Die Autorin wird lange für die Einzelheiten recherchiert haben und beweist auch ein gewisses Verständnis für Historie, Mystik und Religion. Aber hier endet alles, was ich an positives über dieses "Werk" zu sagen habe. Die Geschichte ist dermaßen Schlecht und rennt diverse Male ins Aus. Die Protagonistin ist flach gezeichnet, ganz abgesehen von den anderen Personen. Nur der Kater "Jason" besitzt die nötige Tiefe. Aber selbst der ist mehr als Unglaubwürdig. Ständig hat die Protagonistin Ariel das beste oder schlechteste Gefühl und steht alle zwei Minuten vor dem Höhepunkt der Geschichte. Schlechter Erzählstil könnte durch eine gute Geschichte jedoch in den Hintergrund treten. Jesus und seine Jünger, Nero, Caligula, Dsingis-Kahn, Kaspar Hauser, Adolf Hitler, König Salomon etc. Alle scheinen unter einer Decke zu stecken, auf der Suche nach... ...nach was? Am Anfang ist es die geschriebene Prophezeiung des Orakels, welche diverse tausend Jahre in die Zukunft schauen konnte. Spannend. Dann sind es die heiligen Gegenstände, wie das Nagel Jesu oder der Gral. Hmmm. Später sind es die heiligen Städte, welche auf eine kosmische Linie hinweisen. Ahhh. Ein kosmischer Reaktor zu Lieferung "unendlicher Kraft". Ohhh. Dazwischen die griechischen Sagen, Budistische Tantra, biblische Historie neu geschrieben, Arisches Gedankengut. usw. Witzig ist, das die Autorin es schafft diese ganzen Dinge so sanft auslaufen zu lassen und durch neue Phantasien zu ersetzen, daß uns fast gar nicht auffällt, das hier überhaupt keine Antworten rüberkommen und die Informationen komplett deplaziert und unnütz zum aufbauschen einer nicht vorhandenen Geschichte dienen. Und das halten wir durch bis zum Schluß, als die Protagonistin mir ihrer endlichen Liebe die fragwürdigen Manuskripte entziffert. Mit einem Notebook im einem Tippi jenseits jeder Zivilisation. Und die Frage wie ihr Notebook ohne Strom in totaler Einöde laufen mag stellt sich kein Leser mehr. Hier hat jemand nach dem Recherchieren keine Lust mehr gehabt. Und eben dort hätte man das Material auch wegschmeißen sollen. Gut, verschenkte Zeit und der Verleger stand bereits in den Startlöchern... Aber das dümmste an der ganzen Geschichte bin ich, denn ich habe sie bis zum Ende gelesen. Da ich mit meiner Meinung nicht für jeden Leser sprechen kann, wie man an den Rezensionen sehen kann, möchte ich dennoch einen Tipp ans Herz legen: Wem die Geschichte nach 1/4 des Buches unglaubwürdig und schwammig vorkommt, der lege besser das Buch weg. Es wird nur schlimmer.