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am 23. Dezember 2009
Der erste Hitchcock auf Blu-ray in Deutschland! Auch international gab es vorher lediglich eine Blu-ray von "39 Steps" in Großbritannien, die ich aber noch nicht begutachten kann.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: So toll habe ich den Film noch nie erleben können. Warner hat bei der Restauration des Bildes ganze Arbeit geleistet - und das obwohl schon das alte DVD-Bild sehr gut war. Man erkennt Details in dem Film, die man vorher so nie gesehen hat - auf meinem 94 cm TV (37 Zoll) in Full-HD eine Wucht. Auch der TrueHD-Ton des englischen Originals weiß zu überzeugen: Kraftvoll und klar, so muss es sein. Die verschiedenen Synchros in diversen Sprachen liegen nur in Mono vor (auch Deutsch), brauche ich aber nicht. Unbedingt in der Originalversion schauen!

In einer vorigen Rezension wird davon geschrieben, die neuen Extras "seien nicht der Rede wert". Also bitte - haben Sie auch nur einmal reingeschaut? Gegenüber der einzigen 39-minütigen Doku der DVD sind hier zusätzlich (!) 3 Stunden neues Bonusmaterial hinzugekommen. Zwei Dokus davon nagelneu aus dem Jahr 2009, dazu eine über 90-minütige Doku über Cary Grant aus dem Jahr 2004 (alles in Standard Auflösung). Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen "Music only" Track anzuwählen und so die isolierte Filmmusik im 5.1.-Ton zu genießen.

Die Extras im Einzelnen:
- Audio Commentary by Ernest Lehman (ebenfalls auf der alten DVD enthalten; als einziges Extra immer noch nicht untertitelbar)
- "The Master's Touch: Hitchcock's Signature Style" documentary (57:32)
- "North by Northwest: One for the Ages" documentary (25:29)
- "Cary Grant: A Class Apart" documentary (1:27:12)
- "Destination Hitchcock: The Making of North by Northwest" documentary (39:27) (ebenfalls auf der alten DVD enthalten)
- 'Music Only' Audio track
- Stills gallery
- Theatrical trailers, a guided tour with Alfred Hitchcock, and TV Spot

Wahrlich eine "50th Anniversary Edition" die jeder Hitchcock-Fan mit Blu-ray-Player haben muss. Wer übrigens den unschönen FSK-Flatschen vermeiden will und den Film mit Originaltitel auf dem Cover haben will, sei die identische Scheibe aus Großbritannien oder aus den USA (dort im Digibook) empfohlen - Inhalt und Tonspuren sind identisch.
44 Kommentare112 von 120 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. November 2011
Es ist schon mindestens 15 Jahre her das ich diesen Film zum ersten mal gesehen habe. Damals noch im englischsprachigen Original ( ganz am Anfang hört man im Englischen viel besser den Aufruf nach einem gewissen George Kaplan - dadurch kommt die Geschichte ja ins Rollen ).
Ich war schon damals von diesem Film fasziniert, er ist Storytechnisch bis zum Ende einfach nur spannend, unterhaltend und extrem kurzweilig.

Irgendwann kaufte ich mir die DVD und guckte den Film in deutscher Sprache - und auch hier nahm mich der Film völlig ein. Dieser Film wurde zu einem meiner Lieblingsfilme.

Vor wenigen Tagen griff ich erneut zur DVD und guckte mir den Film an und somit entschloss ich mich, diese Rezension zu diesem Meisterwerk zu verfassen.

Jeder der Fime mag sollte diesen Film gesehen haben, ein absoluter Klassiker der in keiner Filmsammlung fehlen darf, als Zuschauer wird man des öfteren überrascht wie sich die Geschichte entwickelt, und auch das Alter des Films bringt einen gewissen Charme ins Wohnzimmer. Die alten Fahrzeuge, die Mode, die technischen Möglichkeiten zur damaligen Zeit, einfach herrlich das anzugucken.

Zur Story selber brauch ich wohl nicht mehr viel schreiben, die Produktbeschreibung gibt das Wichtigste ja schon an und mehr brauch man auch nicht zu wissen um diesen Film zu gucken.
Ich empfehle aber jedem, sich die ersten Minuten ruhig mal im englischen Original anzugucken, so bekommt man das "Missverständnis" viel deutlicher mit als es in der deutschen Fassung zu hören ist. (im Deutschen viel zu leise).

Der Film ist trotz seines Alters ein zeitloses Film-Meisterwerk, sehenswert und spannend. Deshalb 5 Sterne.
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am 4. Dezember 2009
Hallo,
das Bild ist für so einen alten Film absolut Top. Doch die Detailauflösung kann z.B. in den Gesichtern der Darsteller, nicht an aktuelle Produktionen heranreichen.
Aber seien wir ehrlich, damals als der Film noch im Kino lief, haben die Zuschauer sehr wahrscheinlich, auch keinen besseren Bildeindruck gehabt.

Der dürftige deutsche Monoton ist kaum erwähnenswert. Als ich dann aber versuchsweise auf die englische 5.1 Dolby True HD Spur umgeschaltet habe, war ich regelrecht schockiert.

Diesmal liegen wirklich Welten zwichen dem deutschen und dem englischen Ton.

Allein schon zu Beginn die Titelmelodie klingt in Dolby True HD derart dynamisch, das man bald das Orchester hinter der Leinwand vermuten könnte. Und als dann das Flugzeug gegen den Tanklastzug fliegt und detoniert.
Beim deutschen Ton ist die Explosion ein laues Lüftchen, im Orginalsound dagegen leistet der Subwoofer Schwerstarbeit. Man spürt den Explosionsdruck sogar körperlich.
Zwar sind wir derartige Bassattacken von "Michael Bay" Filmen durchaus gewohnt, aber der gleiche Sound damals, hätte die Zuschauer sicher vor Schreck erstarren lassen.

Dabei will mir nicht in den Kopf, das man beim heutigen Stand der Technik, nicht die deutschen Dialoge in die englische Tonfassung hätte intergrieren können. Und das ohne eine so bescheidene Neusynchronisation, wie bei "Flammendes Inferno".

Zum Zusatzmaterial kann ich noch kaum etwas äußern, da ich die BD heute erst erhalten habe. Aber dem Cover zu entnehmen, ist es dem Anlaß "50TH ANNIVERSARY EDITION" angemessen.
Gruß,
Richard
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am 22. August 2010
North By Northwest
(Der unsichtbare Dritte)

Veröffentlichung: 1959
Regie: Alfred Hitchcock
Produzent: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Ernest Lehman
Musik: Bernard Hermann
Darsteller: Cary Grant, James Mason, Eva Marie Saint
Laufzeit: 136 Minuten

North By Northwest ist ein Thriller der einen bereits nach wenigen Sekunden in den Bann gezogen hat. Bereits die hektisch drohende Titelmelodie lässt großes Erwarten. Doch zunächst einmal steht das Alltagsleben von Werbefachmann Roger Thornhill im Mittelpunkt. Thornhill ist ein gebildetet, eleganter aber auch sehr langweiliger Typ. Alles an ihm wirkt streng kalkuliert. Als er bei einem Geschäftsessen durch einen wirren Zufall mit dem Geheimagenten George Kaplan verwechselt wird, ändert sich diese Kalkuliertheit innerhalb von Minuten. Das Leben von Thornhill ist durcheinander gewürfelt worden. Er wird in ein Spiel hineingezogen. Nur dieses Spiel ist lebensgefährlich. Thornhill wird von nun an für einen Geheimagenten gehalten und befindet sich auf der Flucht vor Bösewichten, die clever, intelligent und dennoch nicht vor Gewalt zurückschrecken, wie Thornhill bald erfahren wird. Er flüchtet mit dem Zug nach Chicago und lernt dort die fasznierend anziehende Eve Kendall kennen. Kendall hilft dem immer noch nicht ganz durchblickenden Thornhill bei der Flucht. Doch auch Eve ist nicht die Person, für die sie sich ausgibt. Sie steckt mitten im Komplott. Nach dem Thornhill einiges klar wird und er über den fiktiven Kaplan aufgeklärt wird, nimmt er die Rolle des Geheimagenten besser an, als es James Bond je tun könnte. Nach 90 spannenden Minuten kommt es zum finalen großen Showdown auf dem Mt. Rushmore. Und dieser hat es in sich!

Alfred Hitchcock hat mit North By Northwest einen der besten Thriller und auch Filme aller Zeiten geschaffen. Der Film verspricht Non-Stop Spannung ohne Füllszenen oder Langerweile. Und das obwohl man durchgängig weiß wer die Bösewichte sind, nur über ihr Vorhaben ist der Zuschauer noch lange im unklaren. Doch was wäre dieser Klassiker ohne den überragenden Cary Grant in der Hauptrolle. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, Grant spiele sich selbst. Er spielt den Werbefachmann überzeugend. Selbst unter größer Gefahr, kann er sich einer ironischen Weltsicht nicht entziehen. Grant spielt charmant, sexy aber auch sehr machohaft. Besonders die Szene in der er volltrunken von der Polizei aufgegriffen wird ist wunderbar witzig aber auch sehr realistisch gespielt. Ebenso großartig sind die herzhaft bissigen Dialoge mit seiner Mutter. Auch die anderen Rollen sind sehr gut ausgewählt. James Mason als weltkennender Schurke oder die hübsche und elegante Eva Marie Saint als weibliche Figur zwischen den Welten von Gut und Böse.

Hitchcock hat mehrere kleine, aber ergreifende Szenarien geschaffen, die den Zuschauer sofort gefangen nehmen. Ob die wenigen Minuten im Gebäude der Vereinten Nationen, das Verfolgungsspiel im Zug oder die weltberühmte Szene im einsam und verlassenen Feld an einer abgelegenen Straße, in der minutenlang nichts passiert, nur der Zuschauer weiß, dass etwas passieren wird, aber was? Hitchcock treibt die Spannung auf ein Maximum. Und dann wie aus dem nichts... passiert es. Auch der angekündigte Showdown auf dem Mt. Rushmore ist furios und spannungsgeladen. Dabei arbeit der Meister Hitchcock im wesentlichen mit ruhigen und sachlichen Bildern und lässt lieber die Kulissen und Darsteller für sich "sprechen". Gewalt spielt in dem Film nur eine oberfläche Rolle. Sie wird nur eingesetzt um die Story voranzutreiben, dabei ist sie in der Regel selbst nicht zusehen oder wird nur angedeutet (Whiskey Szene). Grant selbst mochte das Drehbuch zunächst nicht, da er selbst von den Szenen so verwirrt war wie sein gespielter Charakter. Und genauso geht es dem Zuschauer, denn Hitchcock verbindet in North By Northwest alle seine Stärken zu einem scheinbar perfekten Film.

Die restaurierte Filmfassung erschien im letzten Jahr auf Blu Ray. Sie liefert ein hevorragendes Bild, wenn man bedenkt, wie alt der Film mittlerweile ist. Man kann sagen, dass ca. 70% des Films nun nach High Definition aussieht. Einige Szenen wurde ausgelassen oder waren scheinbar nicht zu korrigieren. Eine Neuanschaffung lohnt sich nicht nur deshalb. Über 2 Stunden Zusatzmaterial haben sich angelagert, beispielweise eine Dokumentation über den tollen Cary Grant in Spielfilmlänge.

Bewertung des Films
Handlung: *****
Darsteller: *****
Musik: ****1/2
Kameraarbeit/Schnitt: *****

Bewertung der Blu Ray
Bild: ****
Ton: ***1/2
Extras: *****
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TOP 1000 REZENSENTam 23. November 2013
Die Rezension bezieht sich auf die DVD.

Den Titel habe ich gewählt, weil ich diese Besetzung für besonders gelungen halte.

Gerade weil, was Hitchcock-Fans wissen, beide Darsteller in einer Altersklasse waren, ist es umso erstaunlicher, wie überzeugend sie Mutter und Sohn spielen ( so einen Besetzungs- Coup gab es Jahrzehnte später bei "Dallas" mit Larry Hagman und Barbara Bel Geddes ).

Sie hatte vier Jahre zuvor die Mutter von Grace Kelly in "Über den Dächern von Nizza" gespielt, der nicht zuletzt wegen ihr von mir geliebt wird. Sie hatte die erfrischende Bodenständigkeit und einen Witz, dass man sie leicht für oberflächlich halten konnte, selbst in dramatischen Situationen.
Etwa in der Fahrstuhl-Szene, wenn beide mit seinen Verfolgern nach unten fahren:

"Haben Sie wirklich die Absicht, meinen Sohn zu töten?" Erst lacht einer der beiden Halunken, dann der andere. Dann der ganze Fahrstuhl, denn die vier sind nicht allein.
Auch Mutter lacht verlegen über ihren scheinbaren Irrtum. Mittendrin unser Cary, der überhaupt nicht mitlachen kann, weiß er es schließlich besser.

Der Film ist rasant, hat viele unvergessliche Szenen, diesmal ist leider nicht John Williams dabei, dafür aber ein anderer Hitchcock- Spezialist: Leo G. Carroll aus "Ich kämpfe um Dich".

Eva Marie Saint und nicht Grace Kelly ist hier die "kühle Blonde". Ich persönlich ziehe Grace vor, aber Eva war gut, keine Frage.

James Mason und Martin Landau sind hier das dynamische Duo, dass Roger Thornhill das Leben schwer macht, weil sie ihn für einen gewissen George Kaplan halten.

Der Soundtrack von Bernard Herrmann ist einer der besten, die je komponiert wurden.

Der Film macht einfach nur Spaß. Alle Beteiligten haben einer super Job gemacht. Es gab immerhin drei Oscar-Nominierungen:
für Drehbuch, Schnitt und Ausstattung.

Die DVD bietet umfangreiches Bonusmaterial.
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am 8. Juli 2006
Gleich zu Beginn des Filmes hat Regisseur Alfred Hitchcock einen seiner berühmt gewordenen Kurzauftritte, diesmal als Mann, dem der Bus vor der Nase davonfährt. Ab dann wird aber mehr keine Abfahrt verpasst. "Der unsichtbare Dritte" geht amüsant und rasant dahin. In New York City beginnt eine Verfolgungsjagd in Richtung Nordwesten (engl. Originaltitel: "North by Northwest") über Chicago bis zum Showdown bei Rapid City, South Dakota.
Doch der Reihe nach: Der von Cary Grant dargestellte New Yorker Werbefachmann Roger O. Thornhill ("O" steht nach Eigenangabe des Namensträgers für "nichts") wird für den Geheimagenten George Kaplan ( = der unsichtbare Dritte) gehalten und von Spionen gekidnappt. Sie bringen ihn in das Nobelanwesen Baywood, nahe Glen Cove, wo er Bekanntschaft mit dem Hausherrn, dem angeblichen UNO-Beamten Lester Townsend, schließt, der ihn vor die Wahl stellt: Kooperation oder Tod. Als der verdutzte Thornhill sich weigert in krumme Dinge mithineingezogen zu werden, wird er mit Bourbon abgefüllt und ins Auto gesetzt. Ein Unfall entlang der steilen Küstenstraße soll sein vermeintliches Agenten-Doppelleben als Mr Kaplan beenden. Doch er landet quicklebendig in der Ausnüchterungszelle der lokalen Polizei. Wieder frei, sucht Thornhill den echten Townsend im UNO-Gebäude auf. Dieser wird mitten im Gespräch mit einem Messerwurf getötet und stirbt in Rogers Armen. Ab nun ist R.O.T. auf der Flucht, da er für den Mörder gehalten wird.
Im Zug nach Chicago trifft der gehetzte Held auf die raffinierte und erotische Blondine Eve Kendall (Eva Marie Saint), die ihn zuerst vor der Polizei im Gepäckfach versteckt und ihm danach eine Liebesnacht schenkt (Abteil E 3901, für alle Romantiker, die die Fahrt mit dem Kultzug "20th Century Limited" selber unternehmen wollen). Gleich darauf schickt Eve, die angebliche Industriedesignerin, ihren Lover aber zu einem beinahe tödlichen Rendezvous. Mitten in der Einöde, bei der Greyhound-Station Prairie Stop/Highway 41, soll Roger endlich den ominösen George Kaplan treffen. Jener bleibt aber weiter unsichtbar, stattdessen macht ein Getreide-Sprühflugzeug im Tiefflug Jagd auf Thornhill. Diese fast acht Minuten dauernde Szene wurde in der Filmgeschichte zur Legende.
R.O.T. überlebt den Luftangriff. Zurück in Chicago trifft er Eve wieder und enttarnt die Dame als Geliebte des Oberspions Phillip Vandamm (James Mason). Ab nun entsteht zwischen den beiden gegensätzlichen Männern ein emotional aufgeschaukeltes Tauziehen um Eve. Wer am Ende das bessere Ende, sprich Mrs Kendalls Hand, in der seinen Hand hält, braucht wohl Fans klassischer Hollywood-Filme nicht weiter erklärt werden.
Am Mount Rushmore Monument, zwischen den in den Fels gemeißelten Köpfen berühmter US-Präsidenten, fällt die endgültige Entscheidung. Die dabei gedrehten Kletterszenen am Fels gingen ebenfalls in die Filmgeschichte ein. Übrigens: da damals, nämlich 1959, im UNO-Gebäude nicht gefilmt werden durfte, ließ Hitchcock dies mit versteckter Kamera tun. Ein pfiffiges Extra für eine Spionagekomödie!
In meinen Augen übertrifft "Der unsichtbare Dritte" alle anderen Hitchcock-Werke. Der Film lobt den Regie-Meister durch sich selbst. Das liegt am perfekten Drehbuch, den witzigen Dialogen (Cary Grant at his best), den einprägsamen Settings (Grand Central Station, Prärie, Mt. Rushmore) und an Eva Marie Saint, die - bei allen Heiligen - die mit Abstand ausdrucksstärkste und erotischste aller Hitchcock-Musen ist.
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am 17. Mai 2013
Der Alfred Hitchcock Klassiker "North ByNorthwest" bzw. im deutschen "Der unsichtbare Dritte" gehört definitiv zu den Höhepunkten des Regisseurs.

Zum Film:

"Der New Yorker Werbemanager Roger O. Thornhill wird irrtümlich von dem in die USA eingeschleusten KGB-Spion Phillip Vandamm für einen Agenten der Spionageabwehr gehalten. Vandamm lässt ihn entführen und ordnet mehrere Mordanschläge gegen ihn an. Beim Versuch, die Sache aufzuklären, gerät Roger selbst unter Mordverdacht und muss sich nun auch vor der Polizei in Acht nehmen. Im Zug nach Chicago hilft ihm eine attraktive Blondine, aber kann er ihr vertrauen?"

Technische Details:

Die DVD wartet mit vielen Specials auf. So zum Beispiel:

- Trailer
- Original Kommentare von Drehbuchautor Ernest Lehman
- Original Dokumentation zum Film
- Foto-Galerie
- Ton Spur nur mit Musik

Die deutsche Synchronspur ist original von 1959 aus den MGM-Synchronstudios Berlin-Tempelhof.

Fazit:

Ein guter Cast, ein gutes Drehbuch, gute Darsteller, großartige Bilder und ein insgesammt stimmiges Feeling, welches der Großmeister Hitchcock da auf Zelluloid gebannt hat, machen diesen Film in jeder gut sortierten Film-Sammlung unverzichtbar.

Alles in allem ein sehr guter Film + Specials zu einem fairen Preis.

5 Punkte für dieses Komplettpaket.
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am 21. August 2007
"dont tell me where we are going! Surprise me!" ("Verraten Sie mir nicht wo hin wir fahren! Ich möchte überrascht werden!") Sagt Roger Thornhill (Cary Grant) zu seinen Entführern. Diese haben ihn kurz zuvor aus dem Plaza Hotel in New York entführt, weil sie ihn für den Agenten George Kaplan halten. Tatsächlich beginnt nun eine Überraschungsreise quer durch die USA von den Vereinten Nationen bis nach Mount Rushmore wo die Geschichte schließlich in einem dramatischen Showdown endet. Ein witziger, spritziger unterhaltsamer und spannender Film von der ersten Sekunde, als Hitchcock in seinem Cameo die Bustür vor der Nase zugeknallt wird, bis zur letzten Sekunde, in der Hitchcock die beiden Hauptdarsteller sich erst in einem Zugabteil innig küssen lässt und anschließend der Zug donnernd in einen Tunnel einfährt. Verschmitzt umgeht er die Zensur des Hays Office. Sex entsteht hier nur im Kopfe des Betrachters.

Die berühmte Szene in dem einsamen Maisfeld im Mittleren Westen, bei dem Roger Thornhill (Cary Grant) durch ein Flugzeug ermordet werden soll, ist oft beschrieben und kopiert worden. Höchst amüsant ist aber auch die darauf folgende Szene während im Auktionshaus in Chikago, als Roger Thornhill (Cary Grant) seinen Verfolgern entkommt, indem er die Versteigerung solange stört, bis die Verantwortlichen die Polizei rufen.

Welcher Film Hitchcocks wirklich sein ultimativ bester ist, lässt sich schwer sagen. In keinem seiner unzähligen guten Filme ist aber Hitchcock eine so geniale Mischung zwischen Spannung, Erotik, Humor und Unterhaltung gelungen wie in diesem prächtigen Streifen, der sich durch seine aufregenden Drehorte und einen Cary Grant in Bestform auszeichnet. Obwohl er das sonst nicht so mochte, hat Hitch viele Szenen an Originalschauplätzen gedreht, dort wo das nicht erlaubt wurde, wie in den Vereinten Nationen und besonders am Mount Rushmore hat er durch phantastische Bauten oder raffinierte Matte Paintings die Orte künstlich herstellen lassen. Die Außenszene mit Cary Grant an den Vereinten Nationen hat er sogar aus einem als Blumenwagen getarnten Lieferwagen heraus heimlich gedreht. Noch dazu enthält der Film eine der liebenswürdigsten Filmpannen der Geschichte Hollywoods. Als im Restaurant am Mount Rusmore plötzlich ein Schuss fällt, hält sich ein kleiner Junge im Hintergrund schon mal vorsichtshalber die Ohren zu. Wenn es einen Oskar für Goofs gäbe, der Kleine hätte ihn bekommen.

Die DVD dieses ausgezeichneten Klassikers ist ordentlich gemacht, verfügt über eine interessante Hintergrunddokumentation und ist zu einem ausgesprochen günstigen Preis zu haben. Was will man noch mehr? 5 Punkte vergeben!
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am 6. Januar 2002
Mit diesem Technicolor-Streifen aus dem Jahre 1959 variiert Alfred Hitchcock, der Erfinder des Thrillers, sein Lieblingsthema: Die Suche nach der eigenen Identität. Ein Angestellter namens Thornhill, verkörpert von Cary Grant, gerät durch eine Verwechslung zwischen die Fronten von CIA und KGB. Der KGB vermutet in ihm einen nicht existenten CIA-Agenten: nur knapp entgeht Thornhill mehreren Mordanschlägen. Aber nicht nur der KGB ist hinter ihm her, sondern auch das FBI: Mordverdacht. Auf sich allein gestellt, lernt Thornhill auf seiner Flucht in einem Zug eine typische Hitchcock-Blondine kennen (Eva Marie Saint), die ihm - zumindest anfänglich - bei der weiteren Flucht behilflich ist. Danach folgen erstaunliche Wendungen, die die Spannung immer höher treiben.
Hitchcock legte bei vielen seiner Filme Wert auf Humor und Ironie. Meines Erachtens ist North By Northwest Hitchcocks witzigster Film. Beispielsweise ist eine Szene wie eine Komödie inszeniert: Hier versucht Thornhill bei einer Kunstauktion die Polizei herbeizurufen, indem er dumme Kommentare zu Versteigerungsobjekten und falsche Gebote abgibt.
Filmgeschichte hat der Film mit zwei Sezenen geschrieben: Thornhill wird bei einem vermeintlichen Treffen inmitten abgeernteter Maisfelder von einem Flugzeug angegriffen. Schließlich mündet der spannungsgeladene Film schließlich in einen Showdown auf den Köpfen von Mount Rushmore. Oft kopiert und nie erreicht.
Das Bild der DVD ist für das Alter des Films - über 40 Jahre - ganz hervorragend. Die für Technicolor typischen Eiskeller-Farben kommen gut zur Geltung und das Technicolor-Rot ist ein einziger Genuß. In zwei Szenen trägt Eva Marie Saint ein rotes Kostüm bzw. Kleid, was einem den Atem raubt.
Der Ton ist leider nicht so gut. Auf Deutsch liegt er nur in Mono vor. Die englische Dolby Digital Abmischung läßt viele Wünsche offen, denn das Geschehen ist hauptsächlich auf die vorderen Lautsprecher konzentriert, wobei der Center ziemlich leise ist. Nur bei der berühmten Flugzeugszene sind auch die Rears einbezogen und man zuckt regelrecht zusammen, wenn hinter einem völlig unerwartet das Getöse immer lauter wird.
Einige Extras befinden sich auch auf der DVD. Abgesehen von dem üblichen Trailer ein Making Of, wo es eine "etwas" älter gewordene Eva Marie Saint zu bewundern gibt, eine Extra-Tonspur mit dem Audiokommentar des Drehbuchautors und eine weitere Tonspur, auf der es nur die wunderbare Musik von
Hitchcocks Hauskomponisten Bernhard Herrmann zu hören gibt. Allerdings sind die Pausen zwischen den einzelnen Stücken ziemlich lang.
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am 17. August 2006
Der Meister der Suspense hat mit dieser filmischen Meisterleistung einen zwar spannenden und mitreißenden, aber auch sehr humorvollen Film zustande gebracht. Anders als die meisten seiner klassischen Werke strahlt ,,Der Unsichtbare Dritte" eine gewisse Leichtigkeit aus, was nicht zuletzt an der Darstellung Cary Grants liegt. Die Szenen mit Thornhills Mutter oder die unbefangenen und spitzbübischen Dialoge sind wunderbar heiter, doch Szenen wie jene berühmte im einsamen Maisfeld, in der ein Flugzeug den vermeintlichen Agenten jagt, wirken mindestens ebenso beklemmend. Die Jagd quer durch die USA ist sehr dynamisch und spannend gelungen, vom perfekt inszenierten Verwirrspiel um Agenten und einen unbescholtenen Bürger, der rein zufällig in eine lebensgefährliche Angelegenheit hinein gerät, ganz zu schweigen.

Ein kurzweiliger, durchaus kunstvoller Unterhaltungsfilm für Paranoiker.
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