Nach seiner Genesung und Entlassung aus dem Krankenhaus begibt Dagliesh sich in ein Pflegeheim am Meer, von wo aus sich kürzlich ein Pater, ein Lehrer aus Jugendtagen, an ihn gewandt hat. Doch der Pater ist tot, die Leiche verbrannt, und es stellt sich heraus, dass dies nicht der einzige Todesfall war. Und bleiben wird.
Eine englische Steilküste, eine Handvoll meist unzufriedener Personen, ein merkwürdiger Turm, ein selbsternannter Glaubensführer und mehrere Tote: Stoff genug für Geheimnisse und Spannung, könnte man glauben. Aber weit gefehlt. Das Einzige, was man als Leser mit Spannung erwartet: Wann die vielen angeblich natürlichen Todesfälle endlich offiziell als Morde diagnostiziert werden, zumal man als Leser Zeuge eines Mordes wird.
Man kennt Dagliesh als grüblerischen, introvertierten Charakter, aber weil er in diesem Buch ohne Team agiert, fehlt der kollegiale Austausch und damit die soziale Komponente. Dagliesh versinkt im Sumpf der eigenen Gedanken, was die Stimmung des gesamten Buches trist macht.
In der Zeichnung der Personen und der Schilderung der Landschaft ist die Autorin genau und detailliert. Doch das allein kann nicht genügen für ein Buch, das ein Krimi sein will.