Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Anhören Wird wiedergegeben... Angehalten   Sie hören eine Probe der Audible-Audioausgabe.
Weitere Informationen
Dieses Bild anzeigen

Der menschliche Makel Unbekannter Einband – 2002


Alle 12 Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Unbekannter Einband
"Bitte wiederholen"
EUR 9,99
1 gebraucht ab EUR 9,99
Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Geschenk in letzter Sekunde?
Amazon.de Geschenkgutscheine zu Weihnachten: Zum Ausdrucken | Per E-Mail

Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Hanser München 2002 (2002)
  • ASIN: B003DKDEIY
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.932.232 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Philip Roth ist Träger der wichtigsten US-amerikanischen Literaturpreise und hoch geehrt von der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. Oft wird er in einem Atemzug mit Faulkner, Bellow und Dos Passos genannt. Der 1933 in Newark, New Jersey, geborene Autor mit europäisch-jüdischem Hintergrund schreibt unermüdlich, schonungslos und in drastischer Sprache über seine Landsleute. Das erste Buch mit Short Storys erschien 1959. Die folgenden Romane und Erzählungen über die jüdische Mittelklasse der Nachkriegszeit, über ihre Beziehungen, Zwänge und Neurosen, lösten oft Skandale aus. Bis 1992 unterrichtete Roth an verschiedenen Universitäten. Liebe, Sexualität und Tod sind bis heute die Themen seines Werks. Philip Roth lebt - nach Stationen in Rom, Chicago, London und New York - in Connecticut.

Produktbeschreibungen

2. Auflage, 398 Seiten, 14 x 22 cm, Mit SU. Zustand 1-2

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von *doris* am 14. Februar 2008
Format: Taschenbuch
"Der menschliche Makel" gehört zu Roth's besten Romanen, wie ich finde.

Als die Geschichte verfilmt wurde, war ich zunächst kritisch. Die Verfilmung konnte nicht an das Buch heranreichen (eine Verfilmung kann dies schon aufgrund der begrenzten Zeit nicht), aber ich war positiv überrascht. Selten habe ich so eine gekonnte Auswahl von Buchinhalten in einer Verfilmung wiedergefunden. Hinzu kamen hervorragende Schauspieler... Sir Anthony Hopkins, Nicole Kidman, Gary Sinise, Ed Harris.

In einer Kritik zur Verfilmung ([...]) schrieb die Autorin, die Beziehung der "mondschönen, glatten" Nicole Kidman zu dem alten Herrn sei unglaubhaft. Doch es ist im Film wie im Buch eine der Besonderheiten, die so unglaublich für die Ahnungslosen wie wahr für die Wissenden erscheinen. Die Enthüllung, dass der weißhäutige Coleman Silk von dunkelhäutigen Eltern stammt, war jedenfalls mindestens so überraschend, ob im Roman oder im Film. Auch die Romanfigur muss offensichtlich "weiß" genug gewesen sein, um überzeugen zu können.

Der Roman enthüllt eine Reihe von menschlichen Makeln. Sie sind zwar nicht alle so offensichtlich wie der Rassismus, der Antisemitismus und die Verlogenheit einer äußerlich prüden Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Clinton-Lewinski-Skandal, aber für den sexuellen Kindesmissbrauch und die im-Stich-gelassenen PTBS-Betroffenen gibt es ebenso hervorstechende wie auch subtile, feine Hinweise.

Wie treffend ist da der Titel, der unter anderem auch dafür steht, was Menschen wie Faunia fühlen, die missbraucht wurden: Ein Leben lang mit einem Makel besetzt sein, sich gebrandtmarkt fühlen.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
84 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT am 15. März 2002
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
"Menschlich", das Adjektiv vor dem Makel, auf dem Umschlag etwas kleiner gedruckt als das Substantiv, ist - natürlich - der Kern der Angelegenheit. "Menschlich", so gern benutzt, dieses überaus freundliche Wörtchen, "humanitär", sofern es um größere Gruppen geht, und ach so häufig in seiner Negation - un-menschlich. Es ist ein seltsames Wort, quasi selbstdefiniert, aber eigentlich qualitätslos, genaugenommen völlig aussagefrei, denn Menschen sind *alles*: Gut, böse, neidisch, freundlich, brutal, feindselig, kleingeistig, heimtückisch, geil, machtversessen, sozial, unsozial, asozial. Der Begriff sagt nichts, außer: Er gilt nur für Menschen. Denn Menschen sind - natürlich - einzigartig auf der Welt. Jeder Mensch ist menschlich. Das Menschsein ist der Makel, der Titel eine Tautologie.
Der einundsiebzigjährige Coleman Silk blickt auf eine großartige akademische Laufbahn zurück, war jahrelang reformfreudiger Dekan des - durch seine Arbeit - hochreputierten Colleges von Athena, irgendwo in den Berkshires, und Professor für klassische Literatur, beliebt, geachtet, fast berühmt. Doch die Karriere endete abrupt. Ein eigentlich harmloser Satz, fallengelassen beim Überprüfen der Anwesenheitsliste, rief die selbsterkorenen Moralwächter, die Neider, die Karrieristen auf den Plan. Als Coleman von "dunklen Gestalten, die das Seminarlicht scheuen" deklamierte, um sich über zwei Studenten lustig zu machen, die noch keine der Vorlesungen im laufenden Semester besucht haben, brach eine Welle der moralischen Entrüstung über ihm zusammen. Denn jene Studenten waren Schwarze.
Lesen Sie weiter... ›
2 Kommentare War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "gb11139" am 25. November 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Vereinnahmend ist diese Geschichte und komplett desillusionierend, was die Selbstverwirklichung im törichterweise am meisten bewunderten Land der Welt betrifft. Ganz im Gegensatz zu anderen Kommentatoren bin ich der Meinung, alles daran ist realistisch - so ist das Leben, zumindest kann es so sein, ohne sich dabei anzustrengen. Geradezu genial ist die plötzliche Enthüllung, daß man es bei der Hauptfigur mit einem Schwarzen zu tun hat... es ist, als müßte man sich immer wieder die Augen reiben, um es denn doch zu begreifen und das eigene Gelinktsein als persönliche Vorurteilsbereitschaft anzuerkennen. Man muß eine Weile darauf herumbeißen. Das hatte pädagogischen Pfiff, obwohl es einige Kommentatoren vielleicht gar nicht bemerkt haben. Schön und tiefsinnig die Aussage am Ende, daß es der Würgegriff der Geschichte sei, der uns leicht zum Schicksal wird. Andererseits lehrreich und wahr, daß niemand hoffen darf, derart hartherzig und karrierezentriert spielen zu dürfen mit den Koordinaten seiner Geburt, ohne dafür zahlen zu müssen. Als jemand, der schon ein paar Jahrzehnte auf diesem Planeten ist, rufe ich es den Jüngeren zu: Schaut's euch genau an, diese Hybris kommt vor den Fall; die Maßlosigkeit des Zorns sowieso. Also, es ist eine moralische Geschichte, die unsere Vorstellung vom Leben sowohl problematisieren als auch voranbringen und "bilden" kann.
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von euripides50 TOP 500 REZENSENT am 4. Oktober 2003
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch erzählt die Geschichte von Coleman Silk, einem amerikanischen College Professor, der kurz vor seiner Pensionierung wegen einer missverständlichen und politisch inkorrekten Äußerung in das Fadenkreuz der Heuchler und Superguten gerät und im Zorn das Institut verlässt, das er Jahrzehnte hindurch maßgeblich geprägt hatte. Als enttäuschter und verbitterter Pensionär beginnt er eine Liaison mit der vierunddreißigjährigen Putzfrau Faunia Farley, was sowohl bei seinen Kindern wie auch bei der akademischen Umgebung zum Anlass für Abscheu, Entsetzen und Abgrenzung wird. Doch die späte Liebe, so Coleman Silk, ist die wahre und ultimative Leidenschaft, denn es gibt nicht mehr viel außer ihr, und so verklammern sich Professor und Putzfrau, „einer Frau, die nicht mehr reift, aber auch noch nicht welkt", in einer weltlosen Symbiose ineinander, bis sie beide einem raffnierten Mordanschlag von Faunias geschiedenem Mann, dem gestörten Vietnam Veteran Lester Farley erliegen. Das ist im wesentlichen die Geschichte, und doch ist damit das Wesentliche über das vorliegende Buch gerade nicht gesagt. Das wesentliche an dem vorliegenden Buch ist zweierlei: zunächst die staunenswerte Imagination, mit der sich Roth in die Innenwelt der Protagonisten hineinversetzen kann.Lesen Sie weiter... ›
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden