Die Erscheinungen beim Ullstein-Verlag sind leider nicht in der richtigen Reihenfolge, wie sie vom Autor verfasst wurden. So befindet sich Banks in "Der unschuldige Engel" noch in intensivem Clinch mit seinem Vorgesetzten Jimmy Riddle, dem er im Roman "Kalt wie das Grab" zur Seite steht. Nun aber zum inhaltlichen: eine Jugendliche wird ermordet auf einem Friedhof aufgefunden, die Polizei und hier vor allem der neue Kollege Barry Stott haben schon bald ihren Hauptverdächtigen gefunden und bringen ihn vor Gericht, er wird aber zur Überraschung aller von den Geschworenen freigesprochen. Im weiteren Verlauf schildert Robinson die Suche nach einem anderen Täter (oder haben die Geschworenen Owen Pierce zu unrecht freigesprochen?) und die Schwierigkeiten die Pierce mit seiner zurückerlangten Freiheit hat. Mehr wird aber nicht verraten, auch wenn die endgültige Lösung nicht mehr wirklich überraschend ist. Alles in allem ein wieder überzeugender Yorkshire-Krimi von Peter Robinson, der thematisch in die gleiche Kerbe schlägt wie "Kühler Grund" von Stephen Booth oder "Ein Ort für die Ewigkeit" von Val McDermid, die beide in Punkto Spannung aber noch einen draufsetzen. Trotzdem für alle Fans von Alan Banks, Jim Hatchley und Susan Gay sei gesagt: Lesen lohnt sich!!