Wie schon im dritten Fall, so wird Harry Bosch auch im vierten Fall mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Diesmal reicht der Fall sogar in Boschs Kindheit zurück, als seine Mutter, eine Prostituierte, ermordet wurde. Da Bosch mal wieder suspendiert ist, hat er jede Menge Zeit diesen alten Fall aufzurollen. Dabei stößt er auf den ehemaligen Zuhälter, korrupte Polizisten, unmoralische Politiker und eine neue Frau, in die er sich verliebt. Und da sein Leben aktuell total durcheinander ist, muß er auch noch sein geliebtes Haus aufgeben, da dieses durch das letzte Erdbeben irreparabel zerstört wurde.
Ich muß schon sagen, daß Michael Connelly seinen (Anti-)Helden Bosch diesmal ganz schön gebeutelt hat. Aber natürlich ist Harry ein Steh-auf-Männchen und stürmt auf seine unnachahmliche Weise durch die Geschichte, läßt - wie immer - alle Regeln außer acht, übergeht alle Vorgesetzten und bahnt sich seinen Weg durch alle Unwägbarkeiten. Das ganze ist unwiderstehlich spannend und wenn man sich dem Ende nähert, dann kommt doch noch eine unvorhergesehene Wendung.
Auch dieser vierte Fall ist auf dem bekannt hohen Niveau Connellys geschrieben und damit ein Leckerbissen für alle Krimi- und Thrillerfans.