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Der letzte Weynfeldt
 
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Der letzte Weynfeldt [Gebundene Ausgabe]

Martin Suter
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (85 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 3., Aufl. (Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257066309
  • ISBN-13: 978-3257066302
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (85 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 40.087 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Martin Suter
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Mittfünfziger Adrian Weynfeldt, Kunstexperte und Designsammler, steht zwischen zwei Welten. Freunde seines Alters hat er keine: nur viel jüngere, die ihn – „das etwas exotische Original“ -- nicht zuletzt wegen seines Reichtums umgaren, und ältere, die noch seine Eltern kannten. Mit ersteren besucht Weynfeldt Clubs und Lounges, „für die er sich allein zu alt gefühlt hätte“. Mit letzteren geht er in gutbürgerliche Restaurants und verbringt „angestrengt lustige“ Abende. Dazwischen hat Weynfeldt nichts dagegen, allein zu sein. Im Gegenteil: Er genießt die Einsamkeit. Sex spielt in seinem Leben eigentlich keine Rolle mehr.

Mit seinen älteren Freunden ist Weynfeldt auch unterwegs gewesen, als sich sein Leben schlagartig ändert. In einer Bar wird er von einer jüngeren Frau angesprochen, die ihm wie eine Wiedergängerin einer verflossenen Liebe erscheint. Weynfeldt lässt sich mit ihr ein, nach zahlreichen Martini und Gin-Fizz findet man sich, reichlich angetrunken, im Bett des Junggesellen wieder. Zum Äußersten kommt es zunächst nicht („’Und bumsen?’ fragte sie schlaftrunken. ‚Morgen’, antwortete er. ‚Falls du dann noch magst’. ‚Okay’“). Als es dann doch noch zum Äußersten kommt, ist dieses Äußerste anders als von Weynfeldt erwartet. Am nächsten Morgen nämlich droht die Frau, sich vom Balkon seiner Wohnung zu stürzen. Als er sie rettet, legt sie ihr Schicksal in seine Hand. Weynfeldt soll ihre Schwierigkeiten aus der Welt schaffen. Und dann entwickelt sich die Geschichte doch noch ganz anders, als es der Junggeselle erwartet hat...

Mit Romanen wie Small World und Der Teufel von Mailand hat sich der Schweizer Autor Martin Suter eine beachtliche Fangemeinde zusammengeschrieben. Das kann man gut verstehen. Denn seine Bücher bestechen nicht nur durch eine faszinierend präzise Sprache mit ganz eigenem Duktus, sondern auch durch gut gemachte, fesselnde Plots. Der letzte Weynfeldt hat wieder das Zeug dazu, Suters Fangemeinde noch ein wenig zu vergrößern: spannend geschrieben und unberechenbar bis zum Schluss. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de

kulturnews.de

Spannungsbögen sind ja da, strukturell. Martin Suter lässt seinen neuen Roman einerseits in der Generation 60 plus mit verdammt viel Geld, andererseits in der Generation 35 plus mit viel Maulheldentum und Mittellosigkeit auf hohem Niveau spielen. Zwischendrin der einzige 50 plus, Adrian Weynfeldt. Jahreseinkommen in Höhe von einer Million Euro allein durch das Vermieten eines Hauses an eine Bank, von Beruf Erbe, außerdem noch Kunstexperte für ein renommiertes Auktionshaus. Die existentielle Absicherung seines Protagonisten ist so gut, dass Suter ihn im gesamten Roman - obwohl er es darauf anlegt - nicht einmal richtig in Gefahr bringen kann. Auch Lorena, die obligatorische große Verliebtheit, schafft nur leichte Turbulenzen, und die Möglichkeit, dass Weynfeldt einer Kunstfälschung ... halt! Es soll ja nicht alles verraten werden. Wer "Der letzte Weynfeldt" liest, wird den Verlauf bald selbst ahnen: Schnarchnasen im Großbürgertum. (jw)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
72 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Pajaro
Format:Gebundene Ausgabe
Was könnte Martin Suter doch für fantastische Romane schreiben. Es scheint mittlerweile, als habe der Autor sein Pulver als großer Geschichtenerzähler bereits mit seinen beiden ersten Romanen "Small Word" und "Die dunkle Seite des Mondes" verschossen. Zu belanglos, zu beliebig, uninspiriert und in ihrer Entwicklung vorhersehbar waren alle literarischen Werke, die danach kamen - "Der letzte Weynfeldt" leider eingeschlossen.

Was mich allerdings bei Suter hält, ist seine wunderbare Sprache. Die Präzision, in der er Charaktere, Stimmungen, Empfindungen, Orte und Begebenheiten beschreibt, ist selten geworden in der deutschen Gegenwartsliteratur. Es gelingt ihm immer wieder mit schnellen, präzisen und sprachlich wunderbar virtuos geführten Strichen, Wortbilder zu zeichnen, die den Leser so tief und umfassend in seine Geschichten eintauchen lassen, als nähme man als stiller Beobachter unmittelbar an der Handlung teil. Als könne man die von Suter beschriebenen Szenen, Protagonisten, Räume, Speisen, Gerüche, Requisiten und Kulissen mit allen Sinnen erfahren. Martin Suter hat hierfür ein unglaubliches Können entwickelt, aus diesem Grund schätze ich ihn und lese ihn immer wieder gern.

Seine Geschichten werden hingegen zuehmend banaler, gehen immer mehr ins Klischeehafte, erzeugen keine Nachhaltigkeit, bleiben flach und damit letztlich nur unterhaltend. Sollte dies seine Intention sein, also schlicht zu unterhalten, dann gebührt ihm großer Repekt, viel besser kann man es nämlich nicht machen. Ich weigere mich allerdings zu glauben, dass Suter einfach nur ein Autor für Unterhaltungsliteratur sein will. Einer der regelmässig einen neuen Roman produziert und damit schlicht einen Beruf ausübt. Dafür spürt man in seinen Büchern zu viel Leidenschaft am Erzählen und Beschreiben, zu viel Liebe zum Detail und am Sujet. Zugute halten muss man Martin Suter allerdings, dass er immer wieder interessante Themen als Rahmen für seine Geschichten wählt. Er recherchiert hierfür sehr gut, lässt eigene Erfahrungen einfließen, schafft damit Aufmerksamkeit für bestimmte Themen und bietet dem Leser neue Blickwinkel. Hierbei geht Suter auch durchaus kritisch und ironisch mit einem Thema um. Beispielsweise mit dem Literaturbetrieb in "Lila, Lila" oder mit dem internationalen Kunstmarkt in seinem aktuellen Buch. Das gefällt, wirkt authentisch und rettet so manche Geschichte davor, gänzlich in Belanglosigkeit zu verschwinden. Legt man den ausgelesenen Roman dann aber beiseite, bleibt nichts zurück. Man kann sofort wieder zur Tagesordnung übergehen und hat die Geschichte nach kurzer Zeit schon wieder aus seiner Erinnerung verloren. Das war bei seinen frühen Romanen anders.

Und hiermit komme ich wieder zu meinem einleitenden Satz. Was könnte Martin Suter doch für fantastische Romane schreiben. Er hat ein großes Talent, hat diese wunderbare Sachlichkeit, Klarheit, Unaufgeregtheit und Präzison in seiner Sprache. Leider überträgt sich dieses Können nicht auf die Entwicklung seiner Geschichten. Er könnte ein wirklich großer Literat werden, würde er wieder zu der Dichte und Intensität seiner frühen Geschichten zurückkehren. Dies ist das Dilemma mit Martin Suter. Er schreibt zu gut, als dass man seine letzten Bücher als reine Unterhaltungsliteratur abtun könnte. Aus diesem Grund bringt es auch der Literaturkritker Denis Scheck nicht übers Herz, Suters jüngsten Roman "Der letzte Weynfeldt" in seiner Sendung "Druckfrisch" die berühmte Ausschußrampe hinunterzustoßen, sondern auf den Stapel der lesenswerten Bücher zu legen, wenn auch zögerlich und dies rein Suters hervorragendem Erzählstil geschuldet. "Der letzte Weynfeldt" ist ein schönes, lesenswertes Buch. Ästhetisch, präzise, solide und gediegen. Ein Buch wie eine schweizer Uhr. Man kann sich daran erfreuen, aber letztlich erfüllt sie nur einen banalen Zweck.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht sein bestes Buch 20. April 2008
Von Janne Hoffmann TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin Suter-Fan, liebe die elegante Sprache, in der der Autor schreibt und seine präzisen Schilderungen diverser Milieus in der Welt des Großbürgertums und des Business. Den Weynfeldt jedoch habe ich nur mit Mühe geschafft. Da gibt's Längen, Phasen der Blutleere, das Ganze wirkt wie eine Suppe ohne Salz. Eine gute Suppe, aus feinsten Zutaten, nur eben etwas fade so ohne Gewürz. Weynfeldt ging mir in seiner Unerschütterlichkeit und Gefühlsgebremsheit irgendwann auf die Nerven, ich hätte mir gewünscht, dass Lorena, seine Flamme, ihn irgendwann - wenigstens für einen Moment - knackt. Doch das passiert nicht. Weynfeldt bleibt, wie er ist, als Figur hat er sich im Lauf des Romans kaum entwickelt. Dennoch kann ich das Buch empfehlen, denn auch wenn Suter hier vielleicht nicht in absoluter Hochform war, ist und bleibt er einer der besten Erzähler der Gegenwart.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
... ist dieser Roman, den ich unter anderem auch als Reiselektüre für Zürich empfehlen möchte. Das Buch ist elegant geschrieben und für Kunstinteressierte ebenso geeignet, wie für die Liebhaber von Designermöbeln der klassischen Moderne. Autor Martin Suters packende Handlung enthält aber auch handfeste Action und wunderbar beobachtete Psychologie sowie Romanfiguren, die man nie vergisst, so wie zum Beispiel Frau Hauser oder Giuliano Diaco. Es kommen auch eine Menge gutes Essen und edle Getränke in dem Buch vor. Obwohl der Roman kühl geschrieben ist, geht es darin sehr sinnlich zu. Genau beobachtet werden gewisse menschliche Schwächen und die Entwicklung der Personen erscheint insgesamt sehr glaubwürdig. Trotzdem hat das Buch viele überraschende Wendungen. Diese Mischung aus Kalkül und Atmosphäre hat mir persönlich gut gefallen, und ich werde mir gleich noch mehr Bücher dieses Autors besorgen.

Immer wieder grübelte ich auch, woran mich dieser Roman eigentlich erinnerte und irgendwann hatte ich es: Thomas Manns "Die Buddenbrooks" und "Königliche Hoheit" haben hier in gewisser Weise Pate gestanden. Suter erzählt die Geschichte einer zutiefst einsamen Person, dem letzten Sproß einer reichen Familie, die es durchaus nicht so leicht hat, wie viele des denken könnten, und die einem im Laufe der Geschichte immer sympathischer wird.

Querdenker, Gebildete und Zürichfans werden diesen Roman gleichermaßen lieben.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Faszinierend..
..wie der bislang von allen ausgenützte und farblos-dekanent wirkende Weynfeldt durch die Begegnung mit der zwielichtigen Lorena letztlich doch in seine Kraft erwacht.. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Arno Pillwein veröffentlicht
Kunst und Kunstexperte
Das Buch ist ja hinreichend rezitiert worden, darum von mir ein kleiner Hinweis zu einem Randthema des Romans. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Sender veröffentlicht
Geld oder Herz?
Zwei Welten prallen aufeinander, als sich Dr. Adrian Weynfeldt, gut situierter letzter Nachkomme einer alten Industriellenfamilie, und Lorena, ein in die Jahre gekommenes Ex-Model... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von tabula_rasa2605 veröffentlicht
Der letzte Weynfeldt
Martin Suter ist mein Lieblingsautor. Seine Geschichten sind brilliant, seine Sätze paradiesisch. Der letzte Weynfeldt ist meiner Meinung nach einer seiner besten Romane. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Kera veröffentlicht
Gute Unterhaltung
Weynfeldt ging ins Bad, duschte und zog einen frischen Pyjama an. Wie jeden Abend. Er besaß vierzehn Pyjamas, alle von seinem Hemdenmacher, alle mit Monogramm, sechs... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Tanja Heckendorn veröffentlicht
gähn
Nee, so was von langweilig - das kann der Herr Suter aber viel besser ! Ein einziges Geschwafel darüber, was sich der Herr Weynfeldt alles leisten kann und wie gutherzig er... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von G. Gustav veröffentlicht
Unterhaltung auf hohem Niveau
Im Gegensatz zu vielen anderen Kritikern hier finde ich das Buch bedingungslos gut. Es macht Spaß, deutsche Literatur zu lesen, die auch sprachlich brilliert. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Maria veröffentlicht
Der letzte Weynfeldt
Nach Lila, Lila war dies mein zweites Buch von Suter und es hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich lange Zeit darüber aufgeregt, warum sich Adrian Weynfeldt so ausnutzen... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von B. Kugler veröffentlicht
Viel Voyeurismus - Karge Handlung
Martin Suters augenscheinliches Talent, ein Trivialthema bis in kleinste Nuancen rhetorisch brillant zu parodieren, findet in dieser Geschichte seine Vollendung. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Bernhard Schinnen veröffentlicht
Erstklassige Unterhaltung
Habe mich erstklassig unterhalten gefühlt. Ein handwerklich ausgezeichnet gemachtes Buch, hervorragende Personenschilderungen, spannender Plot, überraschendes Ende. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Bille veröffentlicht
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