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Produktinformation
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John Costa ist ihm auf der Spur. Allerdings hat er keine Ahnung von Arkenhouts Verbrechen. Er sucht als Angestellter eines Londoner Museums den Kunsthistoriker Christopher Hart, der wertvolle Zeichnungen entwendet haben soll und spurlos verschwunden ist. Hart ist jedoch Arkenhout zum Opfer gefallen. In Portugal stoßen die beiden Männer aufeinander und Costa wird nach und nach mit der schrecklichen Wahrheit vertraut.
Der Plot ist alles andere als neu. Krimis, vor allem Psychothriller, hatten häufig die Aneignung fremder Identität zum Thema. Neu und spannend ist die Art und Weise, wie Michael Pye mit dem Stoff umgeht, ihn variiert. Der Autor hat viel Geduld mit seinen Figuren, die sich glaubhaft entwickeln und entfalten dürfen. Die Wandlung Arkenhouts vom Gelegenheitstäter zum Mörder aus Passion, die Entwicklung seines Gegenspielers John Costa vom biederen Museumsangestellten zu einer völlig anderen Persönlichkeit sind erregende Abläufe. Der Kampf dieser beiden Männer wird mit psychologischen Mitteln geführt, bis die Handlung in blanker Gewalt eskaliert. Wer wird wen zur Strecke bringen? Das Finale ist allemal originell und überraschend!
Michael Pye ist ein außerordentlich fein gesponnener Psychothriller gelungen, der sich wohltuend von vielen reißerischen Erzeugnissen dieses Genres unterscheidet. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Michael Pye hat mit "Der sechste Mann" einen ungewöhnlichen Thriller geschrieben. Teils in der ersten Person, teils in der dritten Person erzählt, wechselt er die Perspektiven so schnell, dass man manchmal stutzt, weil man einen Wechsel verpasst hat. Doch sowohl Martin Arkenhout, als auch sein Verfolger sind sehr gut getroffen, und die langsam verschwimmenden Beweggründe der beiden Protagonisten äußerst interessant zu beobachten.
Warum also nur drei Sterne ? Nach einem furiosen Beginn und der überraschenden Einführung der zweiten Erzählperspektive ließ das Tempo des Buches doch erschreckend nach. Die beiden Hauptpersonen beäugen sich in ihrem Dorf, umwerben dieselbe Frau und viel mehr passiert auch nicht. Mal ein Gespräch mit dem Nachbarn, dem Polizeichef, der Ehefrau, das mag ja für sich gesehen ganz interessant sein, bringt die Geschichte aber nicht weiter. Das Finale ist zugegebenermaßen überraschend und originell, reicht aber nicht, die 200 Seiten Langeweile davor vergessen zu machen.
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