Die Geschichte wird aus der Sicht des tunesischen Kameltreibers erzählt, während er mit seinen Freunden in seiner Heimat weilt und von dem wohl wichtigsten Ereignis seines vergangenen Lebens erzählt: seiner großen Liebe, einer Frau aus der Schweiz. Beschrieben wird sein Weg nach Europa und seine Begegnung mit dieser Frau. Die Geschichte ist von Anfang an spannend, hat keine Längen, keine überflüssigen Schilderungen und hat dennoch alles, was eine gute Geschichte braucht.
Dabei hat der Autor auch einen wunderschönen Schreibstil. Ich habe schon mehrere Liebesgeschichten gelesen, u.a. auch Geschichten der Weltliteratur wie Madame Bovary von Flaubert oder Sinn und Sinnlichkeit von Jane Austen. Ebenso schöne Werke aktueller Literaten wie Nicholas Sparks. Aber keine dieser Geschichten hat mich so berührt wie "Der träumende Kameltreiber". Eine einfache Liebesgeschichte wird großartig geschildert.
Und so ganz nebenbei erfährt man auch wichtige Aspekte über die Lebensweise in Nordafrika sowie Ansichten eines Arabers über Europa, die zum Nachdenken anregen.
Ich werde sicherlich auch noch weitere Werke dieses Autors lesen. Zwar ist das Buch für 150 Seiten nicht unbedingt günstig, aber ganz sicher ist jede Zeile ihren Preis wert.