Kurzbeschreibung
Klappentext In Galsan Tschinags Geschichten wird die Welt der Tuwiner im Altai mit seinen schneebedeckten Bergen, den eiskalten Flüssen, den Tälern und Weiden im westlichsten Zipfel der Mongolei lebendig, eine für unser Empfinden noch heile Welt. Sie ist nicht geschaffen für einen kurzen Streifzug, zu kostbar für flüchtige Blicke mit den Augen der Fremden. In den Geschichten erkennt man den unsichtbaren Reichtum dieser Welt und ihrer Menschen, die noch die Erde, die Berge, die Flüsse heilig halten, die der Natur mit Achtung und Verehrung begegnen, weil sie noch wissen, daß sie ein Teil von ihr sind. Rührt eben daher die große Würde, die von diesen Menschen ausgeht? In ihrem schlichten Gewand kann sie dem flüchtigen Blick des Fremden leicht entgehen, und unbedacht hat man sie verletzt. Mit den inneren Augen erkennt man sie besser, selbst über Tausende von Kilometern hinweg. Liest man die Geschichten des zweisprachigen Autors Galsan Tschinag mit offenem Herzen, dann tut sie sich auf, diese Welt, und macht uns reicher. Erika Taube
Über den Autor
Galsan Tschinag, geb. 1943 in der Westmongolei, ist Stammesoberhaupt der turksprachigen Tuwa. Von 1962-68 studierte er Germanistik in Leipzig, seither schreibt er viele seiner Werke auf Deutsch. Er lebt den größten Teil des Jahres in der Landeshauptstadt Ulaanbaatar und verbringt die restlichen Monate abwechselnd als Nomade in seiner Sippe im Altai und auf Lesereisen im Ausland. Galsan Tschinag erhielt u.a. 1992 den Adelbert-von-Chamisso-Preis und 2001 den Heimito-von-Doderer-Preis. 2002 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.