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Der spazierende Mann
 
 
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Der spazierende Mann [Taschenbuch]

Jiro Taniguchi
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 168 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 2 (April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551777918
  • ISBN-13: 978-3551777911
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 319.296 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jir? Taniguchi
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Das kontemplative Werk des Comic-Großmeisters Jiro Taniguchi gilt in Japan bereits als Klassiker und ist nun endlich auch auf deutsch erschienen.« (Bestnote: 5 Sterne) DER STERN »Mit Tiefgang und subtiler Kritik beleuchtet der Autor Familienstrukturen und Arbeitshaltung der Menschen in Japan.« (TAGESSPIEGEL, Berlin) »Taniguchis Werk ist ein charmanter Aufruf, über den Tellerrand des alltäglichen Kleinkrams zu blicken und die Schönheit der Welt um uns herum neu zu entdecken.« (DPA) »Taniguchis Geschichte stammt bereits aus dem Jahr 1992. Doch ihre Botschaft, dass eine Entschleunigung des Lebens Glück und Zufriedenheit mit sich bringt, hat seitdem mit jedem Tag an Bedeutung gewonnen.« (Georg Howahl, WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE) »...die Quintessenz von Taniguchis Manga...« (Felix Giesa, SATT.ORG) »In seinem Meisterwerk von 1992, "Aruko Hito" (wörtlich übersetzt: "Der gehende Mann") schildert er auf jeweils acht Seiten den Alltag eines etwa Vierzigjährigen, der, statt morgens ins Büro zu hetzen, mit offenen Augen durch Stadt und Land schlendert und sich an Nebensächlichkeiten wie zwitschernden Vögeln, einem Sonnenaufgang oder einem gefundenen Lippenstift ergötzt. "Damit wollte ich", so Taniguchi im Gespräch, "der Hektik unseres Lebens etwas Langsames entgegenstellen und den geistigen Reichtum sichtbar machen, der im Kleinen und Gewöhnlichen verborgen ist." Im Kontrast zu den zumeist rasanten Manga wirken diese Spaziergänge geradezu wie erholsame Meditationen - und falls sich ein deutscher Verlag dazu durchringt, dieses Buch auch zu veröffentlichen, stehe ich in zwei Jahren wieder hier und wiederhole meine Laudatio auf Taniguchi.« (Christian Gasser in seiner Laudatio zu VERTRAUTE FREMDE als »Comic des Jahres 2007«)

Kurzbeschreibung

Wer nimmt sich heute noch die Zeit, sich einen Baum in der Großstadt anzuschauen? Um einfach Vögel zu beobachten, oder in Pfützen zu spielen, nachdem es geregnet hat? Der spazierende Mann holt uns aus dem hektischen Leben heraus, nimmt sich Zeit und Muße für die kleinen Dinge des Lebens. Er lädt uns auf seinen stillen und oft einsamen Runden dazu ein, sein Glück zu teilen und uns mit ihm den Zufällen und kleinen Überraschungen des täglichen Lebens auszusetzen. Dieses aus achtzehn Episoden bestehende Buch ist das wohl bekannteste Werk des mehrfach preisgekrönten Autoren Jiro Taniguchi, dem europäischsten unter den japanischen Comiczeichnern. Die deutsche Ausgabe enthält ein exklusives Nachwort des renommierten Comic-Kritikers Andreas Platthaus ("Frankfurter Allgemeine Zeitung").

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rami
Format:Taschenbuch
Jiro Taniguchi präsentiert uns hier ein wahrlich gelungenes Werk für Genießer, kleiner, stiller, einsamer Momente. In den Comic wird kaum gesprochen - man begleitet die Hauptfigur einfach beim Spaziergang und den kleinen Erlebnissen die er dabei hat. So geniesst man einfach die Bilder und die darin ruhende Atmosphäre - die zwar dezent ist aber wunderschön ist und das kleine Glück vermittelt. Ich habe mir nach diesem Band nun selber vorgenommen nach meinen stressigen Alltag wieder paar Mal die Woche spazieren zu gehen.
Das Comic ist eine Empfehlung, für Kenner, Genießer und Freunde der Ruhe und Harmonie.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bin nur kurz draußen 10. April 2009
Von Riyad Salhi TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
I. Zwar gibt es Dialoge in dieser Sammlung von Spaziergängen mit oder ohne Hund, in erster Linie mit seiner häuslichen, feinfühligen Frau, aber in 90 Prozent der Panels sehen wir den höheren Angestellten durch seine neue Wohngegend streifen. Das würde nicht funktionieren, wenn Tatsumi die Grafik besorgt hätte, oder jeder andere, der Gebäude, Straßen, Lampen, Geschäfte, Zäune, Steine und Schiffe nur andeutet - der strikte, nuancierte Naturalismus der Bilder bei Taniguchi ist entscheidend, um die Ruhe und Genügsamkeit des Protagonisten auch bei sich selbst in Ansätzen zu erleben. Denn der spazierende Mann entdeckt seine Umgebung mit einem kleinen Erstaunen, das uns ein Tardi oder Trondheim so nicht hätten vermitteln können. Doch diese Leute wären auch nicht auf die Idee gekommen, die Mikro-Erlebnisse (ein Huhn, eine zerbrochene Brille, ein verlassenes Schwimmbad) vor der Haustür in 18 Vignetten zu verwandeln. Geschichten sind das noch nicht.

II. Acht Seiten braucht Tatsumi für "Auf dem Baum". Mit seinem Hund Flocke dreht er wieder eine Runde, sieht einen motorisierten Papierflieger, der sich - es muss Spätherbst sein - in einem Baum verfängt. Die Kinder sind ratlos. Der namenlose Umherstreifer zieht sich Schuhe und Strümpfe aus, erklettert den Baum und lässt den Flieger nach unten gleiten. Die Jungs sind begeistert. Der Spaziergänger bleibt noch oben, genießt die Aussicht auf die Wohnsiedlung unter ihm. Taniguchi kostet diesen langen Augenblick mit einem ganzseitigen, großartigen Panel aus. Dann tritt er den Weg nach Hause an, findet das zerbogene Flugzeug auf der Straße. Zu Hause repariert er es. "Toll machst du das", sagt seine Frau. Dann lässt er es in die Nacht hinein fliegen.

III. Unser Mann ist ein Schweiger, aber kein Verstockter. Wissensdurstig und gebildet. Er leiht sich "Die kleine Diebin" von Claude Miller aus. Lässt die VHS-Cassette dann an einem Baum (schon wieder!) liegen, wo er eine junge Frau trifft, die ihm eine Kindheitserinnerung anvertraut. Der Spaziergänger interessiert sich für Architektur und Schalentiere. Die Doppelseite 144/145 ("Das Meer sehen") kommt ohne ein Wort aus, ohne Lautmalerei (die oft genug stört, denn die Geräusche stecken schon in den meisterhaften Bildern). Mit seiner Frau unternimmt er diesmal keinen Spaziergang, sondern ein regelrechtes Wohlfühlwandern, das nach meinem Geschmack noch viel länger hätte ausfallen können. Wie wäre es mit einem Comic, der auf 50 Seiten einen Spaziergang durch Weimar nachzeichnet, ohne Dialoge, ohne Gedankenblasen, ohne "Knurr, Knurr" oder "Platsch, Platsch". Ich würde mir das ansehen, wenn jemand vom Schlage Taniguchis für die Zeichnungen verantwortlich wäre. Auch wenn ich nicht wüsste, was im Kopf der Figur vor sich geht. Weil ich es gar nicht wissen will. Weil es um die Landschaft geht, um die Bewegung in der Landschaft.

IV. Ein anderes Mal holt unser Spaziergänger einen älteren Herrn ein, der daraufhin größere Schritte macht. Dann zieht der jüngere Mann nach und ist wieder auf selber Höhe mit dem Rentner. Mehr braucht es nicht. Am Ende geben sie diesen Wettbewerb auf und unterhalten sich. Wir hören ihre Worte nicht.

V. Zehn Jahre später ist der Spaziergänger nicht gealtert. Er kommt an einen Fluss, den er nicht kennt. Er trifft einen Angler, der nichts fangen will. Und zum allerersten Mal werden wir mit einer Message konfrontiert. Die Dinge langsam angehen. Na gut, das hätte nicht unbedingt ausgesprochen werden müssen.

VI. Die engsten Gassen weltweit gibt es übrigens in Japan. Unser stämmiger Freund passt da gerade so durch.

VII. In der DNA dieses Comics gibt es nichts, was man mit Mangas in Verbindung bringen könnte.

VIII. Man liest "Der spazierende Mann" zunächst viel zu schnell. Beim zweiten Mal drosselt man das Tempo. Der dritte Durchgang ist noch gemächlicher und entspricht wohl dem, was Taniguchi gemeint hat.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wolhtuend langweilig 20. Juli 2009
Von Konz
Format:Taschenbuch
Laaaaaangweilig! Das mag man wohl denken, wenn man das Buch zum ersten Mal durchblättert. Kaum Dialog, und wenn doch, dann völlige Banalitäten. Die Geschichten drehen sich nur um alltägliche Dinge, die ein Mann erlebt, der in der Gegend herumläuft. Aber wer sagt denn, dass Langeweile und Alltag unbedingt schlecht sind? Immerhin besteht der größte Teil unseres Lebens aus Alltag. Also sollten wir ihn genießen, sonst verpassen wir den größten Teil unseres Lebens. Genau dabei kann dieses Buch helfen. Wenn man sich darauf einlässt, entdeckt man immer neue Details und sieht auch die tägliche Umgebung mit anderen Augen.
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