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Der letzte Schattenschnitzer: Roman
 
 

Der letzte Schattenschnitzer: Roman [Kindle Edition]

Christian von Aster
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Als eine alte Magie wieder zum Leben erwacht, beginnen die Schatten sich gegen ihre Herren zu verbünden. Und während ein kleiner Junge die Schatten seiner Stofftiere vertauschen lernt, geschieht ein Wunder, das die Welt in Verzückung setzt: Ein Mädchen ohne Schatten wird geboren, Carmen Maria Dolores Hidalgo. Von jeher wacht der Rat der Schattensprecher über das Gleichgewicht zwischen Menschen und Schatten. Noch bevor die sagenumwobene Maria Dolores das Licht der Welt erblickt, wächst ein Kind mit einer unglaublichen Begabung heran: Jonas Mandelbrodt. Er ist dazu bestimmt, die Sprache der Schatten zu erlernen. Mithilfe eines fast vergessenen magischen Zaubers ist er die einzige Hoffnung, den Krieg zwischen Mensch und Schatten zu verhindern. Als Jonas und Maria Dolores aufeinandertreffen, beginnt ein phantastisches Schattenspiel um Magie, Intrige und Macht.

Klappentext

Von jeher wacht der Rat der Schattensprecher über das Gleichgewicht zwischen Menschen und Schatten. Noch bevor die sagenumwobene Maria Dolores das Licht der Welt erblickt, wächst ein Kind mit einer unglaublichen Begabung heran: Jonas Mandelbrodt.

Er ist dazu bestimmt, die Sprache der Schatten zu erlernen. Mithilfe eines fast vergessenen magischen Zaubers ist er die einzige Hoffnung, den Krieg zwischen Mensch und Schatten zu verhindern. Als Jonas und Maria Dolores aufeinandertreffen, beginnt ein phantastisches Schattenspiel um Magie, Intrige und Macht.


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Zuerst einmal: Ich finde die Idee der Geschichte absolut genial. Über Schatten, die ihr Eigenleben führen, habe ich bisher noch in keinem Buch gelesen, geschweige denn von einer ganzen Schattenwelt und einer Magie, die nur Schatten beherrschen. Dieses Thema hat mich sehr neugierig gemacht und ich war super-gespannt auf das Buch!

Die Geschichte besteht aus drei Erzählebenen. Einmal wird das Leben der Kinder geschildert, angefangen bei Jonas' Babyjahren und seiner Kindheit; später schwenkt die Erzählung auch zu Maria, dem Kind ohne Schatten. Dieser Erzählstrang hat mir aufgrund der einfachen, aber eindringlichen Beschreibungen gut gefallen und ich habe das Leben der beiden Kinder gerne verfolgt.
Mit dieser Ebene eng verbunden ist außerdem die Erzählung von Jonas' Schatten, der uns aus der Ich-Perspektive über einige Hintergründe der Schattenwelt aufklärt. Auch diese - leider recht kurzen Einschübe - haben mir gefallen. Sie waren so voller Mystik und konnten die finstere Schattenstimmung gut herüberbringen. Gleichzeitig zeigten sie auch, wie allmächtig die Schatten sind - Jonas' Schatten kann seinem Schützling alles über die Schattenmagie beibringen und verfügt über ein Jahrhunderte altes Wissen.
Auf einer dritten Ebene wird vom Rat der Schatten berichtet. Mit dieser Erzählung konnte ich allerdings überhaupt nicht warm werden und sie hat mir leider auch den Rest des Buches ziemlich vermiest. Der Rat der Schatten und sein Umfeld bestand aus lauter undurchsichtigen Personen, die teilweise gar keine Namen hatten (und nur mit "der Alte", "der Ruhige", "der Energische", "die scharfe Stimme" usw. angesprochen wurden). Das hat mich wirklich an den Rand der Verzweiflung gebracht, da ich diese Personen nie zuordnen, geschweige denn wiedererkennen konnte. Auch die Themen, die sie besprochen haben, waren wirr, so dass ich der Handlung des Schattenrats bald überhaupt nicht mehr folgen konnte - die ganze Magie dahinter blieb so für mich ein Buch mit sieben Siegeln.

Gegen Ende des Buches fließen diese verschiedenen Erzählstränge zusammen und es herrscht wieder etwas mehr Klarheit - ich hatte die richtige Abfahrt für diese Geschichte aber längts verpasst und konnte mir nie richtig etwas unter den ganzen Mysterien vorstellen. Gerade, da die Art der Schattenfantasy so ein neues Gebiet ist, hätte es hier in meinen Augen viel mehr Erklärungen geben müssen, damit man diese Welt richtig verstehen und sich vorstellen kann - für mich blieb sie so aber leider unnahbar und schwammig. Es werden wahnsinnig viele Andeutungen gemacht, oft wird beschrieben, dass Jonas (mal wieder) im Dunkeln tappt und die großen Zusammenhänge (noch) nicht erkennen kann. Dem Leser werden so aber auch keine großen Erkenntnisse gewährt - oft ist man genauso ahnungslos wie Jonas und das kann zeitweise ganz schön frustrieren. Am Ende von "Der letzte Schattenschnitzer" gab es einige überraschende Wendungen, die mich doch noch länger über das Buch nachdenken ließen. Aber ganz retten konnte es die verworrene Geschichte leider nicht mehr.

Eine weitere Ebene gibt es noch in dem Buch, und zwar werden aus dem Buch "Alchimia Umbrarum" von John Dee einige Kapitel zitiert, die Hintergründe zu den Mysterien der Schatten liefern - so wirkte für mich diese alte Magie ein bisschen realer. Die Kapitel waren kurz und beeinhalteten gute Erklärungen, so dass man etwas hinterher kam mit den ganzen Geheimnissen dieses Buches. Die Idee, aus einem fiktiven Buch zu ziteren, fand ich - genauso wie die gesamte Idee der Schattenmagie - wieder überaus genial.

Fazit: Eine faszinierende neue Fantasy-Idee, die aber stellenweise so wirr wirkt, dass man weder alle Geheimnisse versteht noch richtig in die Welt eintauchen kann.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schatten mit Schnitzer 23. September 2011
Von T. Jannusch VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wahrlich eigenartiges Buch. Ungewöhnliche Thematik, ambitionierter Schreibstil, durchdachter Aufbau. Und dennoch ahne ich, dass ich meine Bewertung etwas ratlos im Mittelfeld ansiedeln werde. Das mag durchaus daran liegen, dass das Buch und ich ein wenig aneinander vorbei geredet haben.

Zunächst einmal bin ich der Meinung, dass sich dieses Buch als reines Jugendbuch viel deutlicher und vor allem wahrheitsgemäßer einordnen und verkaufen ließe. Denn als "erwachsenen" Roman kann ich es nun doch nicht ganz ernst nehmen. Nun sind Jugendbücher nicht per se schlecht; nur hätte mir eine realistischere Erwartungshaltung diesem Buch gegenüber bei der Lektüre sehr geholfen. So aber musste ich mich teilweise durch die ein wenig verquaste Fantasy hindurchbeißen, um den Faden nicht zu verlieren.

Die Idee, die hinter dem ganzen Buch steckt, finde ich allerdings großartig, erfrischend neu und anders. Hier wird sozusagen die ganze Welt, und vor allem: die ganze Magie, umgedeutet und neu erzählt. Schatten sind in diesem Buch eine eigene Lebensform, eine eigene Gattung Lebewesen, die sich immer wieder neuen Herren anheften. Und eine Art "Betriebsrat" haben sie auch noch! Mit Schatten reden zu können, oder in deren Künste einzudringen, das ist eine Form von Magie, die sich nur durch besondere Begabung oder intensives alchemistisches Studium erlernen lässt.

In diesem Sinne wird auch Bezug genommen auf zahlreiche Ereignisse aus der tatsächlichen Historie; griechische Antike wird hier genauso erwähnt wie berühmte Forscher und Alchemisten des Mittelalters, oder Esoteriker der Neuzeit. Der Leser bekommt ein völlig neues Deutungsmodell für die Wirklichkeit angeboten: das, was wir "Realität" nennen, ist in Wahrheit nur die eine Hälfte; alles, was in den übernatürlichen, spirituellen oder paranormalen Kontext fällt, beruht auf der bereits erwähnten "Schattenmagie". So weit, so gut!

Doch nicht genug damit, dass der Autor hier eine komplett neue Wirklichkeit aufbauen und nacherzählen wollte. Seine (zu hohe?) Intention bestand außerdem darin, das Ganze an der Lebensgeschichte eines kleinen Jungen namens Jonas Mandelbrodt aufzuhängen, diese auf drei verschiedene Erzählstränge und -perspektiven aufzusplitten, und die Geschichte auch noch zum schicksalsträchtigen Abenteuer werden zu lassen, bei dem nichts weniger als die ganze Welt gerettet werden sollte. Und das alles auf gerade einmal 312 Seiten? Meiner Ansicht nach ist es nur logisch, dass dabei nicht alle drei Absichten gleich gut gelingen konnten. Man mag sich ja als Leser durchaus über die Länge von berühmten Fantasy-Wälzern wie dem "Herrn der Ringe" mokieren; aber in diesem Falle hätte die Geschichte durch ein wenig mehr Seiten nur gewinnen können.

Dabei sind die guten Seiten dieses Buches durchaus nicht zu verleugnen. So hat sich der Autor die Mühe gemacht, für eine seiner drei Erzählperspektiven ein mittelalterliches alchemistisches Buch komplett zu erfinden, um daraus zu "zitieren". Das zeugt von hoher Vorstellungskraft und Fabulierfreude! Auch der zweite Erzählstrang, aus der Sicht des Schattens von Jonas Mandelbrodt erzählt, fesselt den Leser durchaus. Vor allem die Sprache des Schattens scheint der Handlung angemessen - durch die erlebten Jahrhunderte hindurch hat sich ein sehr getragener, ja altertümlicher Stil herausgebildet. Als Drittes fand ich den "Rat der Schatten" ein erfreuliches Novum, das für düstere Spannung sorgte. Gar nicht unähnlich dem berühmten Hexen-Rat aus "Macbeth".

Doch gute Ansätze allein machen noch kein wirklich überzeugendes Buch. Sehr bedauert habe ich, dass die Erzählperspektive des Schattens im weiteren Verlauf des Buches viel, viel zu kurz kam. Manchmal waren es nicht mehr als kurze Einschübe in ganz plötzlich auktorial erzählten Kapiteln. Sehr schade! Das hat den Lesefluss deutlich gehemmt.

Ferner war mir nicht ersichtlich, warum aus dem erfundenen Alchemisten-Buch so planlos und wirr "zitiert" werden musste. Erst aus Kapitel 15, dann Kapitel 5, dann wieder ganz anders. Ein wenig bemüht wirkte es auch, dass die Zitate immer genau zu dem vorangegangenen Kapitel und dem Geschehen darin passten. Sicher war dies ein bequemes Mittel für den Autor, dem Leser diese Welt zu erklären. Aber es hat ihn auch ein wenig übermütig werden lassen, was die Detailfülle dieser magischen Welt anging. Noch eine Idee für die Schattenwelt? Kein Problem, das erklären wir durch das mittelalterliche Buch. Immer mehr und immer mehr kam hinzu, so dass ich gegen Ende aufgegeben habe, ob diese Welt und die erzählten Geschehnisse noch logisch sind.

Auch der "Rat" hat im Laufe des Buches für mich an Charme verloren. Und zwar dadurch, dass er einfach zu oft zusammenkam. Es hatte gegen Ende schon fast etwas Komisches. Immer wieder besorgte Einwürfe, ernste Mahnungen, spitze Kommentare. Gelöst oder vorangebracht wurde dadurch aber nur selten etwas.

Tja, und dieser Jonas - sein Schatten stellt ihn das ganze Buch hindurch als etwas Außergewöhnliches dar. Doch liest man zwischen den Zeilen, und folgt man den erzählten Geschehnissen, scheint Jonas einfach nur ein Sonderling gewesen zu sein. Das ganze Buch hindurch vollbringt er eigentlich - nichts! Es widerfährt ihm nur immerzu etwas. Und erst ganz gegen Ende entschließt er sich zu einer vermutlich heldenhaften Tat. Das kam für mich zu spät, und hat nicht zu seiner sonstigen Charakterisierung gepasst. Überhaupt hat Jonas für mich nicht zu einem "runden" Charakter werden wollen.

Doch dies ist schließlich kein reiner Verriss - oder soll es zumindest nicht sein. Die Leseprobe hatte für mich noch stimmig geklungen. Doch der Autor hat sich für meinen Lesegeschmack ein wenig zu sehr in seiner Idee verrannt, und die tatsächliche Lesbarkeit übersehen. Es wird viel zu sehr nacherzählt, viele Informationen werden nachgereicht. Detailfülle statt authentischer Charakterisierung, weniger Roman, als Abenteuer-Chronik. Und deswegen ist dies für mich ein Jugendbuch.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Eveline
Format:Gebundene Ausgabe
Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich hierbei um einen Fantasyroman.Doch hier wird einmal nicht auf dieTolkiensche Elfen- Zwerge- Gnome- Welt oder die ebenso populäre Fantasywelt der Werwölfe und Vampire zurückgegriffen, sondern der Autor erschafft ein eigenes "Spielfeld" :eine Auseinandersetzung der Welt der Schatten, hier eigenständige Wesen, mit der Welt der Menschen.

Eine zentrale Rolle darin spielen 2 Kinder : Jonas Mandelbrodt, der . gelehrt durch seinen eigenen Schatten-, ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge in der Schattenwelt entwickelt, und Maria Dolores Hidalgo, ein Mädchen, das ohne Schatten geboren wird.

Doch auch die Welt der Schatten bevölkert der Autor mit detaillierten Charakteren, z.B mit dem Eidolon, dem ersten künstlich geschaffenen, ohne "Herrn" existierenden Schatten.

Insgesamt eine sehr intensiv durchdachte, schöpferisch gestaltete Welt mit vielen liebevoll gestalteten Details..

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, die jedoch durch verschiedene Schriftarten gekennzeichnet und daher gut zuzuordnen sind.

Mein Fazit : ein ungewöhnlich kreativer Fantasyroman, der Fans des Genres bestimmt faszinieren wird.

Lediglich der Spannungsbogen war nicht immer sehr intensiv, daher fehlt der 5.Stern.
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