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Herr Peter ist der reichste Mann im ganzen Dorf und wohnt im großen Haus. Weil er so reich ist, muss er nicht arbeiten. Den ganzen Tag kann er tun, wozu er Lust hat. Und worauf hat Herr Peter am meisten Lust? Auf Essen! Zum großen Glück findet er eine perfekte Ehefrau, die genau so gerne isst wie er. Zusammen verspeisen sie Semmelknödel, Kartoffelknödel, Mehlknödel und Speckknödel. Gemeinsam verschlingen sie Hefeklöße, Kräuterklöße, Klöße mit Zucker und aufgebackene Knödel. Bald werden sie nur noch Herr und Frau Dickpeter gerufen. Doch auch das macht ihnen nichts aus. Sie essen weiter. Bis sie sich nicht mehr bewegen können. Nun ist guter Rat teuer. Wahrscheinlich hilft jetzt entweder nur noch Sport oder weniger Essen. Also versuchen es die beiden Dickpeter mit Bewegung. Und als sie eines Tages auf einem Abmagerungsspaziergang von einer Hexe einen Wunsch freigestellt bekommen, wünschen sie sich eine Knödeltopf, der niemals leer wird. Das hat ungeahnte Folgen. In dieser humorvollen und gleichermaßen lehrhaften Geschichte zeigt sich Paul Maar von seiner literarisch besten Seite. Sprachlich meisterhaft reduziert, präsentiert er ein modernes Märchen mit immer aktuellem Inhalt. Getreu dem Motto: Wenn es dem Esel zu gut geht, begibt er sich aufs Glatteis, erfahren die jungen Zuhörer vordergründig, dass Bescheidenheit nicht nur eine Zierde ist. Die Kinder lernen nebenbei aber auch, dass Reichtum nicht immer glücklich macht und dass Argwohn wahre Freude nicht zulässt. Zum guten Schluss eines jeden Märchens freuen sich die geläuterten Helden über das einfache Leben. Wieder einmal entführt Friedhelm Ptok mit seiner unnachahmlich verzaubernden Interpretationskunst die Zuhörer, von der ersten Minute an, in eine phantasievolle Erlebniswelt. Unterstützt durch sparsam eingesetzte Klang- und Geräuschcollagen und getragen durch lustig-luftige Knödelmusik dürfen sich die Zuhörer auf fast vierzig Minuten lustige Unterhaltung freuen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Dass dieses Buch den Preis des Kulturministers NRW erhalten hat, finde ich beinahe eine grobe Beleidigung an den Leser und auch der Hinweis des Verlages, dass der Hessische Rundfunk von "einem literarisch wie psychologisch ebenso gelungenen Buch" spricht, ist ebenso ärgerlich.
Fazit: kein Spass mit dem verhexten Knödeltopf
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