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Der unsichtbare Tod: Im Einsatz gegen Biowaffen
 
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Der unsichtbare Tod: Im Einsatz gegen Biowaffen [Taschenbuch]

Tim Trevan
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 463 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1. Auflage (1. November 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548750885
  • ISBN-13: 978-3548750880
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 12,6 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.465.691 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Tricksen, täuschen, lügen –- das sind klassische Mittel, mit denen Diktatoren Geheimnisse und wahre Absichten vor der Weltöffentlichkeit zu verbergen suchen. Gerade im letzten Jahrzehnt haben dies die westlichen Demokratien wieder spüren müssen. Denn als ein Meister in diesem Metier hat sich der irakische Gewaltherrscher Saddam Hussein erwiesen, der seit 1991 die Vereinten Nationen (UN) mal mehr, mal weniger erfolgreich hinters Licht geführt hat. Sein Geheimnis: Produktionsanlagen für Massenvernichtungswaffen.

Der englische Diplomat Tim Trevan berichtet in seinem Buch, was er als UN-Waffeninspekteur im Irak erlebt hat. Der Konflikt liegt auf der Hand: Die irakische Führung hat ungeachtet der Verbote ein starkes Interesse am Besitz von ABC-Waffen. Doch nur bei vollständiger Offenlegung ihres Potentials können die verhängten Sanktionen aufgehoben werden. Die Aufgabe der Inspektoren-Teams ist es, die tödlichen Geheimnisse des Iraks zu lüften: Die Beseitigung der vorhandenen Waffen und Raketen muß überwacht werden und es gilt zu verhindern, daß der Irak neue produziert.

Der Mikrobiologe Trevan schildert die Suche seines Teams nach biologischen Kampfstoffen –- in Fabriken, Palästen und in der Wüste. Die Begebenheiten vermag er spannend wie eine Kriminalgeschichte zu erzählen. Er berichtet von den Mitteln, die das Regime anwendet, um zu verschleiern und Zeit zu gewinnen: Da gibt es Demonstrationen, Morddrohungen und Anschläge gegen die Waffeninspekteure; da werden heimlich Geräte auf Lkws geschafft und die sie verfolgenden UN-Mitarbeiter in ihren Fahrzeugen beschossen. Zugleich zeigt er aber ebenso die gefährliche Unentschlossenheit im UN-Sicherheitsrat.

Trevans Buch ist auch deshalb interessant, weil es einen Blick hinter die Kulissen gestattet. Der Autor legt die Mechanismen von Diplomatie und UN-Politik frei und zieht ein bedenkliches Fazit: Weder ist das Regime entwaffnet noch hat es seine Absichten aufgegeben. --Alexander Simon -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

„Möglich, daß Ex-Inspektor Tim Trevan eines Tages sagen wird: Ich habe rechtzeitig gewarnt.“ HESSISCHER RUNDFUNK

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die derzeitige Diskussion über einen möglichen Waffengang der USA gegen den Irak des Saddam Hussein verstellt wegen ihrer direkten Verknüpfung mit der Frage der irakischen Beteiligung oder Unterstützung der al kaida den Blick auf das nach wie vor ungelöste Problem der anhaltenden Forschung und Entwicklung irakischer Massenvernichtungswaffen. Trotz vollmundiger irakischer Erklärungen zur totalen Vernichtung ihrer nuklearen, chemischen und biologischen Waffenbestände, die einem Märchen aus 1001 Nacht entlehnt sein könnten, besitzt der Irak nach wie vor Bestände an Massenvernichtungswaffen, die er erfolgreich vor den Augen der Inspektionsteams der Vereinten Nationen ( UNSCOM United Nations Special Commission )verbergen konnte. Der Brite Tim Trevan, der über geraume Zeit dieser Kommission als Biowaffen-Experte angehörte beschreibt in sehr anschaulicher Weise das Katz und Maus Spiel des Irak mit den UN-Inspektoren. Es macht auch deutlich, welche kriminelle Energie ein Staat zur Herstellung derartiger Waffen aufbringen kann, obwohl er sich vertraglich verpflichtet hatte, derartige Waffen nicht herzustellen. Äußerst interessant ist es dabei auch, einmal hinter die Kulissen schauen zu können und zu erfahren, wie die Vereinten Nationen durch die Bereitstellung nationaler Aufklärungserkenntnisse dazu beitragen konnten, trotz vieler Täuschungsversuche große Teilbestände irakischer Produktion an chemischen und biologischen Kampfstoffen zu finden und zu zerstören. Bis zu ihrem Rausschmiss aus dem Irak konnten die Teams der UNSCOM deutlch mehr Waffenbestände vernichten als die multilaterale Kriegskoalition unter der Führung der USA im Verlauf des Golfkrieges. Sie konnten damit beweisen, dass Verifikation auch gegen den Willen eines Staates möglich ist. Schade,dass diese Botschaft von den USA bei der Frage der Verabschiedung eines Verifikationsregimes zum B-Waffenübereinkommen offensichtlich vergessen oder zumindest verdrängt wurde. Insbesondere Politiker in Europa sollten dieses Buch,oder auch das Buch von Richard Butler, dem letzten Vorsitzenden von UNSCOM bis Ende 1998, "The Greatest Threat" und von Ken Alibek, einem in die USA übergelaufenen früheren sowjetischen Biowaffenforscher, "Biohazard" lesen. Da Saddam bereits zweimal chemische Waffen gegen den Iran und gegen seine eigene kurdische Bevölkerung eingesetzt hat, muß sich Politik verstärkt die Frage stellen, ob sie lieber in naher Zukunft sich dieses Damoklesschwertes entledigen will oder aber zukünftig politisch erpressbar werden will.
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