Dieses Buch des Norwegers Jostein Gaarder ist eine Zusammenstellung von Erzählungen und Geschichten, die sich alle um den Sinn des Lebens, die Rolle des Einzelnen in der Welt und die Frage "Wie und wo ist die Welt eigentlich entstanden?" drehen. Eindringlich schildert er, was in einer jungen Frau vorgeht, als sie ihre letzte Reise antritt, weil sie weiß, daß sie unheilbar krank ist. Oder die Romanfigur Theobald, die beschließt, nicht mehr eine Idee des Autors zu sein, sondern, umgekehrt, dem Schriftsteller seine Gedanken aufzwingen will. Oder der Journalist, der eine Rezension über die Wirklichkeit schreiben soll. Alle diese Geschichten fordern vom Leser viel Konzentration, aber es lohnt sich auf jeden Fall, sie zu lesen, denn befassen sie sich nicht alle mit Fragen, die auch uns dann und wann beschäftigen? "Der seltene Vogel" mag zwar keine konkreten Antworten auf sie zu geben, aber er kann unsere Gedanken in eine Richtung lenken, in der es leichter fällt, manche scheinbar unverständlichen Dinge zu verstehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)