Ein Steingarten ist eine kleine Welt für sich, das wird in diesem Buch ganz deutlich. Es reicht nicht aus, einfach Gebirgsstauden bunt zusammengewürfelt zwischen Steine zu pflanzen, zu unterschiedlich sind deren Standortsansprüche und zu eng das Zusammenleben von Stein und Pflanze. Der Autor nimmt einen mit auf eine Reise zu den unterschiedlichsten Bergen, zeigt mit abwechslungsreichen Texten, welche Pflanzen an ihren natürlichen Standorten zwischen Schwäbischer Alb, Kalkalpen, süditalienischen Vulkanen und Patagonien wachsen.
Aus diesen harmonischen Verbindungen zwischen Stein und Pflanze in der freien Natur entwickelt der Autor Möglichkeiten, im eigenen Garten Ähnliches zu gestalten. Natursteinmauern werden ebenso vorgestellt wie natürliche Steingärten, ein Alpinum, Gärten am Steilhang, ein Mini-Steingarten auf der Terrasse oder auf einem Flachdach und ein Sandbeet.
Großer Raum wird dabei den unterschiedlichen Materialien eingeräumt, die für einen Steingarten verwendet werden können. Die Pflanzenporträts sind vielleicht etwas zu kurz gekommen, originelle Anregungen zur Gestaltung in Wort und Bild machen dieses Manko jederzeit wieder wett.
Vielleicht kommt es ja mal zu einem Nachfolgewerk: Pflanzen für den Steingärten. Das würde ich mir auf jeden Fall auch wieder gerne ansehen.