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Der tibetische Verräter: Roman (Shan ermittelt)
 
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Der tibetische Verräter: Roman (Shan ermittelt) [Gebundene Ausgabe]

Eliot Pattison , Edgar Rai
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 364 Seiten
  • Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (28. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3352007659
  • ISBN-13: 978-3352007651
  • Originaltitel: The Lord of Death
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35.332 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Eliot Pattison
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der amerikanische Autor Eliot Pattison hat sich in den letzten Jahren mit seinen Tibet-Krimis eine stetig wachsende Fangemeinde erobert. Mit Der tibetische Verräter erscheint nun bereits der sechste Fall um den ehemaligen chinesischen Ermittler Shan, der seine Leser wieder begeistern wird. Wie auch in den Vorgängerbänden verbindet Pattison seine Kriminalgeschichte mit beeindruckenden Naturschilderungen des Himalaja und interessanten Einblicken in die tibetische Kultur.

Shan, chinesischer Exinspektor und Überlebender eines tibetischen Gulags, arbeitet als Bergführer in einem Basislager am Mount Everest, wo er seinen Lebensunterhalt mit dem Transport von toten Bergsteigern und Sherpas verdient. Aber eigentlich möchte er nur seinen Sohn retten, der in einer chinesischen „Spezialklinik“ in den Bergen interniert ist. Durch Zufall gerät er an den Schauplatz eines Mordes: eine chinesische Ministerin und eine amerikanische Bergsteigerin wurden erschossen. Shan wird festgenommen und landet in den Folterkammern der Polizei. Nachdem er unerwartet wieder freigelassen wird, macht er sich auf die Suche nach den Mördern und kämpft gegen Politfunktionäre und geldhungrige Unternehmer, die die Morde vertuschen möchten und schnell einen Schuldigen präsentieren: Oberst Tan. Doch um seinen Sohn aus dem Lager zu retten, muss Shan die Unschuld von Tan beweisen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt ....

Neben der spannenden Handlung gelingt Pattison eine fesselnde Darstellung des inneren Zustandes von Tibet. Das politische und soziale Elend der Tibeter und die systematische Zerstörung ihrer Kultur durch die chinesischen Besatzer werden auf erschütternde Art und Weise beschrieben. Der Leser bekommt Einblick in die Geschichte und Kultur des Landes, in der Buddhismus bzw. Lamaismus tief verankert sind. In Der tibetische Verräter spielt außerdem der Chomolungma eine zentrale Rolle -- der Mount Everest, der den Einheimischen heilig ist und tief verehrt wird. So ist Pattisons Roman zum einen eine bittere Anklage der Verbrechen der chinesischen Besatzer und zum anderen eine Verurteilung des Massentourismus in der Everest-Region, dessen katastrophale Auswirkungen auf die Natur und die tibetische Kultur eindrucksvoll dargestellt werden. -- Alexandra Plath

Pressestimmen

Wer Tibet verstehen will, muss Pattison lesen. (taz)

Packender Krimi, Reiseführer und Zeugnis einer fast verlorenen Mönchs-Kultur in einem. (ZDF)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christina Liebeck (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Auch im sechsten Band seiner Inspektor-Shan-Krimis gibt Eliot Pattison wieder tiefe Einblicke in die Kultur und die Geschichte Tibets und zeichnet ein aktuelles Bild der Menschen, die in dem von China okkupierten Land leben. Diesmal muss Shan ohne seine beiden Freunde, den Mönch Lokesh und den Lama Gendun, auskommen und ist auf sich allein gestellt. Wie so oft gerät er direkt am Anfang in die Mühlen der chinesischen Justiz und wird der Ermordung der chinesischen Tourismusministerin bezichtigt - doch diesmal kann Shan nicht durch seine Redegewandtheit entkommen. Die Folterszenen, die nun folgen, sind zwar nicht ausufernd, gehen aber trotzdem furchtbar unter die Haut, weil vor allem Shans Gedanken und Gefühle offengelegt werden. Solche Schilderungen lassen den Leser fast nicht glauben, dass dieses Buch im Jahr 2009 spielt. Erst vor relativ kurzer Zeit, nämlich im März 2008, gab es einen tibetischen Aufstand, bei dem sich zahlreiche buddhistische Mönche in Lhasa in friedlichen Demonstrationen gegen die chinesische Regierung auflehnten, wobei mindestens achtzig Menschen eines gewaltsamen Todes starben. Diese Aufstände sind nicht Gegenstand von Pattisons neuestem Roman, sie geben aber den ungefähren Zeitrahmen vor und machen dem Leser deutlich, dass die Unterdrückung Tibets auch über dreißig Jahre nach der chinesischen Kulturrevolution immer noch stattfindet, und zwar - vorausgesetzt, dass Pattisons Schilderungen authentisch sind - in einem Maße, das jeden westlichen Leser nur empören kann. In einer der ergreifendsten Szenen im Buch schildert der Autor, wie ein uraltes buddhistisches Kloster mit Bulldozern niedergewalzt wird, wie religiöse Gegenstände von unschätzbarem Wert zerstört werden, so dass es einem, ähnlich wie Shan, fast die Tränen in die Augen treibt. Pattisons Roman ist aber kein plumpes Plädoyer Freiheit für Tibet". Im Nachwort schreibt der Autor entsprechend: [i]In allen meinen Shan-Romanen habe ich besonderes Augenmerk darauf gelegt, das politische und soziale Elend der Tibeter nicht zu überzeichnen."[/i] Nichtsdestotrotz ist die Aussage deutlich.

Eliot Pattisons Krimis sind keine klassischen Ermittlergeschichten, vielmehr stehen die Menschen und ihre Lebensweise im Vordergrund. Natürlich leistet Shan wieder eine Menge Ermittlungsarbeit und brilliert durch seine genialen Schlussfolgerungen, doch wer eine klassische Wer hat den Mord begangen?"-Story sucht, der liegt hier falsch. Pattison macht es dem Leser oft nicht gerade einfach, man muss sich ziemlich konzentrieren und vieles wirkt fremd und sperrig, so dass man nicht auf den ersten Blick begreift, worauf der Autor hinauswill. Ohnehin kommt wieder sehr vieles zusammen und auch Shan steht nicht bloß vor einem Rätsel: Da werden religiöse Statuen gestohlen und tauchen wieder auf, verschwindet Bergsteigerausrüstung, benimmt sich ein amerikanischer Tourist sehr merkwürdig und bereitet ein ehemaliger Lama Probleme. Man muss auch bereit sein, die tibetische Lebensweise quasi als Leser für sich zu akzeptieren - wenn im Roman ein Mann als Maultier reinkarniert wird, und zwar tatsächlich, dann ist das eben so.

Der tibetische Verräter" ist eine gelungene Fortführung der Reihe um Shan Tao Yun, die kritisch die Lage im heutigen Tibet beleuchtet und diese quasi als Rahmenhandlung für einen spannenden Kriminalfall nutzt, der, wie man von Pattison schon gewohnt ist, in einem sehr starken, stimmigen Ende mündet. Pattisons Tibet-Krimis sind nicht nur originell und gut geschrieben, sondern auch politisch und herausfordernd - ein packendes Lesevergnügen für alle, die mehr über fremde Kulturen und andere Lebenswelten erfahren wollen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mord auf dem Dach der Welt 1. November 2009
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Schöner gut gemachter Krimi mit aktuellem Bezug zu China und Tibet, so präsentiert sich das Buch DER TIBETISCHE VERRÄTER von Eliot Pattison. Mit Spannung aufgeladen und der Lösung welcher man bis zum Schluss harren muss, eignet sich das Buch gut für eine schöne Zeit am Kamin oder im Bett, wobei man vor Spannung wohl wird nicht einschlafen können. Mag der Autor auch noch so manches Stereotype Bild von China als korrupt und gewalttätig bedienen - die Geschichte ist doch gelungen und an jedem Bild ist schließlich auch immer ein Körnchen Wahrheit. Ein bisschen Dalai Lama findet sich auch darin, wobei es an und für sich mehr um einen zerzwickten Mord geht als um philosophische Themen.

Natürlich wird auch die Frage Tibets immer wieder erörtert und dies wird chinesischen Stellen bestimmt nicht gut gefallen - ist Tibet nun frei oder nicht und was hatte es mit der tibetischen Befreiungsarmee eigentlich auf sich.

Doch die Geschichte überzeugt vielmehr mit einem interessanten Mord an der chinesischen Tourismusministern und einer unbekannten blonden Schönheit - wer könnte es gewesen sein?

Auf den Seiten des Buches entspinnt sich eine komplizierte Geschichte um gegenseitige Abhängigkeiten und chinesische Befindlichkeiten. Natürlich ist China keine Demokratie, hat wohl auch niemand behauptet - das merkt man auch dem einen oder anderen Verhör an - ich möchte nicht in so einem Verhör stecken, seien sie sicher!

Des Rätsels Lösung ist: Dies wird hier nicht verraten, aber die Tourismusministerin hat wohl einen dunklen Fleck auf der Weste in ihrer Vergangenheit...

Wer einen gut gemachten modernen Krimi schätzt wird hier gut bedient werden, nichts Spektakuläres und auch nichts wo man viel Grips aufwenden müsste, mit vielen politischen Versatzstücken und dem Hinweis auf Tibets Unschuld und Unterdrückung.

Für Krimifans gut gemacht und es seien alle versichert, es wird nicht langweilig bis zu Schluss!

Empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Silke Schröder, hallo-buch.de TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht erst seit Olympia 2009, den protestierenden Mönchen und den Auftritten des Dalai Lamas ist Tibet ein Thema. Sportler und Menschenrechtler setzen sich für mehr Freiheit in dem von China okkupierten Land ein und auch der tibetanische Buddhismus findet hier jede Menge Anhänger. Der Amerikaner Eliot Patterson bringt uns diese interessante Kultur mit seinen Shan-Krimis ein wenig näher.

Im mittlerweile fünften Fall seines sympathischen chinesischen Ex-Ermittlers geht es um unmenschliche Zustände in Chinas psychiatrischen Anstalten, um den Tibet-Tourismus, die Zerstörung der lokalen Kultur durch Maos Rotgardisten und um die geheimen Abkommen zwischen den USA und Tibet in den Jahren vor der chinesischen Besetzung. Doch Elliot versucht mit seinen Büchern nicht nur, die Ungerechtigkeiten und Drangsale Tibets unter chinesischer Herrschaft darzustellen. Er beschreibt auch das alltägliche Leben und den Spagat vieler Tibeter zwischen dem aufgeklärten China des 21. Jahrhunderts und den Werten der buddhistischen Tradition. Ein spannender Einblick in eine uns fremde Gesellschaft, gebettet in einen interessanten Krimi.
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