Wer TOMTE bisher noch nicht kennt, muss sich erstmal an den Sound der Band gewöhnen. Und da hilft nur: immer wieder hören, bis sich dann irgendwann das "Aha"- Erlebnis meldet. Wer aber TOMTE negativ beurteilt, bevor er die Scheibe nicht mindestens 3 Mal gehört hat, tut der Band unrecht. Denn sie hat durchaus etwas drauf, wenn sie nur will!
"Der letzte große Wal" war eine gelungene Single- Auskopplung des meines Erachtens nach besten TOMTE- Albums "Heureka". Der Song hat zumindest Ohrwurmqualitäten.
Aber in diesem Fall lohnt es sich schon fast, die gesamte "Heureka"- CD zu bestellen, weil die ganze CD - bis auf ein paar AUsnahmen - eigentlich ganz empfehlenswert ist. Aber vorsicht: wer Thees Uhlmann's nölende Stimme absolut nicht mag, sollte sich das nicht antun! Das ist dann auch mein einziger Negativpunkt an dieser Band: der übertrieben nölende Gesang, der um so unverständlicher wirkt, je mehr man weiß, dass Uhlmann in der Realität eine durchaus gute Stimme hat, mit der er auf einem John Lennon- Revival sicher gute Aussichten hätte, den ersten Platz zu machen!
Auch die Texte sind meines Erachtens nach etwas albern, und meistens überflüssig. Aber das ist man ja als Hörer von deutschsprachiger Musik ohnehin meist gewohnt. Da kann Einen dann hinterher ja eh nichts mehr schrecken; es sei denn, die Jungs aus Hamburg versuchen Einem hinterher weiszumachen, dass ihre Texte ernst gemeint sind. Eher scheint man hier die Mode der "Hamburger Schule" nachzuahmen; oder sollte man besser sagen: "nachzualbern"?