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Der letzte Harem: Roman Taschenbuch – 1. November 2008

4.3 von 5 Sternen 107 Kundenrezensionen

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Produktinformation


Mehr über den Autor

Peter Prange, geb. 1955, promovierte mit einer Arbeit zur Kultur- und Sittengeschichte der Aufklärung. Der Durchbruch gelang ihm mit dem deutsch-deutschen Roman "Das Bernstein-Amulett" (als Zweiteiler verfilmt für die ARD). Neben seiner Arbeit als Sachbuchautor (u.a. "WERTE") wurde er vor allem bekannt durch seine historischen Bestseller "Die Principessa", "Die Philosophin", "Die Rebellin" (Weltenbauer-Trilogie) sowie "Der letzte Harem", "Die Gottessucherin" und zuletzt "Himmelsdiebe". Auch international hat Peter Prange sich einen Namen gemacht. Seine Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt, mit einer internationalen Gesamtauflage von über 2,5 Millionen Exemplaren. Weitere Informationen zum Autor, seiner Biografie und seinen Büchern: www.peterprange.de

Produktbeschreibungen

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Geschichten aus dem Morgenland weckten schon immer das besondere Interesse der Leser, und wenn dann noch der Erfolgsautor Peter Prange in einen Harem entführt, ist spannende Unterhaltung garantiert. Sein Roman Der letzte HAREM umspannt die Jahre 1895 bis 1923, einer Zeit dramatischer Umbrüche in der Türkei.

Gleich zu Beginn wird das Heimatdorf der beiden Hauptpersonen, zwei Mädchen, niedergebrannt. Die beiden Freundinnen überleben und werden an den Harem des Sultans Abdülhamid verkauft: Elisa, die armenische Christin, und Fatima, die muslimische Kurdin. Erstaunlich schnell leben sich die Mädchen in der neuen Märchenwelt ein. Die schöne Fatima avanciert zur Favoritin des Sultans und schenkt ihm einen Sohn. Elisa darf der "ewigen Majestät" vorlesen, außer den Suren des Korans auch die Geschichten von Sherlock Holmes - eine neue Scheherazade?

Trotz strengster Bewachung lernt Elisa die Liebe ihres Lebens kennen, den deutschen Arzt Felix. Auch hier greift also das oft zitierte Kismet ein. All diese Geschehnisse erzählt der Autor in schillernder Sprache vor einem prächtigen Hintergrund und wagt manchen Blick hinter orientalische Vorhänge und Schleier, um die letzten Geheimnisse des Mythos Harem aufzudecken.

Derweilen ereignen sich vor den Toren des Palastes dramatische Szenen: Der Umsturz der Jungtürken ist in vollem Gange. Der Sultan wird ins Exil geschickt, der Harem aufgelöst. Die Freundinnen müssen sich trennen, der deutsche Arzt wird zum Spielball der neuen Mächte. In den Wirren der Zeit treffen die Protagonisten immer wieder aufeinander, um sich dann erneut aus den Augen zu verlieren.

Mit der gleichen bildhaften Intensität, die das Leben im Harem erzählt, beschreibt der Autor die Vernichtung armenischer Volksgruppen, und Peter Prange fragt selbst: "Wie kann es sein, dass einige Verbrecher ... Taten begehen können, für die sich ihre Kinder und Kindeskinder noch schämen?" Dass auch hier der historische Hintergrund stimmt, kann der Leser selbst am Schluss des Buches nachprüfen im Kapitel "Dichtung und Wahrheit".

Wie geht nun die Geschichte mit Elisa, Fatima und Felix weiter? Nur soviel sei verraten: Die Freundschaft der beiden Frauen übersteht am Ende alle Turbulenzen. Die beiden werden weiterhin ihre Gespräche abschließen mit Fatimas Worten "im Namen Allahs" und Elisas Ergänzung "und der Jungfrau Maria". --Carsten Hansen, Literaturtest -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Konstantinopel 1909: In der verborgenen und geheimnisvollen Welt des Hrems leben die ungleichen Freundinnen Eliza und Fatima. Die beiden jungen Frauen, die seit ihrer Kindheit unzertrennlich sind, haben ganz unterschiedliche Lebensträume. Über ihren Lebensweg und ihr Glück können sie jedoch nicht selbst entscheiden. Das tun andere: mächtige Männer, die ehernen gesetze des Harems - und Kismet, das Schicksal, dem man sich nicht in den Weg stellen darf. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format: Gebundene Ausgabe
Der Zusammenbruch des Osmanischen Reiches und die Geburtsstunde der modernen Türkei ' diese historische Epoche hat sich Peter Prange für seinen neuen Roman 'Der letzte Harem' ausgesucht und er entführt den Leser hier mitten hinein in eine für Westeuropäer fremde Welt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in der junge Mädchen entführt wurden, um in die Haremsschule verschleppt, auf das Dasein als eine von vielen Geliebten, im besseren Fall als eine der Favoritinnen oder gar der Ehefrauen des mächtigen Sultans vorbereitet zu werden. In diesem hermetisch abgeschlossenen Mikrokosmos sind Machtkämpfe und Intrigen an der Tagesordnung, jede der Frauen versucht, die für sie beste Position zu erlangen. Und während sich mitten im Harem zwei Freundinnen um ein gutes Kismet bemühen, zerfällt draußen das Osmanische Reich und mit ihm die jahrhundertealten Traditionen und Werte, um neue Ideen zu verwirklichen - und das um jeden Preis...

Peter Prange zeichnet seine Figuren klar und authentisch, sie erwachen vor dem geistigen Auge des Lesers zum Leben und lassen ihn mitfühlen und mitleiden. Vor dem politischen Hintergrund einer zerrissenen Gesellschaft wird der Begriff der Freiheit neu definiert und auf gewisse Weise auch in Frage gestellt, wenn die Freiheit des Einzelnen in Elend und Tod endet. Und doch ist 'Der letzte Harem' auch eine Geschichte über Mut und Freundschaft und über die Freiheit als Chance, die '- wenn die Menschen es zulassen '- ein Neuanfang für ein besseres Leben sein kann.
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Format: Taschenbuch
Historienromane sind nur scheinbar einfach. Auch wenn exotische Schauplätze dankbare Bühnenbilder sind, so braucht es trotzdem einen Autor, der ferne Länder und vergangene ohne Verklärung und Reiseführerromantik so klar herausarbeitet, als wäre er dabei gewesen.

Peter Prange wählt für seinen Roman "Der letzte Harem" eine interessante, nämlich wahre, Ausgangssituation. Sein spannender Grundkonflikt ist die scheinbar heile Welt des letzten Harems in der Türkei des jungen zwanzigsten Jahrhunderts, in die der politische Umbruch und schließlich der heraufziehende erste Weltkrieg hereinbrechen.
Im Zentrum stehen die beiden Freundinnen Elisa und Fatima, eine Moslem, die andere Christin, die nach einem Massaker in ihrem Heimatdorf in den namensgebenden Harem verschleppt werden.

Nach der eiligen und gewaltbeladenen Eröffnung lockt zunächst die exotische Fremde des Harems mit farbenfrohen und intensiven Bildern in die Handlung hinein, doch als würde Prange der Tragkraft seiner Geschichte nicht trauen, wird der Leser zusammen mit den Protagonistinnen nachfolgend durch eine Handlung gescheucht, die um des Effekts willen nicht vor unglaubwürdigen Wendungen, übertriebenen Zuspitzungen, Intrigen und Zufällen zurückschreckt.

Wären wenigstens die handelnden Personen echte Menschen. Stattdessen wimmelt der Roman vor schablonenhaften Charakteren, die den ganzen Bogen von rechtschaffenen Sklavinnen, schönen aber naiven Frauen, wankelmütigen Eunuchen bis hin zu durchtriebenen Generälen und zivilisierten Deutschen spannt.
Auch sprachlich verfällt der Autor in abgenutzte Klischees.
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Format: Gebundene Ausgabe
Im Rahmen eines trnd-Projektes darf ich das Buch lesen und habe mich sehr darauf gefreut.
Der Titel verspricht eine Geschichte aus einer unbekannten und gleichzeitig faszinierenden Welt.
Das Buch liest sich sehr flüssig und leicht - ich hatte es aufgrund des guten Schreibstils innerhalb kürzester Zeit durch.
Vorallem der erste Teil ist wahnsinnig faszinierend. Man taucht ein in die Welt des Harems mit all seiner Exotik und Farbenpracht. P. Prange versteht es, dem Leser das Leben im Harem mit intensivern Bildern näher zu bringen und man erfährt viele Details über die verschiedene 'Rangfolge' in einem solchen Harem ' von der einfachen Sklavin und Dienerin über die Eunuchen bis hin zur Favoritin des Sultans. Dieser Teil des Buches war ausgezeichnet geschrieben und vermittelte eine beeindruckende Atmosphäre ' nur leider war er viel zu schnell vorbei. Aufgrund des Buchtitels hatte ich sehr viel mehr Handlung innerhalb des Harems erwartet und erhofft. Schade.
Leider spielt im zweiten Teil das Buch nur noch in der Welt 'danach' ' außerhalb des Harems ' und ist allein daher nicht mehr ganz so fesselnd. Hinzu kommt, dass es von Zufällen, unglaublichen Wendungen und Intrigen nur so wimmelt und viele Dinge für den Leser doch recht vorhersehbar sind. So mangelt es an vielen Stellen einfach an Spannung.
P. Prange schildert die historischen Hintergründe verständlich und nachvollziehbar. Allerdings konnte das Buch bei mir trotzdem nicht den Eindruck eines Historischen Romans erwecken, da die Handlung doch sehr stark einem schnulzigen Liebesroman ähnelte und der historische Teil damit meist eher deplaziert wirkte.
Richtig störend empfand ich bei all dem die doch recht detailiert beschriebenen Sexszenen.
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