Ohne Zweifel hat sich Malte Olschewski hier an ein heißes Thema herangewagt: Den Lieblingsfeind des Westens, den man immer dann hervorkramen kann, wenn gerade nichts anderes verfügbar ist. Dass die Serben nicht mit Messern zwischen den Zähnen umherlaufen und kleine Kinder verspeisen, hat sich wohl schon herumgesprochen. Da ist es gut, wenn jemand wie Malte Olschewski versucht, ein gängiges Geschichtsbild ein wenig zurechtzurücken. Und es ist noch besser, dass dies durch einen deutschsprachigen Autor erfolgt. Schließlich durfte auch Deutschland 70 Jahre lang in Europa den Buhmann spielen. Unverständlich ist mir nur, warum mittlerweile dieses Buch nicht mehr im Buchhandel erhältlich ist.