwürdig geraten ist. Dennoch ein empfehlenswertes Buch für Freunde des viktorianischen Krimis.