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Daniel Day-Lewis und Madeleine Stowe sind -natürlich- wie immer souverän und geben ein sehr schönes Liebespaar ab, aber ich finde, Wes Studi als Bösewicht Magua stellt sie noch in den Schatten: Magua ist grandios, ein Fiesling, der einem wirklich das Fürchten lehren kann! Wunderschön unauffällig inszeniert ist auch die zweite Liebesgeschichte des Films: Uncas und Alice. Diese wird nur in einigen Szenen ganz leicht angedeutet, trägt jedoch maßgeblich dazu bei, daß man sich beim wirklich dramatischen Finale des Films der Gänsehaut nicht erwehren kann, und sich auch der einen oder anderen Träne nicht zu schämen braucht... Dieses Finale ist wirklich mit das Beste, was ich diesbezüglich auf der Leinwand je gesehen habe, und hätte sogar einen schlechten Film noch sehenswert gemacht.
Sehr gut hat mir auch die Realitätsnähe des Films gefallen. Besonders beim wiederholten Schauen fallen einem haufenweise kleine Details auf, die in einem weniger liebevoll gedrehten Film mit Sicherheit weggefallen wären und die dem Film seine Tiefe geben.
Dennoch- für mich ist und bleibt die Musik das Herzstück dieses Abenteuerfilms. Der ausschließlich instrumentale Soundtrack (von dem wunderschönen „I will find you" der irischen Gruppe Clannad abgesehen) ist so gut, daß ich ihn mir sogar gekauft habe, und ich habe diesen Kauf kein bißchen bereut. Andere Soundtracks dieser Art (z. B. „Titanic" oder „Braveheart") konnten ohne bildliche Unterstützung nicht überzeugen- dieser hier schon, und zwar mit Leichtigkeit. Kein Wunder also, daß man als eines der wenigen DVD-Features die Option wählen kann, sich den Film ausschließlich mit der Musik anzuschauen, und das lohnt sich tatsächlich.
Durch die gelungene Mischung von Action, Spannung und Romantik empfehle ich diesen Film uneingeschränkt... jedem (ist vor allem auch Pärchentauglich). Vorausgesetzt man ist, was Blut angeht, nicht allzu zart besaitet, denn obwohl ich diesen Film wirklich nicht brutal nennen würde, ist er ziemlich realistisch dargestellt, und dies erfordert bei den Kämpfen natürlich die eine oder andere Grausamkeit. Michael Mann und seine Crew haben hier einen sehr mitreißenden Film gezaubert, der auch nach mehrmaligem Anschauen immer noch zu meinen persönlichen Lieblingsfilmen gehört.
Der Zuschauer taucht in die Welt der Menschen ein, die Mitte des 18. Jahrhunderts an der nordamerikanischen Ostküste lebten. Engländer und Franzosen kämpften um die Vorherrschaft über den Kontinent, englische Siedler versuchten sich ein unabhängiges Leben zu erwirtschaften und die Urbevölkerung schloß Allianzen mit den konkurrierenden europäischen Mächten. Vor diesem Hintergrund lernt man die Hauptfiguren kennen -- Chingachgook und seinen Sohn Uncas, die beiden letzten der Mohikaner, und Nathaniel, den weißen Sohn Chingachgooks, der auch "Falkenauge" genannt wird.
Neben den realistischen, aber dennoch nicht "überbrutalen" Kampfszenen, bleibt dem Zuschauer vor allem die Liebesgeschichte zwischen Nathaniel (Daniel Day-Lewis) und Cora Munro (Madeleine Stowe), der Tochter eines englischen Offiziers, in Erinnerung. Das Zusammenspiel der Schauspieler ist stimmig, die einzelnen Rollen sind hervorragend besetzt. Schöne Landschaftsaufnahmen sowie eine hervorragende Filmmusik runden den Film ab.
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