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Der lange Abschied Taschenbuch – 24. Februar 2009


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 33 (24. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257202075
  • ISBN-13: 978-3257202076
  • Originaltitel: The Long Good-Bye
  • Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 2,7 x 18 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.199 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Der Lange Abschied zeigt den Romancier Raymond Chandler in Höchstform. Er hat mit diesem Werk sein tiefstes Buch und vielleicht seinen ersten Roman geschrieben. Ein Genuß ist es allemal.

Obwohl in die Form eines Kriminalromans gegossen, in dem Philip Marlowe schließlich einen zweifachen Mörder aufspürt, ist der Roman als Krimi eigentlich nur unzureichend charakterisiert. Das Verbrechen geschieht eher beiläufig und bestimmt nie das Handeln seiner Protagonisten. Der Lange Abschied ist eine Geschichte von Freundschaft und von Liebe, und die Geschichte eines Mannes: Philip Marlowe.

Mit Der Lange Abschied schlägt Chandler einen neuen Weg ein, und sein Held tritt endgültig aus dem Schatten seiner bloßen Privatdetektivexistenz heraus. Wir begegnen einem gereiften Marlowe, der das Holzschnitthafte der frühen Jahre hinter sich gelassen und an Zwischentönen gewonnen hat. Er ist noch immer ein Zyniker, der sein Überleben allein seiner Professionalität zu verdanken hat, aber Chandler deckt Seiten von ihm auf, die uns bislang verborgen geblieben waren. Wenn Marlowe am Ende einsam und desillusioniert zurückbleibt, dann nur, weil er seinem eigenen Verhaltenskodex treu bleiben muß. Denn in dieser "dreckigen, vergaunerten Stadt" muß es einen Mann geben, "der selbst nicht schäbig ist, der eine reine Weste hat und keine Angst". --Stephan Fingerle

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Raymond Chandler, geboren 1888 in Chicago, wuchs in England auf. Er arbeitete zwei Jahre im britischen Marineministerium, war dann freier Journalist, Buchhalter in einer Molkerei, Soldat im Ersten Weltkrieg und schließlich Direktor einer kalifornischen Ölgesellschaft. 1932 wurde er entlassen und begann ernsthaft zu schreiben. Mit seinen Romanen um den Privatdetektiv Philip Marlowe in Los Angeles wurde Chandler zum Klassiker der Kriminalliteratur. Er starb 1959 in La Jolla, Kalifornien. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dr. med Bernd Saur am 30. März 2005
Format: Taschenbuch
The long Goodbye - sicherlich Chandlers bestes und gleichzeitig wohl persönlichstes Buch. Selten habe ich eine so gelungene Charakterstudie gelesen, in der der äußerlich mit allen Wassern gewaschene, zynische und harte Privatdetektiv Marlowe in all seiner Verwundbarkeit gezeigt wird, die entsteht durch seine Intellektualität und menschliche Integrität in einer unmenschlichen Welt, die nur vom Geld und Macht regiert wird. Es offenbart sich ein Mensch, der für seinen Job eigentlich viel zu sensibel und zu schade ist, den seine Tätigkeit auch oft genug ankotzt, der aber aus einem inneren moralischen Pflichtgefühl heraus trotzdem weitermacht, um einen letzten Rest Anstand zu bewahren und weiterzugeben. Das Buch ist ein Hohelied der Treue und Freundschaft, die zuletzt am Ende des langen Abschieds genauso verraten wird wie so vieles zuvor, und deren Besonderheit nur dadurch von Marlowe gerettet werden kann, indem er sie nicht käuflich werden läßt, sondern klar beendet - für den Preis der weiteren Desillusionierung und weiteren Einsamkeit.
"Sie hatten ein großes Stück von mir gekauft, Terry. Für ein Lächeln, ein Nicken, ein Winken der Hand und ein paar stille Drinks hin und wieder in einer stillen Bar. Es war nett, solange es währte. Machen Sie`s gut, amigo. Groß Abschied nehmen wollen wir nicht. Das haben wir getan, als es etwas bedeutete. Als es ein trauriges, einsames und endgültiges Wort war."
Wer sich bei aller Derbheit und zynischer Abgebrühtheit auf Melancholie bei einem Krimi einlassen kann, ist hier bestens beraten. Henning Mankell schreibt übrigens bestimmt ganz anders - aber die Einsamkeit seines Protagonisten Kurt Wallander und die Melancholie seiner Bücher (gut z.B.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 9. Januar 2000
Format: Taschenbuch
"Der lange Abschied" ist eines der letzten Bücher, das Chandler vor seinem Tod geschrieben hat. "Der lange Abschied" ist im Vergleich zu seinen früheren Werken nicht nur eine reine Detektivgeschichte. Chandler hat dieses Buch unter sehr deprimierenden Umständen geschrieben, hat während dieser Zeit sehr viel Alkohol konsumiert und war recht depressiv. Mit "Der lange Abschied" wollte Chandler das Image des Detektivgenres aufwerten und versuchte dies, indem er die eigentliche Aufklärung des Falles relativ kurz hielt und die Thematik des Buches ausweitete auf die Bereiche Freundschaft, Liebe und Verrat. Wer Philipp Marlowe einmal von einer anderen, eher melancholischeren und sentimentaleren Seite erleben möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Mir hat dieses Buch gut gefallen; leider hat Marlowe aber etwas an Witz verloren. Dennoch hat Chandler es auch diesmal mit seinen Wortspielen geschafft, dem Leser hier und da ein Schmunzeln zu entlocken. Ein durchaus lesenswertes Buch, das mehr als eine bloße Detektivgeschichte ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Falk Lucius am 13. Januar 2006
Format: Taschenbuch
Ich gebe zu, ich gehöre zu denjenigen, die auf dem Umweg über das Medium Film zu Raymond Chandler gefunden haben. Ich schätze mal, auch in Ihrem Gedächtnis leben die Darsteller des Privatdetektivs Philip Marlowe: unvergessen Humphrey Bogart in "The Big Sleep" (1946) oder Robert Mitchum in "Farewell My Lovely" (1975). Vielleicht haben Sie auch Robert Montgomery in "The Lady In The Lake" (1947) gesehen. Aber "The Long Goodbye"? Da muss schon jemand ein Fan von Robert Altman sein, um sich an Elliot Gould zu erinnern (1973), und so einer bin ich allenfalls per Zufall; soll heißen, den Film habe ich meines Wissens nie zu Gesicht bekommen. Sie etwa? Dann meinen Glückwunsch.
Warum habe ich also das Buch gekauft? Zum einen wohl, weil Chandler in gewisser Weise süchtig macht. Nach "The Big Sleep" (1939), "Farewell My Lovely" (1940) und "The Lady In The Lake" (1943) war ich bereits ein Marlowe-Junkie und auf der Suche nach einem weiteren Roman mit diesem literarischsten aller Privatdetektive, der Schach spielt, klassische Musik schätzt, Flaubert kennt und zum Philosophieren neigt. Da kam mir der Verlagshinweis auf einer der letzten Seiten eines der genannten Romane gerade recht. Zum anderen war ich gespannt darauf, wie gerade Hans Wollschläger, der subtile Karl-May-Biograph, der sich auch schon mit anderen hochkarätigen Übersetzungen hervorgetan hat (in meiner Bücherwand stehen z.B. Edgar Allan Poe, Haffmans-Ausgabe; James Joyce: Ulysses, Suhrkamp-Ausgabe), mit Chandler umgehen würde. Soviel vorneweg: es war ein Genuss, was man weiß Gott nicht von jeder Übersetzung sagen kann.
Über das Buch selbst will ich gar nicht viele Worte verlieren, das will einfach gelesen sein.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gavin Armour am 14. Mai 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
THE LONG GOODBYE (Originaltitel) ist der vorletzte der sieben Romane um den Privatdetektiv Philip Marlowe, die Raymond Chandler zwischen 1939 und 1958 schrieb. Erschienen 14 Jahre nach dem ersten dieser Bände - THE BIG SLEEP - , gilt er vielen nicht nur als der beste der Marloweromane, sondern auch als das Werk Chandlers, das über den reinen Kriminalroman/Thriller hinausweist und eingegangen ist in den Kanon jener 'great american novels', die die amerikanische Moderne literarisch begleiteten und auch definierten.

Einmal mehr haben wir es Chandlertypisch mit einer recht verzweigten Handlung zu tun, in welche Marlowe eher per Zufall hineingezogen wird. Er lernt den Trinker Terry Lennox kennen, eine ehrliche Haut, ein feiner Kerl, der durch die zweimalige Heirat mit derselben Frau droht, vollkommen dem Alkohol zu verfallen. Marlowe und Lennox laufen sich ein paar Mal über den Weg, bis Terry Marlowe eines Tages bittet, ihn über die Grenze nach Mexico zu bringen, wo er verschwinden wolle. Seine Frau sei tot und er, Terry, würde eh dafür verantwortlich gemacht. Marlowe hilft ihm, läßt im Anschluß ein mehrtägiges Martyrium in einer der Arrestzellen des LAPD über sich ergehen und hält den Mund hinsichtlich dessen, was er über Terry weiß und wie es zwischen ihm und Terry stand. Als dieser schließlich in Mexico gestellt wird, Selbstmord begeht und zuvor ein Geständnis ablegt, sind alle Beteiligten erstaunlich zufrieden. Erst durch seinen nächsten Auftrag, bei dem er einen trinkenden Bestsellerautoren solange auf Vordermann bringen soll, bis dessen neuestes Werk fertig gestellt ist, werden auch die alten Geschichten um Terry Lennox wieder aufgewühlt.
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