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Allerdings: die Sprache... Die Sprache ist z.T. derart unbeholfen, dass mich der Impuls beschlich, vorne nachzusehen, wer das nun wieder so unerfreulich übersetzt hat... Leider kann man dieses Manko aber keinem Übersetzer anlasten, es ist der Autor selbst. Wer mal die Bücher von Preston und Child verschlungen hat, die sich mit ähnlichen Themen befassen und beileibe keine hochliterarischen Absichten verfolgen, wird hier schlucken.
Dass Isau Jugendbuchautor ist, hatte mich hoffen lassen, eine lebendige, authentische Sprache vorzufinden, die ihren eigenen Ausdruck hat - und kein Gewimmel von konventionellen Floskeln.
Konventionell, nein: traditionell ist auch seine Herangehensweise an einen seiner Protagonisten Saraf. Saraf ist als der klassische "sanfte Wilde" aufgebaut, der ungeahnte Weisheiten und Geisteskräfte in sich trägt und alle 50 Seiten traurig in die Landschaft blickt. Bei über 750 Seiten kommen da schon ein paar Wiederholungen zusammen, die besonders deshalb auffallen, weil das Motiv für den traurigen Blick des sanften Riesen immer ähnlich ist: die unglaubliche Gestörtheit der zivilisierten Mitbürger.
Die Gegenüberstellung von Zivilisation=Unwissenheit und Wilder=sanfter Supermann hat mich ziemlich genervt, weil ich das mehr als abgegriffen finde. Vor allem, wenn es einem dermaßen platt serviert wird.
Also: hier nicht zu viel erwarten.
Wer mit den auf dieser Seite beschriebenen Kritikpunkten leben kann, der kann sich auf einen fesselnden Roman freuen, der sich durch den Umstand, dass er im Realen wurzelt (Jonestown etc), umso faszinierender liest.
PS: Und das Cover ist einfach wunderschön!
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