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Der schwarze Stern der Tupamaros: Roman Taschenbuch – 20. Juni 2006


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 329 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. Juni 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746622719
  • ISBN-13: 978-3746622712
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 2,3 x 19,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 488.993 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Gerhard Seyfried, Jahrgang 1948, genießt als Cartoonist und Comic-Zeichner einen legendären Ruf. Daß er auch als Erzähler zur Meisterklasse gehört, beweist er mit diesem Roman, für den er mehrere Jahre lang recherchierte.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"REPUBLICA ORIENTAL DEL URUGUAY
DIRECCION NAL. DE MIGRACION
- 8 ABR. 1985
ENTRADA COLONIA 85
So steht das frisch gestempelt auf der Seite neben dem Visum der Republica Argentina. Fred Richter klappt den Paß wieder zu und schiebt ihn in die Hemdtasche. Er sitzt auf der steinernen Balustrade und schaut über die weite, graubraune Wasserfläche des Rio de la Plata, dorthin, wo unsichtbar im hellen Dunst Buenos Aires liegen muß. Zu seinen Füßen klatschen die Wellen an die Mauer. Außer den Wellen regt sich nichts. Nirgends ein Mensch, keine Möwen im Himmel, kein Schiff auf dem Strom. Fred ist heute morgen von Buenos Aires herübergekommen, 55 km mit dem nagelneuen Tragflügelboot über den Rio de la Plata. lsabel und Alfredo hatten zwar bedenkliche Gesichter gemacht wegen des Ausflugs nach Uruguay, Bord-aberrys finstere Militärdiktatur war schließlich erst vor einem Jahr zu Ende gegangen, aber er wollte eben einmal hierher, und wenn es nur für ein paar Stunden wäre. Dabei weiß er gar nicht recht, was er eigentlich hier sucht, hier in Colonia del Sacramento, dieser kleinen Provinzhauptstadt. Den Ursprung einer Geschichte, die hier nicht angefangen und hier auch nicht geendet hat? Und doch irgendwie hier begann, hier in Südamerika, wo weder er noch Jenny jemals waren. Er kehrt dem großen Strom den Rücken und wandert langsam zurück durch die schmale, mit groben Steinen gepflasterte Gasse. Ihr Name steht klein an die Hausecke gepinselt: Galle de los Suspiros, Seufzerstraße. Zu beiden Seiten ducken sich niedrige ein- und zweistöckige Häuser, armselig und schief, schimmlig und stockfleckig vom feuchten Klima. Telefondrähte an die Wand genagelt, ein völlig verrostetes, unleserliches Schild. Niemand ist zu sehen, die Gasse ist wie ausgestorben ..." -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Konrad Geyer am 15. August 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Gerhard Seyfried verfügt über beachtliches Erinnerungsvolumen und hat einen Roman über die wilden Siebziger in der BRD geschrieben... "München- Schwabing, Ende Januar 1974... der Demonstrationszug zieht durch die Theresienstraße... zieht durch die Amalienstraße auf die Theresienstraße zu... Ludwigstraße... eine der Hauptverkehrsadern aus der Innenstadt nach Norden... beim Siegestor wird aus ihr die Leopoldstraße... über den Oskar-von-Miller-Ring... die Demo ergießt sich in die Ludwigstraße..." … damit geht es los. Der Autor beugt sich tief über seinen Falkplan und verbalisiert ihn pedantisch, vermischt den Text, den er so generiert mit Diskursen über politische Zusammenhänge und ethnografischen Beschreibungen der Protagonisten – abgewetzte Lederjacken, schulterlange Hennahaare, lila Halstücher... so weit, so durchwachsen. Aber trotzdem ist es dem Autor gelungen, mich ins Geschehen zu zerren. Ich erlebte die beschriebene Zeit nur über den Rand meines Kinderwagens, noch dazu in der Provinz, vieles war neu für mich, anderes unangenehm vertraut aus meiner eigenen Adoleszenz.

"Schön und gut Seyfried" höre ich den Lektor von hinter den Zeilen dem Autor zurufen, "Deine Erinnerungen sind nahezu lückenlos. Du warst dabei, das hat Authenzität, das gefällt, aber, die Leser da draußen, Seyfried, die bräuchten da noch was mehr. Irgendetwas. Kannst du nicht eine Liebesgeschichte einbauen? So was kommt immer gut!"
Seyfried schickt Jenny ins Rennen. Sie beschert dem Protagonisten auf Anhieb "ein leichtes Kribbeln in der Nackengegend". Später trifft sie sich mit ihm. Die Beiden diskutieren, trinken Tee, löffeln und kuscheln.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT am 30. September 2004
Format: Gebundene Ausgabe
«"Also, wir denken uns das ganze bisschen so wie ein Netz, wa", fängt er an, „in jeder Stadt ne Gruppe, tupamaromäßig und so weiter. Nicht zu groß die Gruppen. Wenn ne Gruppe größer wird, sollten zwei davon ne neue bilden. Keine direkten Kontakte untereinander, zur Sicherheit. Need to know, vastehste."
Er wartet einen Moment, aber da keiner was sagt, spricht er weiter: „Denn das ist die Strategie, wa. Die Aktionen planen, die wichtig sind. Leute aus dem Knast holen. Den Oberschweinen mal eins auf den Deckel geben, damit sie nicht übermütig werden. Banken machen zwecks Finanzierung.»
Ende der sechziger, Anfang der Siebziger und die erste Generation der Spaßgesellschaft wird erwachsen. „high sein, frei sein, ein bisschen Terror muß dabei sein", skandierten die Haschrebellen und treffen damit genau Freds Lebensgefühl. Er ist einer von denen, die kurz nach dem Krieg geboren wurden, im dumpfen Mief der fünfziger und sechziger Jahre aufwächst, in einer Demokratie ohne Demokraten. Denn wer in Amt und Würden sitzt, saß dort oft schon im Dritten Reich. Die demokratischen Freiheiten stehen in der Verfassung, aber sie auszuüben, gilt als unfein, wenn nicht kriminell. Lange Haare, Demonstrationen, Diskussionen, das alles gilt bereits als subversiv. 1967 wird Benno Ohnesorg bei einer Demonstration erschossen, Rudi Dutschke wird bei einem Mordanschlag lebensgefährlich verletzt, es sollen nicht die einzigen Schüsse bleiben. Das „Establishment" reagiert heftig, die Springerpresse hetzt gegen alle, die links oder langhaarig sind und in den politischen Zirkeln gärt es, sie radikalisieren sich.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von F. Wallner am 13. Januar 2005
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Der schwarze Stern der Tupamaros ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Die Sensibilität, mit der die mikro- und makropolitische Situation gezeichnet wird, und die handwerkliche Exzellenz, mit der eine spannende Geschichte erzählt wird. Jeder/m zu empfehlen, die/der einen manchmal heiteren, oft bewegenden Ausflug in die jüngste deutsche Vergangenheit erleben möchte.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von - am 13. November 2006
Format: Taschenbuch
der comiczeichner der linken hat den roman der spaßguerilla geschrieben, schnörkellos und dogmatisch wie die zeit eben war, aber vor allem als umfassende historische collage, die dem heutigen leser deutlich macht, aus welcher weltsicht heraus die linke ihren kampf formuliert hatte.
die perspektive verbietet eine nach modernen maßstäben scheinbar ausgewogene darstellung, vielmehr dokumentiert sie eine heute fremd anmutende fokussierung auf die damals wahrgenommenen gesellschaftlichen und politischen widersprüche, die in der heutigen diskussion um die genese des militanten linken kampfes bis hin zur RAF fast vollständig ausgeblendet bleiben.
viele, zum teil unbekannte historische details, der verweis auf internationale ereignisse und repressive verflechtungen der westlichen staaten, die darstellung der medialen stigmatisierung und dadurch hervorgerufene politische isolierung evozieren ein bild der enge, das die militante konsequenz als zwangsläufige folge darstellt, wollte man nicht kapitulieren und zum verräter am eigenen gewissen werden. die empathie, die sich beim leser einstellt, lässt denselben fast zum akteur werden und das mulmige gefühl, dass hier etwas entschieden schief läuft, hält ihn bis zum schluss fest. aus spaß wird schnell ernst.
auch das erzählgerüst - die liebesgeschichte - bleibt zeittypisch spröde und dennoch als handlungsgerüst umso tragfähiger.
letztlich fällt dem leser die schwierige aufgabe zu, eine eigene bewertung der sachverhalte zu formulieren, wäre da nicht hin und wieder das aufblitzen von selbstironie.
das buch leistet - gerade weil die haltung nicht kritisch reflektiert wird, sondern den leser in die damaligen denk- und verhaltensmuster einführt - den wohl wichtigsten beitrag zur geschichte der 68er generation.
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