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Der letzte Zeichner: Aufsätze zu Kunst und Karikatur
 
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Der letzte Zeichner: Aufsätze zu Kunst und Karikatur [Taschenbuch]

Robert Gernhardt
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 344 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 3., Aufl. (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596149878
  • ISBN-13: 978-3596149872
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,9 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 453.524 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robert Gernhardt
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Robert Gernhardt spitzt die Feder: Kampf den Dilettanten in der Kunst! In der Titelgeschichte, Erzählung, Pamphlet und Generalbeichte in einem, erklärt der letzte Meister seinem letzten Schüler die verheerende Entwicklung der Kunst. Während Gernhardt mit dem ewigen Dilettanten abrechnet, äußert er sich profund über die von ihm verehrten Künstler und Könner. Von Giotto über Leonardo und Michelangelo bis hin zu Busch, Pfarr und Sowa, von den Klassikern der Malerei bis zu den großen Karikaturisten unserer Tage reicht Gernhardts Palette. Ein unverzichtbarer Wegweiser durch die Kunst, ein Buch, das den Zeichner und Schriftsteller Gernhardt in neuem Licht zeigt!

Über den Autor

Robert Gernhardt, 1937 in Reval/Estland geboren, studierte Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin. Er lebt als freier Schriftsteller, Maler, Zeichner und Karikaturist in Frankfurt am Main.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hier guckt der Zeichner 24. Januar 2006
Von weiser111
Format:Gebundene Ausgabe
Als meisterlichen Dichter kennen wir den Robert Gernhardt und lieben ihn -- aber man vergisst allzu gern, dass er auch ein gelernter Zeichner ist. "Der letzte Zeichner" versammelt kürzere und längere Essays von ihm zu den Themen Zeichnen, Malen, Kunstgeschichte. Bisher waren sie z.T. querbeet durchs deutsche Feuilleton verstreut, von der "Titanic" bis zur "FAZ", und einige werden hier auch zum ersten Mal abgedruckt.
Zu den Erstveröffentlichungen gehört auch die gut 80 Seiten starke Titel"geschichte", eine unorthodoxe Einleitung und zugleich ein gewiefter Bericht "zum Stand der Dinge", der mit Verve gleich wider mehrere zeitgenössische Stachel löckt. Hier rechnet Gernhardt mit dem "Sonderkommando Werther" (womit er die Unsitte meint, ein Kunstwerk jenseits der rationalen Analyse anzusiedeln und so von vornherein jede Kritik unmöglich zu machen) ab, und auch mit dessen unseligen Auswirkungen auf Kunstbetrachtung und Kunst selber. Man kennt das ja auch aus der Literaturwissenschaft, in Form eines hirnschmalzbefreiten "Aber mit der seelenlosen Analyse macht man doch das ganze schöne Gedicht kaputt!"...

Wer Gernhardts "Gedanken zum Gedicht" kennt, den wird es nicht überraschen, dass er auch in der Malerei (bzw. in der Zeichenkunst, dem "Mittel, um etwas in Erfahrung zu bringen") Könnerschaft verlangt vom Künstler. Einem Kunstwerk, so Gernhardt, muss man ansehen können, nach welchen Kriterien es beurteilt werden will. Und es muss beurteilbar sein -- ein Kunstwerk ist nicht dann eines, wenn es von möglichst vielen Trendsettern als solches bezeichnet wird. Und: Wer urteilt und das Beckmesserlein an Heiligen Kühen wetzt, darf nicht von selbsternannten Jüngern der Kunst (und quasselfreudigen Kunstkritikern etc.) automatisch als Banause oder Schlimmeres bezeichnet werden. Gernhardt zeichnet (!) hier auf relativ wenigen Seiten eine Geschichte der Kunst, die sich nicht von Worten oder Lobhudeleien beeindrucken lässt, sondern nur von den Bildern selber. Mit über die Maßen interpretationsbedürftiger Gegenwartskunst und vor allem den Prämissen und Auswirkungen des erweiterten Kunstbegriffs geht er hart ins Gericht -- hart und sachkundig. Der ewige Dilettant, der sich nicht abfinden will mit seiner Zweitklassigkeit, ist der natürliche Feind der Kunst -- dies der Rote Faden der Einleitung, und eigentlich des ganzen Buches.
Der Geist des einleitenden Essays weht durchs ganze Buch, insofern empfiehlt es sich, hier ausnahmsweise zuerst den Anfang zu lesen. Abgesehen davon kann Gernhardt nicht nur dichten, sondern auch formulieren. Seine Äußerungen zur bildenden Kunst bewegen sich auf ähnlich hohem Niveau wie Henscheids Opern-Essays.

Hohes sachliches und sprachliches Niveau ist ein weiteres Kennzeichnen all dieser Essays -- egal ob es um einzelne Künstler geht, um neckische Anekdoten über die Renaissancemaler und um hinterhältigen Beuys-Schmäh, oder ob Gernhardt vor geliebten und weniger geliebten Bildern steht. Klasse natürlich sein Karikaturisten-Kapitel "Von Könnern" -- hier sind Einzelporträts versammelt von Halbritter, Poth, Traxler, Sowa und anderen, und der Wettlauf zwischen dem Hasen Hochkunst und dem Igel Karikatur liest sich nicht nur amüsant, sondern eröffnet auch, wieder mal, neue Sichtweisen.
Dazwischen gibt's natürlich auch noch Selbstauskunft, deftige Verrisse verhauter Lexika u.a. -- man kommt also voll auf seine Kosten. Und wer nach der Lektüre einsieht, dass er ein Dilettant ist, dem wird es auch leichter gemacht, sich mit dieser Tatsache heiteren Herzens abzufinden. Macht schließlich den Blick frei für echte Kunst. Und geistreich und lustig ist's obendrein.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
... eine Pflichtlektüre !! 12. November 2003
Format:Taschenbuch
Wo scheinbar alle Kreterien über Bord geworfen wurden und offensichtlich alles Kunst ist und seit Beuys auch noch jeder ein "Künstler" sein soll, da räumt Robert Gernhardt mit dem Dilettantentum auf. Geistreich, witzig und kompetent entwickelt und beschreibt er Situationen, die dem Kunstinteressierten die Augen öffnen.
Begriffe wie "Künstler" oder "Superstar" werden heutzutage geradezu inflationär sinnentfremdet, dieses Buch ist hoffentlich ein kleiner intellektueller Stolperstein.
An den Kunstschulen sollte dieses Buch übrigens zur Pflichtlektüre gehören!
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