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Der kretische Gast: Roman
 
 
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Der kretische Gast: Roman [Taschenbuch]

Klaus Modick
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 8 (März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492242065
  • ISBN-13: 978-3492242066
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.208 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Klaus Modick
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Götter scheinen dem Archäologen Johann Martens nicht wohl gesonnen zu sein, als er im Winter 1943 die griechische Insel Kreta besucht. Ein furchtbarer Nordweststurm peitscht von den Bergen des Peloponnes über die Ägäis, der Regen knallt gegen das Aluminium der JU 52, und immer wieder scheint das Flugzeug, von Böen erfasst, in Luftlöchern zu versinken. Der Zorn des Olymp scheint berechtigt: Denn Martens ist im Auftrag der verhassten deutschen Besatzer unterwegs und soll für Hitlers germanisches Museum auf mythischem Boden Kulturgüter mit arischem Anstrich finden.

Bis zu seiner Ankunft in Griechenland war es Martens bestens gelungen, sich von der schmutzigen Politik fernzuhalten. In der Fremde, auf der zwischen Deutschen und Italienern aufgeteilten Insel aber ist es vorbei mit dieser bequemen Position. Denn im kretischen Untergrund tobt der heftige Kampf der von britischen Geheimagenten unterstützten Partisanengruppe Andartiko, und als Martens als Dolmetscher an einer Vergeltungsaktion deutscher Truppen gegen die Dorfbevölkerung teilnehmen muss, kann auch er nicht länger tatenlos zusehen. So macht ihn das Schicksal durch allerlei Winkelzüge zum Teil des von den Deutschen verfolgten Widerstands.

Wie schon öfters in früheren Büchern hat der Oldenburger Schriftsteller Klaus Modick auch seinen spannenden, episch breit angelegten Roman Der kretische Gast mit einem zweiten Handlungsstrang verknüpft. Der spinnt das Geschehen bis ins Hamburg der 90er-Jahre weiter. Gewürzt hat er seine blendend recherchierte, mit Elementen der griechischen Tragödie versehene Geschichte um schuldlose Verstrickung in die Verbrechen der Historie mit einer gehörigen Portion Eros sowie viel Gespür für die griechische Lebensart. Sollten die Götter jemals Der kretische Gast zu Gesicht bekommen, sie wären versöhnt. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»Ein handlungs- und atmosphäresatt erzähltes Drama. Eminent spannend. Die Insel ist ganz unverhohlen die eigentliche Heldin dieses sommersatten Romans, dessen Lektüre man allenfalls vorzeitig abbrechen möchte, um unverzüglich nach Kreta zu reisen.« Hannoversche Allgemeine

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
zwei spannende Abenteuer 22. November 2006
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Den Roman kann man nicht mehr zur Seite legen, so packend ist er geschrieben. Die Spannung kommt vor allem dadurch zustande, dass zwei Handlungsstränge recht gekonnt miteinander verbunden werden, so dass man regelrecht der Lösung am Ende entgegenfiebert, was auch durch die gut eingebauten Vorausdeutungen erreicht wird. Mitunter stößt man bei aller Spannung auch auf ein paar humorvolle Stellen, gerade bei der ersten Hamburger Episode. Die abenteuerlichen Unternehmungen der kretischen Partisanen sind vielleicht manchmal etwas zu ausufernd, die Naturbeschreibungen manchmal etwas zu bemüht-poetisch und die Liebespassagen manchmal etwas zu zuckrig und vielleicht hätte man noch eine mythologische Ebene einfügen können, wenn man schon mal auf Kreta ist. Aber das alles tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch, und dass man dabei auch noch geschichtliches Wissen und viel Mittelmeersonne abbekommt, rechtfertigt fünf Sterne.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Für Kretafans ein muss ?? 28. August 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Ausgebrannte Dörfer, Partisanenkämpfe, bewaffneter Widerstand gegen Besatzer, Versorgungsknappheit, eingeschleuste Agenten - diese Szenerie spielt nicht etwa in Afghanistan oder dem Irak. Sie ist aus dem neuen Roman des norddeutschen Autors Klaus Modick «Der kretische Gast», der während der deutschen Besetzung Kretas im Zweiten Weltkrieg spielt. Modick hat sich damit ein weniger bekanntes Kapitel der Kriegsjahre ausgesucht. Die grausamen Ereignisse auf der griechischen Insel zwischen 1940 und 1945, die heute eine Touristenhochburg ist, kennen nur wenige.Auch beschreibt er die Flucht über die Weissen Berge durch die Imbrosschlucht bis Frangokastello so eindrucksvoll, als sein man sie gerade selbst gegangen. Doch viele Passagen in dem Roman könnten auch aus Krisengebieten der heutigen Zeit stammen. «Xenos», das griechische Wort für Modicks Titel «Gast», kann auch mit «Fremder» übersetzt werden. Um diese Doppeldeutigkeit rankt sich das Geschehen des Romans. Modick erzählt das Schicksal des Kunsthistorikers Johann Martens, der vom Naziregime 1943 nach Kreta geschickt wird, um dort Kunstgegenstände zu suchen, die sich als Raubgut für Hitlers germanisches Museum eignen.
Mit seinem kretischen Führer verbindet ihn jedoch bald mehr als ein sachliches Verhältnis. Es gibt kein Schwarz oder Weiß mehr, nur noch Grautöne. Man hat keine Heimat mehr. Man weiß nicht, wessen Freund man ist. Man weiß auch nicht mehr, wessen Feind man ist. Ich weiß nicht einmal mehr genau, wer ich überhaupt bin. Raffiniert hat Modick jedoch einen zweiten Erzählstrang in seinen Roman eingeflochten: Dieser beschreibt, wie der Sohn von Johanns Auftraggeber Hollbach per Zufall auf das dunkle Kapitel in der Vergangenheit seines Vater stößt und sich auf eine Reise in dessen Vergangenheit begibt. Zunächst planlos reist er 1975 nach Kreta und findet schließlich immer mehr erschütternde Details heraus. Vielleicht ist es ein wenig zu kitschig konstruiert, dass sich Hollbachs Sohn ausgerechnet in Johanns Tochter verliebt.
Gewohnt einfühlsam und bildhaft, fast im Stil eines Polit-Krimis, beschreibt der 1951 in Oldenburg geborene Schriftsteller («September Song») die Sinnlosigkeit des Krieges. Die nationalen Interessen der Kriegsparteien verbünden sich unheilvoll mit übersteigerten und zum Teil naiven Erwartungen der Partisanenkämpfer. Und in all diesen Wirren versuchen die Beteiligten auch noch ihr persönliches Glück zu retten. Dem Leser erscheinen alle diese Szenen beklemmend aktuell.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Johann Martens hat Glück. Denn während seine Arbeitskollegen an der Ostfront
sterben wird er Ende 1943 nach Kreta abkommandiert. Dort soll er Kunstwerke ausfindig machen und katalogisieren,
Beutestücke für die Parteibonzen. Als Fahrer wird ihm der Grieche Andreas zur Seite gestellt. Mit dem Seitenwagen-Motorrad
geht es quer über die Insel. Johann und Andreas, der vom Alter sein Vater sein könnte, freunden sich an. Er ist überwältig
von der Gastfreundschaft der Insulaner, und bei einem Familienfest verguckt er sich zudem noch in Eleni, Andreas Tochter.
Johann, der vor kurzem seine Eltern und Frau bei einem Bombenangriff verloren hat, erfährt Zuneigung mitten im Krieg.
Das Inselidyll ist jedoch getrübt. Die deutschen Besatzer führen ein hartes Regime, starten immer wieder Strafaktionen
gegen Dörfer, erschiessen jeden der verdächtig ist, mit den Andarten, Freiheitskämpfern, zu kooperieren. Als Johann mitbekommt,
dass Oberstleutnant Hollbachs Truppen Andreas Heimatdorf ausheben wollen, weil sie dort eine Versammlung der Partisanen vermuten,
trifft er eine folgenschwere Entscheidung.

30 Jahre später. Lukas Hollbach schlendert über einen Flohmarkt und stößt per Zufall auf zwei alte Schwarzweissfotos. Ein Foto
zeigt einen Mann in Landestracht vor der Taverne an einem Hafen. Auf der Rückseite des Bildes steht auf Griechisch eine kryptisch
anmutende Nachricht. Lukas Neugier ist geweckt, denn er erinnert sich wieder an seine Kindheit, wo er eines Tages seinen Vater,
der angeblich seine gesamte Wehrmachtszeit auf einem ruhigen Verwaltungsposten in Athen verbracht hat, im Garten genau
diese Art von Fotos verbrennen gesehen hat. Er zeigt ihm die Fotos, und stößt nur gegen eine Mauer des barrschen Schweigens.
Also macht er sich auf Spurensuche nach Kreta und was er dort erlebt, ist mit der Vergangenheit verknüpft und wird sein Leben
für immer verändern.

Der Roman hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Die spannende Handlung trieb über die Seiten, das Hoffen
und Bangen mit dem Hauptprotagonisten hielt mich in Atem.
Modick erzählt mit Leichtigkeit schwere deutsche Zeitgeschichte entlang einer belasteten Vater-Sohn-
Beziehung und regt den Leser zum zeitlosen Nachdenken über Zivilcourage unter persönlicher Bedrohung und Vergangenheits-
bewältigung an. Unbedingt lesen. Sollte auch in keinem Koffer eines Kretaurlaubers fehlen.

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nur zu empfehlen
ich habe das Buch 14 Tage vor der Reise nach Kreta gelesen und war an den genannten Plätzen. Dieses Buch hat mich so fasziniert, dass ich mich in die Zeit zurückversetzt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. August 2008 von marathon-man
Schönes Leseerlebnis
ein wunderschöner Roman, der vom Sujet an "Corellis Mandoline" erinnert, aber viel mehr bietet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2007 von Sternschauer
Liebe in den Zeiten des Krieges
Die Geschichte beginnt 1943. Mit dem Auftrag, Kunstschätze für eine mögliche Raubaktion der Nazis zu katalogisieren, kommt Martens auf die besetzte Insel Kreta. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2006 von Matthias Harder
Modick nimmt Anlauf und Tor,Tor,Tor
Das große Romanwerk Klaus Modicks ist nun da. Vorbei scheinen die Zeiten als er Bücher für Lehrerehefrauen und Bildungsbürger schrieb die allenfalls mal beim... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. November 2005 von """""""""""K"""""""""""
es begann im 2. Weltkrieg
Eigentlich erzählt Klaus Modick zwei Geschichten. Die eine während des zweiten Weltkrieges ab 1943, die andere über dreissig Jahre später, nämlich im 1975. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Mai 2005 von Camenisch Silvia
Konfrontation und Versöhnung mit europäischer Geschichte
Noch 'ne Kriegsgeschichte, noch 'ne Spurensuche...nein, weit mehr als das. Klaus Modick schafft es, in einem vielschichtigen, sprachlich originellen,anspruchsvollen, gleichzeitig... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Mai 2005 von Saxophon 44
Kreta und Deutsche
1942, die deutschen Armeen gehen erstmals Niederlagen entgegen und Professor Lübtow kann seine Assistenten nicht mehr vor dem Gestellungsbefehl schützen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. März 2005 von H. P. Roentgen
Sprachlich und inhaltlich nahe am Kitsch
Ich kenne von Modick nur diesen Roman und habe ihn aufgrund einer recht positiven Besprechung in einer überregionalen Tageszeitung gekauft. Lesen Sie weiter...
Am 25. Mai 2004 veröffentlicht
dieser roman hat mich nun auf den autor neugierig gemacht
KLAUS MODICK beginnt seinen roman „der kretische gast" 1943 als die inselbewohner die härte der deutschen besatzungsmacht voll zu spüren bekamen, um dann immer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. November 2003 von B. Lackner
Wieder ein grosser Modick!
Der erfahrene Modick-Leser kennt das bereits aus dem Roman VIERUNDZWANZIG TÜREN: Zwei parallel verlaufende Handlungsstränge, die zu unterschiedlichen Zeiten und an... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Juli 2003 von abiszet
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