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Der rätselhafte Charme der Freiheit: Versuche über das Neinsagen (edition suhrkamp)
 
 
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Der rätselhafte Charme der Freiheit: Versuche über das Neinsagen (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

István Eörsi , Anna Gara-Bak , Péter Máté , Gregor Mayer , Angela Plöger , Hans Skirecki
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 197 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (31. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518122711
  • ISBN-13: 978-3518122716
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 10,9 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.023.688 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit seinen zuletzt erschienenen Werke Tage mit Gombrowicz und Hiob und Heine hat sich Eörsi in die erste Reihe der ungarischen Gegenwartsliteratur geschrieben. Sein schriftstellerisches Temperament entzündet sich am Aktuellen, er ist ein mutiger Publizist, ein angriffslustiger, perspektivischer Denker, der keine Tabuthemen, keine Debatte, keine Feindschaften scheut. Die Sammlung seiner Essays, Reflexionen und Polemiken aus den neunziger Jahren, denen Porträts intellektueller Freundschaften an die Seite gestellt werden, liest sich wie ein scharfsinniger Kommentar zu den Erfahrungen der Epoche. In seiner Auseinandersetzung mit dem Ende der kommunistischen Ära 1989 und den neuen Nationalismen, mit dem Auseinanderbrechen Jugoslawiens, den Kriegen auf dem Balkan und dem ungarischen Antisemitismus verfolgen wir den schwierigen Weg Mitteleuropas ins 21. Jahrhundert.Die Sammlung seiner Essays, Reflexionen und Polemiken aus zwanzig Jahren, denen Porträts intellektueller Freundschaften an die Seite gestellt werden, liest sich wie ein scharfsinniger und ungemein lehrreicher Kommentar zu den Erfahrungen unserer Epoche. In seiner Auseinandersetzung mit dem Ende der kommunistischen Ära 1989 und den neuen Nationalismen, mit dem Auseinanderbrechen Jugoslawiens, den neuen Kriegen und dem ungarischen Antisemitismus verfolgen wir den schwierigen Weg Mitteleuropas ins 21. Jahrhundert.

Über den Autor

1931 in Budapest geboren. Lyriker, Dramatiker und Prosaautor, war Schüler von Georg Lukács, wurde 1956 wegen Beteiligung am Ungarnaufstand zu acht Jahren Haft verurteilt und 1960 amnestiert. Freier Schriftsteller, Journalist und Übersetzer, 1978-82 Dramaturg am Theater in Kaposvár. Berufsverbot. 1983/84 war er Stipendiat des DAAD in West-Berlin 1986 kehrte er nach Ungarn zurück. Er lebt in Budapest und Berlin und arbeitet z.Zt. an einem autobiographischen Roman.
Freundschaften verbanden ihn u.a. mit Ernst Jandl und Allen Ginsberg, die er ins Ungarische übersetzte. Seine übersetzerische und herausgeberische Tätigkeit ist immens, u.a. übertrug er Gedichte von Goethe, Heine, Brecht, Shakespeare, Shelley, Keats, Puschkin und Majakowski, Apollinaire und Lorca sowie das Spätwerk von Georg Lukács ins Ungarische.
Eörsis Stücke wurden, außer in Ungarn auf deutschen und jugoslawischen Bühnen gespielt. Artikel und Essays zu aktuellen politischen Themen erscheinen u.a. in der FAZ, taz, Lettre International, Sinn und Form, KAFKA u.a.

Istvan Eörsi starb am 13. Oktober 2005 in Budapest.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Ich war vor kurzem in Budapest und habe mir dieses kleine Suhrkamp Büchlein dort gekauft. Ich kannte Istvan Eörsi nicht, der wunderbar leichte Charme des Titels und das ins Reisegepäck passende Format hatten mich verführt. Die Inhalte vermitteln die Entwicklung des Kommunismus, den Aufstand in Ungarn und den hinreißenden Charme eines Mannes, der sich durch niemanden den Mund verbieten lässt - aus den 50ern bis heute. Die Sichtweise vom Osten auf den Westen ist das Besondere, mir bislang Unbekannte, faszinierend zu lesen, manchmal etwas weitschweifend, aber immer lohnend, weil man schönste Erkentnisse und Sätze erfährt, die das westliche Denken bereichern und ergänzen. Hier wird nicht mit erhobenem Zeigefinger auf den Westen dramatisiert, sondern der ernsthafte Versuch unternommen, etwas Neues, gerechteres jenseits von Kommunismus oder Kapitalismus zu formulieren.

Das Buch teilt sich in die Kapitel "Ungarische Verdrängungen, Kriege in der Welt, Figuren (interessant "Die Gebrauchsanweisung zur Lektüre Enzensberges") und einem lesenswerten Nachwort "Über die Schwierigkeiten des Neinsagens". Hier findet sich ein Satz, der ein unangenehmes Schlaglicht auf die neuen Demokratien im Osten wirft: "Das pseudosozialistische Rechtssystem wurde zu einem kapitalistischen, doch in den Lücken der schlecht und recht zusammengestoppelten Gesetze, in den Grauzonen zwischen Legalität und Illegalität haben findige und hungrige Räuberbanden an sich gerissen, was nicht niet- und nagelfest war." Wunderschön das fragendes Bekenntnis am Ende (7 Fragen), aus der die Tiefe seines Lebens erahnbar wird: z.B. "Kann ich mir ein System vorstellen, das sich meinen ausgeprägten Vorstellungen von Gerechtigkeit annähert?"
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