Die Gangster und langjährigen Sträflinge Troy, Diesel und Mad Dog, die im Gefängnis Freunde geworden sind, tun sich nach ihre Entlassung zusammen, erledigen ein paar Aufträge für andere Gangster und eine Geldbeschaffungsaktion und planen einen letzten großen Coup, um sich zur Ruhe zu setzen. Troy kommt aus einer besseren" Familie und ist eher zufällig kriminell geworden; er war lange im Gefängnis und will nicht noch einmal einfahren. Diesel hat Frau, Kind und Haus und finanziert das, indem er kleine Aufträge der Mafia durchführt. Mad Dog ist ein Junkie und Psychopath, der alles vermasselt und irgendwann von seinen Freunden erschossen wird. Edward Bunkers Gangster sind Melville-Charaktere, Männer mit einem Ehrenkodex, Angehörige einer verschworenen Gemeinschaft und weitverzweigten Subkultur. Bunker ist ganz auf ihrer Seite (er saß selbst in San Quentin und anderen Knästen) und beschreibt sie oft als Opfer einer tückischen und unbarmherzigen Gesellschaft, die ihnen nie eine Chance gelassen hat. Selbst Mad Dogs sinnlose drogenbefeuerte Grausamkeit wird nicht so bösartig dargestellt, wie die selbstgerechte Brutalität der Polizei. Action oder Sex sind eher selten in der Geschichte und werden eher oberflächlich behandelt; es wird viel herumgefahren, viel Los Angeles beschrieben, viel zusammen gesessen und über gemeinsame Bekannte gesprochen usw. und oft beklagt, daß sich die Zeiten zum Schlechteren geändert haben. Bunker kennt das Milieu, das er beschreibt, das macht sein Buch einigermaßen lesenswert, aber die Übersetzung ist ziemlich holperig und redundant und oft sollte man raten können, was im Originaltext steht, damit man der Geschichte etwas abgewinnen kann. Insgesamt eher etwas für Hardcore-Fans des Genres.