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Der lange Abschied
 
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Der lange Abschied [Taschenbuch]

Raymond Chandler , Hans Wollschläger
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 29., Aufl. (24. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257202075
  • ISBN-13: 978-3257202076
  • Originaltitel: The Long Good-Bye
  • Größe und/oder Gewicht: 17,9 x 11,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.558 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Lange Abschied zeigt den Romancier Raymond Chandler in Höchstform. Er hat mit diesem Werk sein tiefstes Buch und vielleicht seinen ersten Roman geschrieben. Ein Genuß ist es allemal.

Obwohl in die Form eines Kriminalromans gegossen, in dem Philip Marlowe schließlich einen zweifachen Mörder aufspürt, ist der Roman als Krimi eigentlich nur unzureichend charakterisiert. Das Verbrechen geschieht eher beiläufig und bestimmt nie das Handeln seiner Protagonisten. Der Lange Abschied ist eine Geschichte von Freundschaft und von Liebe, und die Geschichte eines Mannes: Philip Marlowe.

Mit Der Lange Abschied schlägt Chandler einen neuen Weg ein, und sein Held tritt endgültig aus dem Schatten seiner bloßen Privatdetektivexistenz heraus. Wir begegnen einem gereiften Marlowe, der das Holzschnitthafte der frühen Jahre hinter sich gelassen und an Zwischentönen gewonnen hat. Er ist noch immer ein Zyniker, der sein Überleben allein seiner Professionalität zu verdanken hat, aber Chandler deckt Seiten von ihm auf, die uns bislang verborgen geblieben waren. Wenn Marlowe am Ende einsam und desillusioniert zurückbleibt, dann nur, weil er seinem eigenen Verhaltenskodex treu bleiben muß. Denn in dieser "dreckigen, vergaunerten Stadt" muß es einen Mann geben, "der selbst nicht schäbig ist, der eine reine Weste hat und keine Angst". --Stephan Fingerle

Pressestimmen

"Ein großer Klassiker des Genres. Aus keinem anderen Krimi Chandlers erfährt man so viel über den hartgesottenen Detektiv Philip Marlowe." (Facts)


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
The long Goodbye - sicherlich Chandlers bestes und gleichzeitig wohl persönlichstes Buch. Selten habe ich eine so gelungene Charakterstudie gelesen, in der der äußerlich mit allen Wassern gewaschene, zynische und harte Privatdetektiv Marlowe in all seiner Verwundbarkeit gezeigt wird, die entsteht durch seine Intellektualität und menschliche Integrität in einer unmenschlichen Welt, die nur vom Geld und Macht regiert wird. Es offenbart sich ein Mensch, der für seinen Job eigentlich viel zu sensibel und zu schade ist, den seine Tätigkeit auch oft genug ankotzt, der aber aus einem inneren moralischen Pflichtgefühl heraus trotzdem weitermacht, um einen letzten Rest Anstand zu bewahren und weiterzugeben. Das Buch ist ein Hohelied der Treue und Freundschaft, die zuletzt am Ende des langen Abschieds genauso verraten wird wie so vieles zuvor, und deren Besonderheit nur dadurch von Marlowe gerettet werden kann, indem er sie nicht käuflich werden läßt, sondern klar beendet - für den Preis der weiteren Desillusionierung und weiteren Einsamkeit.
"Sie hatten ein großes Stück von mir gekauft, Terry. Für ein Lächeln, ein Nicken, ein Winken der Hand und ein paar stille Drinks hin und wieder in einer stillen Bar. Es war nett, solange es währte. Machen Sie`s gut, amigo. Groß Abschied nehmen wollen wir nicht. Das haben wir getan, als es etwas bedeutete. Als es ein trauriges, einsames und endgültiges Wort war."
Wer sich bei aller Derbheit und zynischer Abgebrühtheit auf Melancholie bei einem Krimi einlassen kann, ist hier bestens beraten. Henning Mankell schreibt übrigens bestimmt ganz anders - aber die Einsamkeit seines Protagonisten Kurt Wallander und die Melancholie seiner Bücher (gut z.B. im Vergleich: "Die Hunde von Riga") ist von Chandler sicherlich vorweggenommen worden. The long Goodbye ist eigentlich ein melancholisches Männerbuch - am besten mit einem guten Maltwhisky in bequemer Reichweite!!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Der lange Abschied" ist eines der letzten Bücher, das Chandler vor seinem Tod geschrieben hat. "Der lange Abschied" ist im Vergleich zu seinen früheren Werken nicht nur eine reine Detektivgeschichte. Chandler hat dieses Buch unter sehr deprimierenden Umständen geschrieben, hat während dieser Zeit sehr viel Alkohol konsumiert und war recht depressiv. Mit "Der lange Abschied" wollte Chandler das Image des Detektivgenres aufwerten und versuchte dies, indem er die eigentliche Aufklärung des Falles relativ kurz hielt und die Thematik des Buches ausweitete auf die Bereiche Freundschaft, Liebe und Verrat. Wer Philipp Marlowe einmal von einer anderen, eher melancholischeren und sentimentaleren Seite erleben möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Mir hat dieses Buch gut gefallen; leider hat Marlowe aber etwas an Witz verloren. Dennoch hat Chandler es auch diesmal mit seinen Wortspielen geschafft, dem Leser hier und da ein Schmunzeln zu entlocken. Ein durchaus lesenswertes Buch, das mehr als eine bloße Detektivgeschichte ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5 Sterne, was sonst? 13. Januar 2006
Format:Taschenbuch
Ich gebe zu, ich gehöre zu denjenigen, die auf dem Umweg über das Medium Film zu Raymond Chandler gefunden haben. Ich schätze mal, auch in Ihrem Gedächtnis leben die Darsteller des Privatdetektivs Philip Marlowe: unvergessen Humphrey Bogart in "The Big Sleep" (1946) oder Robert Mitchum in "Farewell My Lovely" (1975). Vielleicht haben Sie auch Robert Montgomery in "The Lady In The Lake" (1947) gesehen. Aber "The Long Goodbye"? Da muss schon jemand ein Fan von Robert Altman sein, um sich an Elliot Gould zu erinnern (1973), und so einer bin ich allenfalls per Zufall; soll heißen, den Film habe ich meines Wissens nie zu Gesicht bekommen. Sie etwa? Dann meinen Glückwunsch.

Warum habe ich also das Buch gekauft? Zum einen wohl, weil Chandler in gewisser Weise süchtig macht. Nach "The Big Sleep" (1939), "Farewell My Lovely" (1940) und "The Lady In The Lake" (1943) war ich bereits ein Marlowe-Junkie und auf der Suche nach einem weiteren Roman mit diesem literarischsten aller Privatdetektive, der Schach spielt, klassische Musik schätzt, Flaubert kennt und zum Philosophieren neigt. Da kam mir der Verlagshinweis auf einer der letzten Seiten eines der genannten Romane gerade recht. Zum anderen war ich gespannt darauf, wie gerade Hans Wollschläger, der subtile Karl-May-Biograph, der sich auch schon mit anderen hochkarätigen Übersetzungen hervorgetan hat (in meiner Bücherwand stehen z.B. Edgar Allan Poe, Haffmans-Ausgabe; James Joyce: Ulysses, Suhrkamp-Ausgabe), mit Chandler umgehen würde. Soviel vorneweg: es war ein Genuss, was man weiß Gott nicht von jeder Übersetzung sagen kann.

Über das Buch selbst will ich gar nicht viele Worte verlieren, das will einfach gelesen sein. Nur soviel: Chandlers Sprache ist von einem Realismus durchdrungen, den man bei schlechterer Disposition (saurer Magen, Kopfschmerz, Stress, Kater, chronische Krankheiten) für Zynismus zu halten geneigt sein könnte, der aber nichts anderes ist als das Ergebnis akribischer Beobachtung. Zitat: »Aber Schlaf fand ich nicht. Um drei Uhr früh marschierte ich im Zimmer auf und ab und hörte zu, wie Katchaturian in einer Traktorenfabrik arbeitete. Er nannte das ein Violinkonzert. Ich nannte es einen ausgeleierten Treibriemen an einem Ventilator und ließ es mir gestohlen bleiben.« (Seite 90) Wer dafür zu zart besaitet ist, sollte das Buch freilich nicht zur Hand nehmen.

Was den Inhalt betrifft, geht es um eine verschachtelte Mordgeschichte, die weit in die sorgsam abgeschirmte Vergangenheit einiger Personen hineinreicht, den Leser in ein Labyrinth von Mutmaßungen stößt und hinter jeder Ecke mit einer neuen Wendung aufwartet. Ein Mordverdächtiger begeht Selbstmord. Oder wird er umgebracht? Ist er überhaupt ein Mörder? Wenn aber nicht er, wer dann? Ein Schriftsteller mit Burn-out-Syndrom, der im Suff zu Gewalt neigt, an die er sich danach nicht mehr erinnert, könnte etwas mit dem Mord zu tun haben, er glaubt es sogar selbst. Dann erschießt er sich im Vollrausch. Oder wird auch er von jemand anderem getötet? Und was hat es zu bedeuten, dass so viele verschiedene Leute mit äußerst unterschiedlichen Motiven Marlowe auffordern, seine Nase nicht in diese Angelegenheiten zu stecken?

Eigentlich ist der Roman eine moralische Abhandlung: Was ist Wahrheit? Kann man sich mit genügend Geld auf dem Konto seine Version der Wahrheit kaufen? Kann die Suche nach Wahrheit überhaupt von persönlichen Interessen getrennt werden? Mehr als einmal bekommt Marlowe dafür, dass er auch nur solche Fragen erwägt, etwas aufs Maul. Die Typen, die das besorgen, sind als Staffage reichlich vorhanden: brutale Polizisten, halbseidene Gangster, durchgeknallte Psychopathen. Aber auf eine gewisse Weise, unabhängig davon, dass es solche Leute auch wirklich geben könnte, sind sie nur Metaphern für den einen oder anderen Grund, weshalb die Suche nach der Wahrheit niemanden interessiert.

Und schließlich ist der Roman die Geschichte einer unerfüllten, verloren gegangenen Liebe, oder wenigstens der Abgesang darauf: »Es war die große Liebe zwischen uns – die wilde, geheimnisvolle, unwahrscheinliche Liebe, die nie kommt als nur ein einziges Mal.« (Seite 188) An einer solchen Stelle entlarvt sich Chandler als Romantiker jenseits jedes Zynismus. Aber andererseits kann er auch wieder nicht anders als sich zu dieser Haltung zu distanzieren: »Ich bin ein Romantiker, Bernie. Ich höre nachts manchmal Schreie, und dann gehe ich nachsehn, was los ist. Dabei verdient man keinen Penny. […] Es ist einfach nichts drin, keine Prozente, kein gar nichts.« (Seite 283)

Im übrigen: 5 Sterne, was sonst?

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Die neuesten Kundenrezensionen
Total empfehlenswert!!
Mein zweiter "Chandler" den ich mir angehört habe und es gibt nur Positives zu schreiben. Philip Marlowe,- herrlich,, schade das es solche Typen im wahren Leben nicht gibt... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von R. Eveline veröffentlicht
Hervorragender Kriminalroman
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Veröffentlicht am 19. April 2009 von Bernhard Nowak
Chandler at his best
Chandlers bestes Buch! Auch die Übersetzung von Hans Wollschläger ist bemerkenswert. Also, die Rolläden runterlassen, (auch bei Tag, versteht sich), die Lichter... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. April 2009 von Montana
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Veröffentlicht am 15. Juni 2006 von Niclas Grabowski
Der lange Atem
Chandlers Bedeutung für die Entwicklung des Kriminalromans in eine literarische Form ist unbestritten. Und das merkt man sprachlich auch diesem Roman an. Lesen Sie weiter...
Am 10. Juni 2005 veröffentlicht
Spürbare Atmosphäre
Ich nahm meinen ersten Chandler zu Hand und befand mich schon sehr bald in einem heißen und versmogten L.A. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. April 2005 von Lundegaard
Ziemlich stark
Chandler, der mit fünfundvierzig Jahren das Schreiben anfing und zunächst für die billigen "Pulp Magazines" schrieb, eine sehr spezielle Literaturform, bei der es... Lesen Sie weiter...
Am 27. Januar 2004 veröffentlicht
Für einen richtigen Krimi-Fan auf jeden Fall lesenswert !!
Meiner Meinung nach ist der Roman ziemlich mittelmäßig. Schon nachdem Marlowe Lennox kennenlernte, war dank seiner Bemerkung, dass dieser ihm später "Scherereien... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2003 von FallenAngel
Dead man don't wear plaid
Wenn oben genannter Film mit allen Klischees des Detektivromans spielt, dann ist "Der lange Abschied" das Buch das alle Mythen, Legenden und Bilder schafft. Lesen Sie weiter...
Am 26. November 1999 veröffentlicht
Chandlers Bester, und Chandler ist die Nummer 1
Wie immer eine Ich-Erzählung von Chandlers oft kopierten, aber unerreichten Philip Marlowe. Dieser Privatdetektiv (äußerlich knallhart, aber sein Handeln immer... Lesen Sie weiter...
Am 22. Juli 1999 veröffentlicht
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