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Der neue Golfkrieg Taschenbuch – 2003


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Taschenbuch, 2003
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498044907
  • ISBN-13: 978-3498044909
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 917.269 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Der Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler ist mit dem Thema Krieg bestens vertraut. Hier analysiert er es aus einer auf den jüngsten Irak-Krieg fokussierten Perspektive. Seine beiden letzten Veröffentlichungen Über den Krieg im Allgemeinen wie über Die neuen Kriege im Besonderen weisen ihn als Kenner der politischen Theorie vom Krieg ebenso aus wie als einen Analytiker auf der Höhe der Zeit. Und so ist denn auch Der neue Golfkrieg weitaus weniger der kalkulierte verlegerische Schnellschuss als man vermuten könnte.

Tatsächlich hatte der ohnehin für diese Aufgabe gut vorbereitete Autor ja in den Monaten vor dem erwarteten Waffengang Zeit genug, die Fäden zu spinnen, die er dann rechtzeitig zusammenweben konnte, um das Buch unmittelbar nach Beginn der Kampfhandlungen auf den Markt zu bringen. Jedenfalls ist dabei ein Buch herausgekommen, in dem sowohl die kausale Vorgeschichte als auch die Folgen dieses Golfkrieges alles andere als oberflächlich analysiert werden.

Münklers Untersuchung bezieht sich denn auch weniger auf das durchsichtige propagandistische Vorspiel der USA und ihrer Verbündeten, sondern vielmehr auf die sehr viel länger währende Vorgeschichte. Dabei geht er auch auf die Ursachen des zur Befreiung Kuwaits notwendig gewordenen zweiten Golfkriegs 1991 ein, dem ersten asymmetrisch geführten Krieg des vergangenen Jahrhunderts.

Der Autor vertritt mit überzeugenden Begründungen die Auffassung, die USA hätten ihre Haltung in der Irak-Frage nicht erst -- wie häufig behauptet wird -- als Reflex auf den 11. September 2001 grundlegend geändert, sondern sich spätestens 1998 das Scheitern der bis dahin verfolgten Politik eingestanden. Damals habe die Regierung Clinton mit der Aktion "Desert Fox" offen auf eine neuerliche Konfrontation mit dem Irak gesetzt. In dieser Kontinuität sei die Politik der Bush-Regierung zu sehen und nicht in deren Antiterror- und Präventionsrhetorik.

Kritisch beurteilt Münkler die Folgen der neuen US-Präventivschlagsdoktrin, die das völkerrechtliche Gewaltverbot aushebelt. Dieses gelte in Zukunft wohl nur noch für diejenigen Staaten, denen nicht die notwenige militärische Macht zu Gebote steht, Ausnahmen von der für alle anderen geltenden Regel zu definieren. Vor diesem Hintergrund stellt sich für den Autor auch die Frage nach der zukünftigen Stellung Europas in der Weltpolitik "im Schatten der militärischen Hegemonie der USA".

Münklers Buch mag bei seinem Erscheinen für manchen Geschmack vordergründig vielleicht ein klein wenig zu aktuell gewesen sein. Wer es aufmerksam liest, wird jedoch schnell erkennen, dass es weit über seinen aktuellen Anlass hinausweist. --Andreas Vierecke

Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Heinz Dieter Jopp am 14. Mai 2003
Trennscharf in der Analyse, das Wesentliche vom Unwesentlichen trennen und zu klaren, möglicherweise gerade von Politikern diskutierbaren Schlüssen zu kommen, sind das Markenzeichen von Professor Münkler.
Er hat äußerst präzise die technologischen Entwicklungen und deren Umsetzung in US Waffensysteme und operative Planung erfasst und kommt zu der Feststellung, dass die USA mit dem ersten Krieg des 21. Jahrhunderts ihre bereits seit Jahren propagierte Kriegsführung des Netric Centric Warfare erstmalig und sehr erfolgreich umgesetzt haben. Er straft nicht nur die Hundertschaften von Schreibtischstrategen und medialen Militärexperten Lügen, sondern beweißt erneut, dass ein Politologe sehr wohl in der Lage ist, militärische Entwicklungen theoretisch zu durchleuchten und daraus Schlüsse für künftige Auseinandersetzungen abzuleiten.
Was bedeutet dies für Europa und uns Deutsche? Nach dem Wegfall des Ost-West Gegensatzes und seiner Logik der nuklearen Abschreckung gibt es nach Münkler erkennbar eine Möglichkeit der konventionellen Abschreckung: der Androhung des Einsatzes von Waffengewalt in Form asymetrischer Stärke seitens der USA. Diese ermöglicht eine kurze Kriegführung ( wichtig für Demokratien )unter Vermeidung größerer Verluste bei der Zivilbevölkerung und läßt dem Gegner, der mit Waffen des 20. Jahrhunderts ausgerüstet ist, keine große Wahl. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich diese Erkenntnisse bei einigen Staaten in Verhaltensänderungen niederschlagen. Syrien könnte bereits das erste Ergebnisse des Funktionierens der neuen Form der Abschreckung sein.
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11 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT am 8. April 2003
herfried münkler, häufiger TV-talk-show-gast und politikwissenschaftler in berlin, wird nicht müde zu betonen, dass im rückenwinde eines zusammengebrochenen regierungssystems (egal ob es ein schlechtes oder gutes war) - dass in diesem schattenloch nur noch intensiver sich permanenter terrorismus breit mache. mit dem an afrikanischen, tschetschenischen und palästinensischen zuständen vorab geschärften blick muss münkler nun zu recht sorge tragen um die zustände in der arabischen welt, die uns auch durch einen verlorenen golfkrieg nun nicht gerade einen stabilen, verheißungsvollen frieden untertänigst anbieten wird. im macht-vakuum eines zusammengebrochenen regierungssystems pflegt sich anarchischer, unkontrollierbarer terrorismus auf eigene faust breitzumachen: nachdem die offiziellen (islamischen) armeen mit korrekter kriegskleidung und in kasernen zur bombardierung wie auf einem präsentierteller versammelt sich als aussichtsloses widerstandskonzept erwiesen haben... münkler, der clausewitz und machiavelli, thukydides und hobbes zutiefst studiert hat, zeigt sich - obgleich mit dem herzen auf der seite der staatlichen ordnungsmächte - zutiefst skeptisch, was heutzutage die militärische durchsetzbarkeit von rechtsstaatlichkeit anbelangt. (er ähnelt mit dieser position dem jerusalemer militärhistoriker und pentagon-berater martin van crefeld, der die offiziellen soldaten als "overdressed" bespöttelt.) ohne ideologische scheuklappen sieht münkler nüchtern die gefahr, die in terroristischen einzeltätern besteht, die in jedem flüchtlingslager zu hunderten zu rekrutieren sind - und denen die konventionelle kriegführung auf die dauer womöglich unterlegen sein wird.Lesen Sie weiter... ›
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17 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Michael Gerlinger am 21. April 2003
...uns aber durch die Realität aufgezwungen wird, kann man dem jüngsten Buch des Berliner Politologie-Professors Herfried Münkler entnehmen. Es ist ein Buch voller bitterer Wahrheiten, wie etwa, dass der zweite Golfkrieg von 1990 in den USA die Überzeugung hervorrief, dass Krieg wieder eine sehr verlockende Alternative zur Diplomatie darstellt, während wir doch hofften, es würde sich daraus eine Stärkung der UNO ergeben. Oder dass das viele Geld, dass die USA in Aufrüstung steckten sich tatsächlich in Gestalt (erschreckend) effektiver Kriegsführung auszuzahlen scheint.
Auch sonst hat er eine knappe, gut lesbare, fundierte und intelligente Zusammenfassung der Kriegsereignisse vom ersten bis zum dritten Golfkrieg mitsamt der Vorgeschichte geschrieben. So habe ich z.B. von seiner Darstellung der arabischen Rentier- staaten" profitiert.
Trotzdem ist das Buch streckenweise ein Ärgernis und alles andere als das Ultimative zum Thema. Warum?
Münkler versucht krampfhaft, den Anschein von Seriosität zu befördern, indem er ausdrücklich vermeidet "ideologisch" bzw. "ideologiekritisch" zu werden. Wenn nun aber in Washington die Ideologen regieren? Die "üblichen Verdächtigen" (Pentagon, CIA etc.), wie es in einer Fußnote heißt, sind ihm zu billig.
Er will nicht in die Nähe populärer Haltungen in der Art des Slogans "Kein Blut für Öl" geraten und macht sich dann mit der Behauptung lächerlich, der dritte Golfkrieg werde in Wahrheit gar nicht um Öl geführt, sondern es ginge den USA um die Installation eines "Prosperitätsregimes" im Irak. Aber warum beglücken die USA wohl ausgerechnet diese Weltregion und nicht Afrika oder Südamerika?
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