Wer kennt ihn nicht? Wer liebt ihn nicht, den STRUWWELPETER. Generationen haben ihn gelesen und sind aufgrund des Buches ermahnt worden. Kippel nicht mit dem Stuhl, iss deine Suppe auf, guck nicht Löcher in die Luft, lass die Streichhölzer in ruh...
Erwin Grosche & Sara Ball haben mit dem tierischen Struwwelpeter eine ganz neue und wunderschöne Version eines der ältesten Kinderklassiker herausgebracht.
Wer ist den nun der Struwwelpeter, welcher sich nicht die Haare und Nägel schneiden lassen will? Es ist der Löwe, grandios schon auf dem Cover umgesetzt. Doch auch der Bär als böser Friedrich ist Klasse gewählt, denn jedem der gewählten Tiere traut man so ein Verhalten zu.
Nun noch Paulinchen als Gans und der Mohr als schwarzes Schaf, sowie der Jäger als Fuchs und Hase. Der Konrad kommt als Frosch und lutscht sich seine Daumen wund, doch werden sie nicht mehr abgeschnitten sondern nur gequetscht.
Das fette Schwein als Suppenkasper ist besonders lustig, gerade als es abgemagert ins Grab fällt. Der Zappelphilipp als Affe ist die beste Wahl, grandios und so wahr. Selbst Hans Guck in die Luft als Esel ist brillant umgesetzt.
Die Texte frei nach Heinrich Hoffmann hat Erwin Grosche umgesetzt und ein wenig entschärft, die Bestrafungen sind nun nicht mehr so drastisch, ebenso die Wortwahl. Doch die Bilder von Sara Ball sind eine Augenweide, so schnell und feste habe ich mich in die Zeichnungen verliebt.
Sehr empfehlenswert!