In dieser Autobiographie schildert Monty Roberts seine Entdeckung der Pferdesprache, die auf Körpersprache beruht. Durch Beobachtung wilder Mustangs in Nevada stellte er immer wieder fest, wie Leitstuten ungezogene junge Pferde bestrafen, indem sie sie aus dem Herdenverband wegjagen. Die Pferde kommen, da sie allein in der Wildnis nicht überlebensfähig sind, nach einer Weile zurück und betteln darum, wieder in die Herde aufgenommen zu werden. Diesen Mechanismus benutzt Monty Roberts, um noch nicht eingerittene oder verbogene Pferde dem Menschen wieder unterzuordnen - er jagt sie weg, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen, um sich nachher wieder mit ihnen zu versöhnen. Das funktioniert mit domestizierten Tieren genauso wie mit wilden. Nur, wer diese Methode schon mal live erlebt hat, sieht, wie einfach sie selbst bei Pferdebesitzern funktioniert, die sie noch nie durchgeführt haben und nur Anweisungen von einem Trainer bekommen. Den Moment selbst, in dem sich das Pferd seinem Menschen anschliesst, wird man nie vergessen. Wer begreift, dass diese Methode nur dazu da ist, Pferden wieder das Vertrauen zum Menschen zurückzugeben, hat denk ich das Anliegen des Buches begriffen. Eine Reitlehre von Monty Roberts, die auf Körpersprache beruht, existiert noch nicht. Dieses wirklich fesselnd geschriebene Buch ist das einzige das ich kenne, was klar und gut vorstellbar die Körperhaltungen der Pferde in den speziellen Situationen beschreibt, und nicht nur verschwommen von "den bestimmten Reaktionen" redet, wie es bei einem Hempfling der Fall ist. Jedem, der direkt oder indirekt mit Pferden zu tun hat, kann es nur zum lesen empfohlen werden, in der Hoffnung, dass er seine Pferde danach noch besser versteht und pferdgerechter mit ihnen umgehen kann.